Schweizer Umfeld «besser als das Silicon Valley»

Endlich: Der Innovationspark ist eröffnet. Den Startschuss gab Bundesrat Schneider-Ammann. FDP-Ständerat Ruedi Noser preist den «Meilenstein» – und scheut keinen Vergleich.

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Startschuss für den Schweizerischen Innovationspark: Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat heute in Bern den Innovationspark offiziell eröffnet. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der Innovation für die Schweiz.

Die Innovation sei der Schlüssel zum Erfolg der Schweiz, sagte Schneider-Ammann vor über 100 Gästen im Zentrum Paul Klee. Der Innovationspark werde es ermöglichen, die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen in der Schweiz halten und hoffentlich ausbauen zu können.

Der Innovationspark ist als Netzwerk organisiert und auf fünf Standorte verteilt: Dübendorf ZH, Allschwil BL, Villigen AG, Lausanne und Biel. An diesen Standorten sollen etablierte Firmen aus dem In- und Ausland mit ihren Forschungs- und Entwicklungseinheiten angesiedelt werden.

Die Vorbereitungen für den Innovationspark, der offiziell den Namen «Switzerland Innovation» trägt, dauerten zehn Jahre. «Da sind wir nicht die Schnellsten», gab Schneider-Ammann laut Redetext zu. «Aber was wir machen, machen wir gründlich.» Noch seien nicht alle Details geregelt, doch der Zug sei nun losgefahren.

Meilenstein für Wirtschaft und Wissenschaft

Als «Meilenstein für die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Politik» bezeichnete Ruedi Noser, Präsident der Stiftung Switzerland Innovation, die Lancierung des Innovationsparks. Ein solch positives Projekt sei umso wichtiger in Zeiten wie diesen, sagte der Zürcher FDP-Ständerat unter Verweis auf die Wirtschaftslage und die anstehenden politischen Herausforderungen.

Die Schweiz gehöre zu den innovativsten Ländern der Welt. «Aber wir müssen auch alles tun, damit das in Zukunft so bleibt. Und wir müssen besser werden», sagte Noser laut Redetext. Dazu leiste der Innovationspark einen massgeblichen Beitrag.

Während die heutigen Technoparks vor allem Jungunternehmen unter die Arme greifen, habe der Innovationspark ein anderes Ziel: Er wolle grosse, etablierte Unternehmen für den Aufbau neuer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in die Schweiz holen.

Besser als das Silicon Valley

Noser scheute auch den Vergleich mit dem Silicon Valley nicht. Die dynamische Schweizer Wirtschaftsstruktur sei die beste Voraussetzung, dass hier ein Umfeld entstehen könne, das besser sei als das Silicon Valley, weil es lebendiger und branchenübergreifender sein werde.

Die wirkliche Arbeit stehe jedoch noch bevor, mahnte Schneider-Ammann. In den nächsten Jahren müsse der Beweis erbracht werden, dass der Innovationspark mehr sei als ein politisches Lippenbekenntnis, und dass der Schulterschluss von Wissenschaft und Wirtschaft auch wirklich besser gelinge.

Realisiert wird der Innovationspark durch die Standortkantone, die Privatwirtschaft und die beteiligten Hochschulen. Der Bund unterstützt das Projekt mit einem Rahmenkredit für Bürgschaften und mit Bauland, das zu marktüblichen Preisen im Baurecht abgegeben wird.

Die von der Privatwirtschaft finanzierte Stiftung «Switzerland Innovation» koordiniert die einzelnen Standorte und vermarktet den Innovationspark international. Zudem stellt sie die Einhaltung einheitlicher Qualitätsstandards sicher. (rub/sda)

(Erstellt: 18.01.2016, 10:24 Uhr)

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