Schweiz
Seltsame Aktion: Kirche verkündet «Good News»
Aktualisiert am 31.03.2010 17 Kommentare
Mutet seltsam an: Kirche propagiert «Good News».
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Die Kampagne könne durchaus in einem Flop enden, räumte Norbert Brunner, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz und Bischof von Sitten, vor den Medien in Bern ein. Das zeigten Reaktionen.
Jetzt «Good News» zu propagieren, könne durchaus seltsam anmuten. Die gut 5000 Plakate seien aber bereit und würden an die rund 2000 Pfarreien verschickt. Sie kurzfristig zu stoppen wäre schwierig gewesen. Das Thema sei bereits lange Zeit vor den aktuellen Problemen festgelegt worden.
Die ganze Aktion bedürfe nun besonders guter Erklärungen. Der Grundauftrag der Kirche sei aber letztlich die Verbreitung von «Good News» - des Evangeliums nämlich und damit der Frohbotschaft, sagte Brunner.
Neben den Plakaten lässt die Bischofskonferenz ab Mitte April die Internetseite www.mehr-good-news.ch aufschalten. Dort können Kirchenmitglieder ihre guten Nachrichten eintragen. (bru/sda/)
Erstellt: 31.03.2010, 16:08 Uhr
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17 Kommentare
@Johann vonGunten Nein, sondern die Zivilisation des westlichen Abendlandes und unser wirtschaftlicher Wohlstand sind letztendlich das Resultat der Emanzipierung der europäischen Gesellschaften von der Gewaltherrschaft des Adels von Kirchlichen Gnaden. Freies kritisches denken in Wissenschaft und Gesellschaft wurde erst durch den Laizismus ermöglicht, die Kirche war immer der grösste verhinderer. Antworten
Sollte die Kirche nicht über gute Taten, über das gelebte Vorbild ihrer Exponenten in der Tradition des Evageliums "mehr good news" generieren? Eine billige PR Plakat Kampagne, die eher zu einer beim Tricksen erwischten Firma passen würde als zur grössten organisierten Religion der Welt ist peinlich und wird den gigantischen Imageschaden eher verschlimmern als verbessern. Antworten
@ Urs Müller-Welch positive Aktion?Lebensfreufe kann man auch ohne Kirche haben und das Gute auch ohne Kirche leisten.Für den edleren Tropfen bin ich allerdings auch@ Hans Müller-Von welchem Gott was retten?Wir sollten uns lieber um unsere schöne Erde kümmern,diese vor unserer eigenen grenzenlosen Dummheit retten. Kreisläufe der Natur sind für mich göttlich aber nicht von Gott,den kenne ich nicht. Antworten
@Geni Meier: "Missionieren passt heute nicht mehr. Wenn jemand will, dann kommt er von selber ." Das ist genau das heutige opportunistische Zeitgeistdenken, die pseudo-individualistische Ueberheblichkeit, welche total verkennt, woher wir kommen. Die Zivilisation des westlichen Abendlandes und unser wirtschaftlicher Wohlstand sind letztendlich das Resultat der Christianisierung Europas. Ecco! Antworten
Diese Werbung könnte ebenso gut von irgendeiner anderen Kirche kommen und dann wäre die Reaktion vermutlich etwas differenzierter. Dashalb die RKK nicht auf die jetzige Diskussionen reduzieren. Rat an die andern Kirchen, diese Aktion zu unterstützen. Missionieren=Bekanntmachen. Andere Weltanschauungen machen dies mit Vorträgen, z T ziemlich aggressiv. Die Kirchen mit predigen und missionieren. Antworten
Voll daneben! warum braucht ein nicht englischsprechendes Land solche Werbesprüche inbezug auf Religion? Eine kirchliche Instituiton, momentan mit einem enormen Imageproblem konfrontiert, sollte sich nicht auf solch plumpe Art und Weise modernem Marketing bedienen. Der Schaden könnte grösser werden. Die UBS, die zeitweise imagemässig auch tief gefallen ist, hat wenigstens eine Weile geschwiegen. Antworten
@Dieter Wundrig: Typisch, postitive Aktionen werden möglichst schlecht gemacht und entsprechend negative Asoziationen (saures Bier) werden geweckt. Doch christliche Lebensfreude und das Engagement für das Gute lassen wir uns von solchen Miesmachern nicht nehmen. Kippen wir das saure Bier aus und gönnen uns einen edleren Tropfen! Antworten
Hey super! Die Kirche soll die Frohbotschaft möglichst effizient verbreiten. Es ist ja die Aufgabe der Christen möglichst viel Gutes zu tun. Die Medien berichten halt mit grossem Eifer über das Schlechte, da sich solche Nachrichten besser verkaufen lassen. In einer vom Geld dominierten Welt ist leider nicht mehr zu erwarten. Zum Glück erkennen viele junge Leute die Werte des christlichen Glaubens! Antworten
In der Kirchen- wie auch in der Weltgeschichte begegnen uns zu allen Zeiten Missbräuche auf verschiedensten Ebenen. Der Mensch, inkl. „Gottes Bodenpersonal“, entwickelt sich nicht zum Guten, sondern ist erlösungsbedürftig. Good News heisst: Gott wurde Mensch, um uns von der Schuld auch der Missbräuche zu erlösen. Die Botschaft des Kreuzes und der Auferstehung bilden den Kern christlichen Glaubens. Antworten
@Johann von Gunten, ja, die Kirche ist umfassend mit allem was zum Leben gehoert, Dem Guten, den Fehlern. Sich der Fehler bewusst sein ist keine Schande sondern der erste Schritt diese nicht zu wiederholen. Die gute Neuigkeit waere es gewesen die Aktion zu verschieben um zu signalisieren, dass man nicht ueber die aufwuehlenden Ereignisse mit Aktionismus hinweg geht. Antworten
Herr vonGunten, es geht nicht um das Fehlverhalten Einzelner sondern um den Umgang der Kirche mit der Sache. - Und dass Sie gleich im ersten Absatz anfangen zu missionieren zeigt mir, dass nichts aus der Vergangenheit und der Gegenwart gelernt worden ist. Egal welche Religion, missionieren und bekehren wollen passt heute nicht mehr. Wenn jemand will, dann kommt er von selber ! Antworten
Die katholische Kirche hat das bekannteste, aelteste und erfolgreichste Mission Statement aller Zeiten: das Evangelium zu verkuenden! Das ist The Good News; und es ist ueberhaupt keine "seltsame Aktion". Es zeugt von opportunistischem kurzfristigen Zeitgeistdenken und kulturellem Unverstaendnis, die Kirche auf das Fehlverhalten von Einzelpersonen reduzieren zu wollen. Die Kirche ist umfassend. Antworten




johann vongunten
@Rainier Muller: Die grossartigen kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Leistungen und die Rahmenbedingungen dafuer, diese auf allen Ebenen erfolgreich weiterzufuehren, waren erreicht lange vor dem Advent des Laizismus und den Saekularisierungsbemuehungen, welche sich durch Pseudo-Emanzipation politische und finanzielle Vorteile erhofften. Die Kirche bleibt eschatologisch. Antworten