Schweiz
Schenkkreis-Mord: Deutscher Angeklagter gesteht Vorbereitungshandlungen
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Der 37-jährige Deutsche mit Wohnsitz im Kanton Luzern gestand, bereits für die Nacht vom 14. Mai 2009 zusammen mit den anderen drei Tatbeteiligten in Grenchen einen Raubüberfall auf die später getötete Familie geplant zu haben. Hierzu habe er konkrete organisatorische und technische Vorkehrungen getroffen. Dies teilte der zuständige Staatsanwalt am Montag mit. Er hat eine entsprechende Anklage erhoben.
Das Vorhaben scheiterte aber daran, dass sich die Täter keinen Zutritt zur Wohnung verschaffen konnten. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub und vorsätzlicher Tötung erhoben.
Die Strafuntersuchung gegen den Deutschen wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung sowie Raubes wurde eingestellt, da er für die Tatzeit am 5. Juni 2009 ein Alibi nachweisen kann.
Unklare Rolle der verdächtigen Frau
Derzeit finden die staatsanwaltschaftlichen Detaileinvernahmen von drei weiteren Tatverdächtigen statt. Zwei Schweizer im Alter von 25 und 33 Jahren hatten bereits Anfang August ein Geständnis abgelegt. Unklar bleibt die Rolle einer tatverdächtigen 49-jährigen Schweizerin.
Im so genannten Schenkkreis-Mord war am 5. Juni eine dreiköpfige Familie in ihrer Wohnung in Grenchen getötet worden. Opfer wurden ein 60-jähriger Mann, dessen 55-jährige Ehefrau und die 35-jährige Tochter des Paares. Zwei Opfer wurden erstickt, das dritte erschossen. Die Strafverfolgungsbehörden gehen davon aus, dass beim Dreifachmord finanzielle Gründe im Spiel waren. (mt/sda)
Erstellt: 01.03.2010, 15:21 Uhr
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