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Schwander will Landesrecht über allem anderen

Der Auns-Präsident will den Grundsatz «Landesrecht vor Völkerrecht» in der Verfassung verankern. Bis spätestens Ende Jahr soll ein spruchreifer Initiativtext vorliegen.

Auch gegen die UNO-Mitgliedschaft: Pirmin Schwander (zweiter von rechts) mit den SVP-Nationalräten Perrin, Mörgeli und Fehr (von links) im November 2007.

Auch gegen die UNO-Mitgliedschaft: Pirmin Schwander (zweiter von rechts) mit den SVP-Nationalräten Perrin, Mörgeli und Fehr (von links) im November 2007.

Die politische Eigenständigkeit der Schweiz und die Schweizer Volksrechte würden zunehmend unterhöhlt, behauptet der Präsident der Aktion für eine unabhängige und neutrate Schweiz (Auns), der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander, in einem Interview in der Donnerstagausgabe der «Mittelland Zeitung» und der «Basler Zeitung». Dies sei derzeit beispielsweise bei der Ausschaffungsinitiative der Fall, wo das Völkerrecht in die Diskussion eingebracht werde.

Die Auns habe deshalb eine eigene Volksinitiative in Arbeit, mit der das Prinzip «Landesrecht vor Völkerrecht» in der Bundesverfassung verankern werden solle. Dieser Grundsatz müsse in der Verfassung neu und unmissverständlich formuliert werden. Auch die Europäische Menschenrechtskonvention wäre damit «zweitrangig». Gleichzeitig will die Auns das Förderalismus- und Subsidiaritätsprinzip und die Neutralität der Schweiz stärken. Das alle soll in die gleiche Initiative verpackt werden, wie Schwander sagte.

Initiativtext ist noch nicht reif

Im Grundsatz gehe es um eine Kompetenzneuverteilung und -ordnung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden. Kantone und Gemeinden müssten wieder mehr Rechte zurückerhalten. In dieses Kompetenzgerüst gehöre auch das Völkerrecht. «Wir müssen gewissermassen eine Rangordnung festlegen, was wann vorgeht», wurde der Nationalrat zitiert.

Am Initiativtext wird nach Angaben von Schwander noch gefeilt. Er soll spätestens Ende Jahr spruchreif sein und im Frühling der Auns-Delegiertenversammlung vorgelegt werden. Stimmt diese dem Text zu, wird laut Schwander mit der Unterschriftensammlung begonnen. (raa/sda/)

Erstellt: 10.06.2010, 10:15 Uhr

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27 Kommentare

peter gerber

01.05.2011, 10:42 Uhr
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Globalisierung der Wirtschaft, des Verkehrs,Tourismus, der Kommunkation und grosse Weltbanken, ja.Solange wir eines der reichsten Länder bleiben und von den andern zehren können, z. B. Diktatorengelder, billige Arbeitskräfte. Aber Völkerrecht und Menschenrechte, nein, geht uns nichts an. Globalisierung kann nur bestehen, wenn diese vor Landesrecht sind. Sind wir eigentlich noch bei den Pfahbauer? Antworten


Egon Stein

16.07.2010, 17:59 Uhr
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Wer die Eigenständigkeit zur kleinen Schweiz nicht verstehen will, möchte wohl in fehlender Toleranz möglichst viele Landsleute mit in ein anderes Land ziehen um nicht selbst alleine diesen ungewissen Schritt zu tun aus dem es kein Zurück mehr gibt.Die umfassende Information über das Lebensniveau unserer benachbarten Völker die zu uns kommen möchten,möge die Zweifler ermutigen alleine zu gehen. Antworten


Peter Pfrunder

16.07.2010, 16:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ich teile die Meinung von Walter Kunz absolut. Landesrecht geht vor irgendwelchem theoretischen von ein paar Professoren, einzelnen Politikern und Richtern fixiertem Völkerrecht. Ich bin nur für Völkerrecht, wenn dieses wirklich durch das Volk in Abstimmungen akzeptiert wird ,da bis anhin das Volk ja nichts dazu zu sagen hat! Immer mehr Menschen sind gegen die Bevormundung durch best. Eliten! Antworten


Walter Kunz

16.07.2010, 13:49 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Landesrecht vor Völkerrecht geht in die richtige Richtung. Antworten


Uwe Jörnsen

16.07.2010, 13:15 Uhr
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OMG.Die Konsequenzen sind scheinbar vielen nicht klar.Eine Nachrangigkeit des Völkerrechts wäre eine Aufkündigung der Menschenrechte und würde zu ernsten Konsequenzen bis hin zur völligen Isolation der Schweiz führen. Ähnliches gab es 1933 und dies führte 6 Jahre später in die Zerstörung Europas. Aber wer so etwas will sieht man ja. Antworten


Peter Pfrunder

11.06.2010, 14:42 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Der Grundsatz Landesrecht vor Völkerrecht ist absolut richtig für einen Rechtsstaat wie die Schweiz. Natürlich sollte und muss man die klar und eng definierten absoluten Völkerrechte wie das Recht auf Leben usw. einhalten. Auf die vielen von einigen Völkerrechtsprofessoren usw. entwickelten Völkerrechte sollten wir nicht eintreten.Übrigens: wer legitimiert diese Herren im Namen der Völker zu reden Antworten


Marco Küpfer

11.06.2010, 10:52 Uhr
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Ich möchte einmal sehen wo unsere Welt und die CH speziell heute stehen würde ohne das man sich Gedanken darüber gemacht hätte, welche Rechte jedem Menschen unabhängig von Land und Herkunft zugesprochen werden. Aber wir brauchen das nicht, wir sind soo integer und gut. Stimmen wir ja, dann können wir kriminelle Ausländer bald mit Stockschlägen bestrafen, schliesslich machen das die anderen auch! Antworten


Werner Demarmels

11.06.2010, 08:57 Uhr
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Der Ansatz "Landesrecht vor Voelkerrecht" ist richtig. Die USA und andere Staaten leben uns dies taeglich vor; sie gehen gar so weit, dass sie ihr eigenes Landesrecht (USA: z.B. Steuerrecht; islamische Staaten: Scharia) fuer ihre Buerger, Steuerzahler oder Mitglaeubigen rigoros und ruecksichtslos extraterritorial durchsetzen. Die AUNS ist fuer Schweizer Verhaeltnisse politisch sehr progressiv! Antworten


Abdel Thuma

10.06.2010, 18:10 Uhr
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Das ist ganz einfach die Antwort an die "Weisen" vom Club Helvetic, die das Gegenteil möchten, d.h. Initiativen, die von ihnen abgesegnet werden. Mal schauen, wer sich durchsetzen wird. Antworten


Hans Zuberbühler

10.06.2010, 14:27 Uhr
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Die AUNS und die SVP sind bald die einzigen, welche sich für uns Schweizer einsetzen. Alle andern Parteien möchten doch die Schweiz schnellstmöglich der EU schenken um mit dieser unterzugehen. Gut gibt es die AUNS. Antworten


Hans Christian Müller

10.06.2010, 13:52 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das sog. Völkerrecht hat sich in der Entwicklung für staatlich Sesshafte in sein Gegenteil verkehrt. Wer als Flüchtling in ein für ihn fremdes Land kommt, sagt statt Dankeschön vorerst einmal, was zu verändern sei, dass es ihm wohl ist. Natürlich sagt er es nicht selbst, sondern es sagen es für ihn die Völkerrechtler, die ihm auch suggerrieren, dass er sich damit aufs Völkerrecht berufen soll. Antworten


Heinz Oberholzer

10.06.2010, 13:41 Uhr
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Wieder ein originelle Plakat.Viele Schreiber wollen die Wahrheit einfach nicht wegen AUNS und SVP.Das EU Gebilde ist bereits,wie schon vor Jahren vorausgesagt,am zerbrökeln und die Schweiz ist immer recht und gut sich an den Milliardenschweren Verlusten sich auch Finanziell zu beteilligen.Wer jetzt den Braten noch nicht gerochen hat,darf den AUNS u. SVP Mitglieder nie Hinterwälder nachsagen! Antworten


Bernhard Kobel

10.06.2010, 13:23 Uhr
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Die Vorlage ist nicht durchdacht: Eigentlich müsste sie fordern, dass Gemeinderecht über Kantonsrecht, Kantonsrecht über Bundesrecht und Bundesrecht über internationalem Recht steht. Und wenn man die Familie als Kernzelle der Demokratie anschaut, könnte Familie das eigene Recht definieren und über das Gemeinderecht stellen. Dann müsste ich nicht die engstirnigen SVP-Regeln übernehmen. Antworten


Daniel Jaggi

10.06.2010, 12:47 Uhr
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Das Begehren kommt leider zu spät. Vor allem der Beitritt zur UNO war eine Katastrophe, einer solchen dubiosen, nichtsnutzigen, nur Geld verschlingenden Organisation anzugehören hat mit Zukunftgerichtetem handeln nichts zu tun, im Gegenteil. Und das Alles haben wir unseren Linken und unfähigen Rechten Politikern zu verdanken. Antworten


Jules Wiohlmann

10.06.2010, 12:39 Uhr
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Man könnte das Ganze noch ein wenig flexibler gestalten, indem jeder Bürger sich sein ihm passendes Recht selber aussucht. Antworten


Kurt Bossart

10.06.2010, 12:27 Uhr
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Die AUNS (und auch die dahinterstehende SVP) vertritt Ideologien die bestenfalls noch in Nordkorea anwendbar sind. Antworten


abdel thuma

10.06.2010, 12:21 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das ist die Antwort auf den Club Helvetique, der das Gegenteil beabsichtigt und das Initiativrecht nach seinem Gutdünken beschränken möchte. Meine Unterschrift und die meiner Mitbewohner bekommt Herr Schwander. Antworten


Ronnie König

10.06.2010, 12:21 Uhr
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Kann man die AUNS nicht einem Museum abgeben? Dort passen sie doch am besten hin. Antworten


Roland Moser

10.06.2010, 12:16 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Endlich! Nur schade, dass es so lange dauert! Je früher, desto besser. Der "Gegen die Schweiz Partei" (GP, GLP, SP, BDP, CVP, FDP) traue ich nämlich einen "Putsch" mittels Parlament und Bundesrat gegen die direkte Demokratie der Schweiz zu. @ Peter Rusterholz: Sehe ich auch so. Hauptsache die "Gegen die Schweiz Partei" kann sich irgendwo anschliessen und die Schweiz auflösen. Antworten


Armin Köppel

10.06.2010, 12:12 Uhr
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Wer bitte ist hier mutig?? Ich sehe nur Egoismus, Eigenbötlerei und Respekt losigkeit gegenüber unseren Nachbarn und deren Werten. Alle Rechte gemäss AUNS -Rangordnung ? - ein Horror für Selbstdenkende und offene Schweizer. Ohne mich bitte. Antworten


Walter ulrich

10.06.2010, 11:58 Uhr
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Na dann, Gute NACHT Schweiz. Völkerrecht auch als Schutz kleiner Länder dient scheint ja ein paar Leuten entgangen zu sein. Nach den Erfahrungen mit den grossen Ländern in der letzten Zeit könnte man schon meinen, dass es nichts hilft, aber was glaubt Ihr den wie die mit uns umgehen, wenn wir das Völkerrecht nicht mehr akkzeptieren? Kleine Hunde sollten aufpassen wo sie bellen! Antworten


Darja Rauber

10.06.2010, 11:33 Uhr
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Mit anderen Worten: Wenn sich die Schweiz über das Völkerrecht erhebt, darf es auch jedes andere Land, oder? Das Völkerrecht kann also laut AUNS gleich ganz abgeschafft werden. Wenn es einer Regierung beliebt, rassistisch zu sein, zu foltern, Genozide zu verüben, Menschengruppen zu diskriminieren - dann ist das deren gutes Recht, oder? Oder gilt die Ausnahme mal wieder nur für die Schweiz?? Antworten


Elisabeth Schnarwyler

10.06.2010, 11:29 Uhr
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Endlich mal eine Initiative mit Hand und Fuss, ohne unkontrollierbare Finanzierung oder Steuererhoehung. Und - leider - dringend notwendig! Warum soll die Schweiz einseitig ein internationales Recht priorisieren, das von allen andern nach Belieben ausgelegt wird, auch besonders angesichts der USA, die hemmungslos ihr lokales Recht extraterritorial durchsetzen, weil sie die Macht dazu haben? Toll! Antworten


Peter Rusterholz

10.06.2010, 10:59 Uhr
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Bravo für den Mut den eigenständigen Weg weiterzugehen. Die EU ist wirtschaftlich angeschlagen und wächst bedeutend weniger als Asiatische Länder. Ich frage mich wielange es geht bis die ersten Anschlusssucher den Wunsch hegen, dass wir uns jetzt Chinesen werden sollten. Antworten


Markus Rohner

10.06.2010, 10:39 Uhr
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AUNS-Präsident Schwander hat sich schon geäussert, dass mit dem Schengen-Abkommen alle (Schweizer) ausreisen sollen, denen es nicht passt. Von aussen kann und will er nichts akzeptieren und das in die Verfassung zementierten. Offenbar alles, was nicht in die Köpfe von AUNS und SVP passt ist Ausland und grundsätzlich abzulehnen. Ist das die Schweiz? Mehrheitlich glücklicherweise nicht. Antworten


Emil Manser

10.06.2010, 10:33 Uhr
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AUNS ist eine Gruppe ewig 'Gestriger' mit einem welkenden Vorbeter. Ich meine solche Heimatverehrer sind gerade die 'Fälschesten' welche die Schweiz gebrauchen kann. Jeder Bürger, welcher vorwärts schaut, kann ob solcher Typen nur den Kopf schütteln. Ich frage mich mit was Mörgeli, Schwander, Fehr und Co das Geld verdienen. AUNS bringt der Schweiz keinen Mehrwert, nur Rückständigkeit. Antworten


Walter Kunz

10.06.2010, 10:20 Uhr
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