Schweiz

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

SVP-Werber soll Waffeninitiative bodigen

Aktualisiert am 04.01.2011 78 Kommentare

Er kreierte für die SVP die Schäfchenplakate und kämpft nun auf der Seite des Komitees gegen die Waffeninitiative: Der deutsche Werber Alexander Segert appelliert dabei an Schweizer Werte.

1/5 Hat keine Angst vor provokativen Sujets: Werber Alexander Segert.
Bild: Dominique Meienberg

   

Das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative setzt ebenso wie die Initianten auf Emotionen: Ein geschundener 1.-August-Lampion soll darauf hinweisen, dass die Initiative Schweizer Werte gefährde. Die Kampagne trägt die Handschrift des SVP-Werbers Alexander Segert. Das Komitee habe sich für den Vorschlag des SVP-Werbers und dessen Agentur Goal entschieden, bestätigte Jakob Büchler, CVP-Nationalrat und Co-Präsident des Komitees, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Segert konzipierte für die SVP unter anderem die Kampagnen für die Ausschaffungsinitiative mit den Schäfchenplakaten oder die Anti-Minarett-Initiative mit der Burka-Trägerin. Wie damals spielt der Wertezerfall eine zentralle Rolle: Wenn die Armeewaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden dürften, bröckle das System der Eigenverantwortung und des Vertrauens in die Bürger, warnt das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative.

«Wenn Sie beginnen, Waffen einzusammeln, dann heisst das, Sie haben Angst vor dem Volk», sagte etwa die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann vor den Medien in Bern. Die Initiative «Ja zum Schutz vor Waffengewalt» unterlaufe die Eigenverantwortung der Schweizer Bevölkerung, doppelte der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler nach.

Die finanziellen Mittel bleiben ein Geheiminis

Wie viel Geld für die Kampagne gegen die Initiative «Ja für den Schutz vor Waffengewalt» zur Verfügung steht, wollte der Kampagnenleiter des Vereins gegen die Waffeninitiative, Hans-Peter Wüthrich, nicht sagen. Offiziell verfügt der Verein mindestens über 975'000 Franken. Soviel zahlten die rund 65'000 lizenzierten Schützen während drei Jahren für den Abstimmungskampf ein.

Die Initianten verfügen über deutlich weniger Mittel: Die Dachorganisationen des Initiativkomitees stellten insgesamt 50'000 Franken bereit, hiess es beim Initiativkomitee auf Anfrage. Zusätzliche Gelder sollen durch Spenden zusammenkommen. Auch die Befürworter der Initiative setzen auf emotionale Werbung: Auf ihren Plakaten ist ein angeschossener Teddybär zu sehen. (miw/sda)

Erstellt: 04.01.2011, 20:29 Uhr

78

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

78 Kommentare

Beat Eichelberger

05.01.2011, 11:25 Uhr
Melden

Interessant. Unsere linken regen sich über ein Plakat auf, welches einen Kriminellen mit Waffe zeigt. Daran ist ja nichts falsch und es passiert täglich. Dieselben Leute regen sich aber nicht darüber auf, wenn ihre Seite mit einem erschossenen Teddybären, einer blutigen Hand oder einem auf seine Frau zielenden Familienvater für die Initiative wirbt. Da wird wohl nicht mit gleichen Ellen gemessen. Antworten


Beat Merkli

05.01.2011, 09:25 Uhr
Melden

@Peter Grieder:"Das CH-Volk entwaffnen"es kommt mir so vor,als das wir Schweizer bis an die Zähne bewaffnet wären."Selbstschutz & Selbstverteidigung" ist ja lächerlich,tragen Sie Ihre Ordonnanzwaffe den ganzen Tag mit sich rum?Herr Grieder:die Errungenschaft einer funktionienden Zivilgesellschaft basiert darauf,das man sich bei einer Meinungsverschiedenheit nicht gleich erschiesst! Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.