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Schweiz nimmt an Antirassismuskonferenz teil

Aktualisiert am 19.04.2009

Die Schweiz nimmt an der UNO-Antirassismuskonferenz teil, die am Montag in Genf beginnt. Der am Freitagabend von der Vorbereitungskonferenz beschlossene Entwurf für ein Schlussdokument erfüllt die Bedingungen des Bundesrates.

Wie das Eidg. Departement des Äusseren (EDA) am Samstag weiter mitteilte, wird über die Zusammensetzung der Delegation später entschieden. Damit bleibt offen, ob Aussenministerin Micheline Calmy- Rey an der Eröffnung der Konferenz teilnimmmt.

Die Schweiz hatte wie auch die EU und EU-Staaten ihre Teilnahme vom Entwurf für das Schlussdokument abhängig gemacht. Die Vorbereitsungskonferenz hatte am Freitag nach wochenlangem Ringen ein 17-seitiges Schlussdokument zuhanden der Konferenz verabschiedet.

Deutlich entschärft

Der auf einem Kompromissvorschlag Russlands basierende Text ist gegenüber einer ersten Fassung deutlich entschärft worden. Insbesondere ist darin weder eine Formulierung zu finden, die Bezug nimmt auf den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, noch wird darin eine Verurteilung von Kritik an Religionen als Rassismus verlangt.

Die viertägige Konferenz beginnt am Montag in Genf. Bisher haben 103 Länder ihre Teilnahme zugesagt. Die europäischen Länder haben bislang noch nicht über eine Teilnahme entschieden. Nach dem ersten Entwurf des Schlussdokuments hatten die USA sowie Israel, Kanada und Italien ihre Teilnahme abgesagt. (sam/sda)

Erstellt: 19.04.2009, 06:28 Uhr

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