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Schweizer fahren nicht mehr auf Umweltautos ab

Aktualisiert am 14.08.2012 70 Kommentare

Welche Antriebssysteme favorisieren Schweizer Autofahrer? Der Mobilitätsmonitor 2012 zeigt: Der Rummel um alternative Antriebe wie Elektromotoren hat stark abgenommen.


Die Schweizer setzten wieder vermehrt auf Benzin- und Dieselfahrzeuge: Ein Elektroauto bei einer Ladestation.

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In der Schweiz scheint sich ein erster Hype um alternative Antriebssysteme für Autos dem Ende zuzuneigen. Die hohen Erwartungen, die in einer ersten Euphorie daran gestellt wurden, konnten sich nicht erfüllen. Dies geht aus dem Mobilitätsmonitor 2012 hervor. Zum vierten Mal führte das Forschungsinstitut GfS Bern im Auftrag von Auto-Schweiz, der Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure, eine Umfrage unter 1000 Stimmberechtigten durch.

Noch 58 Prozent äusserten die Bereitschaft, ein Auto mit neuem Antriebssystem zu kaufen – 10 Prozent weniger als in der letzten Befragung im Jahr 2009. 69 Prozent würden ein verbrauchsarmes Auto mit geringem CO2-Ausstoss kaufen – 8 Prozent weniger als vor drei Jahren.

Konventionelle Systeme beliebt

Für einen Kauf von neuen Technologien sprechen vor allem Umweltgründe. Mit energieeffizienten Benzinmotoren (89 Prozent, +5) sowie verbrauchssparenden und umweltfreundlichen Dieselmotoren (80 Prozent, +13) sind die Systeme beliebt, welche auf konventionellen Energieträgern basieren und sich bewährt haben.

Die anderen Systeme, welche zumindest teilweise andere Energieträger verwenden, verlieren dagegen an Zustimmung. Verbrennungsmotoren kombiniert mit einem Elektromotor kamen nur noch für 76 Prozent (2009: 88 Prozent) und reine Elektromotoren gerade mal für 59 Prozent (2009: 68 Prozent) infrage.

Geringer Marktanteil

Zurzeit beträgt der Marktanteil von Alternativantrieben in der Schweiz 2,3 Prozent, wie Andreas Burgener, Direktor von Auto-Schweiz, vor den Medien sagte. Das Auto sei für die Schweizerinnen und Schweizer in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand, dessen Nutzen im Vordergrund stehe. «Solange alternative Antriebe in diesem Punkt zurückbleiben, wird das Strassenbild weiterhin von konventionellen Modellen dominiert sein.»

Gemäss der zwischen dem 5. Mai und dem 2. Juni in allen drei Sprachregionen durchgeführten Umfrage hat die Wahrnehmung zugenommen, dass moderne Autos weniger umweltbelastend sind als früher (84 Prozent, +11). Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Branche diesbezüglich einen Schritt vorwärts gemacht hat.

Roadpricing unerwünscht

So sind auch immer noch 84 Prozent der Überzeugung, dass die Autobranche dank modernen Antriebstechnologien zur Lösung der Klimaproblematik beitragen kann. CO2-Abgabe, Roadpricing und höhere Treibstoffpreise sind nur der Wunsch von Minderheiten.

Wie vor drei Jahren gibt es auch weiterhin Bedenken. Unverändert dreht sich die Kritik vor allem um die Bereiche Klimawandel (75 Prozent) und Umweltbelastung (70 Prozent), etwas weniger als noch 2009 um Lärmbelastungen (68 Prozent, –5).

So oft wie möglich mit ÖV

Auf tieferem Niveau zugenommen hat auch die Kritik, dass Autos aus reiner Bequemlichkeit benutzt werden (53 Prozent, +5) oder mehr Statussymbol denn Fortbewegungsmittel seien (35 Prozent, +8).

Mit dem Abwägen, wann das Auto und wann der ÖV die bessere Wahl ist, sind 75 Prozent der Befragten einverstanden, und 71 Prozent versuchen, so oft wie möglich den ÖV zu benutzen. Max Nötzli, Präsident von Auto-Schweiz, sagte hierzu: «Anders als es die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen vermuten lassen, gibt es keine Gräben zwischen Autofahrern und ÖV-Benützern.» (kpn/sda)

Erstellt: 14.08.2012, 14:03 Uhr

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70 Kommentare

bruno-walther rudolph

14.08.2012, 14:40 Uhr
Melden 98 Empfehlung 0

Zum vierten Mal führte das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag von auto-schweiz, der Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure, eine Umfrage unter 1000 Stimmberechtigten durch.
> wer zahlt befielt
- mit diesem erzkonservativen und erölfreundlichen auftraggeber
> konnte / durfte kein anderes resultat enstehen
:
" 1000 Stimmberechtigten "
> diese auswahl bestimmt das ergebnis
Antworten


Peter Gutknecht

14.08.2012, 14:54 Uhr
Melden 58 Empfehlung 0

Ein Elektro-Sportwägeli, das in 5 Sekunden auf 100 beschleunigt, 800 kg schwer ist und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 hat, und den Strom aus einem Kohlekraftwerk oder einem AKW bezieht, schadet der Umwelt viel mehr als ein Leichtbau-Benzinauto mit 20 PS. - ELEKTRO mit umweltfreundlich gleichzusetzen ist höchstens eine billige Marketingmasche. Antworten



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