Schweiz
Schweinegrippe: Vier schwere Fälle in der Schweiz
Aktualisiert am 04.08.2009 18 Kommentare
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In den meisten Fällen würde die Schweinegrippe aber nach wie vor spontan und ohne Behandlung abheilen, sagte Patrick Mathys, Leiter Pandemieversorge beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), vor den Medien in Bern.
Die Schweiz zählte bis am Dienstag 527 bestätigte Fälle von Schweinegrippe. Noch immer ist die Wahrscheinlichkeit sich im Ausland anzustecken höher, als sich in der Schweiz mit dem H1N1- Virus zu infizieren. «Rund drei Viertel der Fälle sind importiert», sagte Mathys.
Das BAG rechnet damit, dass sobald die Sommerferien vorbei sind und viele Personen aus den Ferien zurückkehren, die Zahl der Schweinegrippe-Fälle einen Sprung nach oben macht. Hinzu komme, dass nun auch in den Nachbarländern Deutschland und Italien eine starke Zunahme zu beobachten sei, sagte Mathys.
Keine Zählung aller Fälle mehr
Wegen den zu erwartenden steigenden Fallzahlen verzichtet das BAG fortan, alle bestätigten Fälle einzeln zu erfassen. «Das Zählsystem wird in der laufenden Woche umgestellt», sagte Mathys. Gezählt werden sollen nur noch schwere Erkrankungen, die eine Einweisung ins Spital nötig gemacht haben.
Die übrigen Fälle werden über das schon bestehende sogenannte Sentinella-System erfasst. Dieses arbeitet mit Stichproben und Hochrechnungen.
Arztzeugnis nach drei Tagen
Wer an Schweinegrippe erkrankt, sollte rund eine Woche zu Hause bleiben. Gemäss Obligationenrecht darf der Arbeitgeber ab drei Tagen Absenz ein Arztzeugnis verlangen, wie Valentin Lagger vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) vor den Medien ausführte. Er appellierte aber an das Vertrauen der Arbeitgeber in ihre Angestellten.
Wenn bei einer Pandemie alle erkrankten Angestellten wegen eines Zeugnisses ihren Hausarzt aufsuchten, erhöhe sich die Gefahr weiterer Ansteckungen. Das seco erarbeite hierzu im Moment Empfehlungen, sagte Lagger.
Auf der Südhalbkugel am Abklingen
Die Schweinegrippe schreite noch immer stetig fort, hielt BAG- Direktor Thomas Zeltner fest. Auf der Südhalbkugel - wo der Winter allmählich zu Ende geht - gingen die Ansteckungen aber an gewissen Orten bereits zurück, so etwa in Neuseeland oder Chile. In Europa würde die Zahl der neuen Fälle noch zunehmen.
Weiter sagte Zeltner, es gebe nirgendwo auf der Welt Anzeichen, dass das H1N1-Virus mutieren würde. (sam/sda)
Erstellt: 04.08.2009, 17:23 Uhr
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18 Kommentare
Wenn in Zukunft bei jeder Krankheit die ansteckend ist die Presse einen solchen Wirbel macht, dann gute Nacht. Schade, dass die Behörden jetzt da auch noch mitmachen und insdasselbe Horn blasen. Alles nur Geschäftemacherei und zwar mit der Angst der Bevölkerung. Wichtig wäre, Kinder im Dreck spielen zu lassen, so bilden diese Abwehrkräfte fürs Leben und erkranken nicht bei jedem Lüftchen. Antworten
Wie lange werden wir denn hier noch für dumm verkauft? Weshalb springen alle Medien auf den Propagandazug der WHO auf und verbreiten so viele Horrormeldungen, die von der Wahrscheinlichkeit her nie eintreffen werden? Die Schweinegrippe ist eine normale Grippe, an der nicht mehr oder weniger Leute sterben werden als bei einer normalen Grippe, siehe Fallzahlen weltweit bisher. Hört auf mit Panik Antworten
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