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Schweizer Armee muss Munition verschrotten

Aktualisiert am 03.12.2008 53 Kommentare

Ab heute ist Streumunition verboten. Noch vor ein paar Jahren hat sich die Schweizer Armee mit dieser umstrittenen Munition eingedeckt. Jetzt müssen die Bomben weg - und der Steuerzahler zahlt ein zweites Mal.

In der Schweiz lagern noch 200’000 Stück solcher Streubomben in den Depots.

In der Schweiz lagern noch 200’000 Stück solcher Streubomben in den Depots.

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Das VBS hat die sogenannte Kanistermunition in einem Wert von 670 Millionen Franken für die verkleinerte Armee 21 speziell beschafft, heisst es in einem Beitrag der «Rundschau» im Schweizer Fernsehen. Noch vor zwei Jahren hielt die Armee diese Waffe für unverzichtbar. Heute hat das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) den Kurs korrigiert. Dort heisst es jetzt: Die Streumunition muss weg.

100 Staaten haben das Abkommen über das Verbot von Streubomben unterzeichnet. Auch die Schweiz gehört zu den Ländern, die künftig auf Gebrauch und Herstellung von Streumunition verzichten. In der norwegischen Hauptstadt Oslo setzte Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ihre Unterschrift unter das Dokument. «Ich glaube, die Konvention erreicht das Ziel, den Einsatz dieser Waffenart, die grosse Leiden versursacht, möglichst stark einzuschränken», sagte Calmy-Rey gegenüber dem Westschweizer Radio RSR.

In der Schweiz lagern noch 200’000 Stück dieser Streubomben in den Depots. Die letzte Lieferung kam 2004. Schon damals wurde diese Munition von Menschrechtsgruppen harsch kritisiert.

Heimtückische Munition

Streubomben gelten als besonders heimtückisch und gefährlich für Zivilisten. Sie öffnen sich in der Luft, können viele kleine Sprengsätze über ein grosses Gebiet verteilen und dieses für viele Jahre verminen.

Nach Uno-Schätzungen sind durch Streumunition weltweit mehr als 100'000 Menschen umgekommen oder schwer verletzt worden, zuletzt etwa in Afghanistan, dem Irak, Libanon, Kosovo und in Georgien. Mehr als ein Viertel der Opfer sind Kinder, da sie die bunten Behälter der Sprengsätze für Spielzeug oder Konservendosen halten. (bru)

Erstellt: 03.12.2008, 23:39 Uhr

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53 Kommentare

Hans-Ulrich Suter

03.12.2008, 21:48 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Warum verschrotten? Schliesslich duerfen wir laut Vertrag die Munition nur nicht gebrauchen und herstellen koennen wir sie sowieso nicht mehr. Dass man sie auch nicht lagern darf, davon wird wohl nichts stehen. Der Gebrauch ist ja auch nicht moeglich da nach Ansicht vieler Leute, die es besser als ich wissen, der ewige Frieden ausgebrochen ist. Antworten


uli steiner

03.12.2008, 21:42 Uhr
Melden

Ein weiterer Beweis für das grossartige Sinnloch und die nachhaltige Strategie unserer Armee Antworten



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