Schweiz
Silvia Blocher: So stehts um die Schweizer Primarschule
Von Silvia Blocher. Aktualisiert am 25.05.2009 85 Kommentare
Silvia Blocher. (Bild: Keystone)
zur Info
Silvia Blocher, Gattin von Alt-Bundesrat Christoph Blocher, ist ausgebildete Lehrerin, Mutter und Grossmutter.
Langsam wird auch schulfernen Bürgern bewusst, dass der Betrieb an den heutigen Volksschulen weit von ihren Vorstellungen entfernt ist. In der landläufigen Vorstellung werden unsere Schüler von einer Lehrkraft vor allem in Rechnen und Sprache unterrichtet.
Fehlende Stabilität
Diese Vorstellung ist falsch: Längst werden unsere Schüler nicht mehr von einem Klassenlehrer betreut, in vielen Fällen teilen sich zwei Lehrerinnen die Aufgabe. Die Aufteilung ist gewollt: Die Lehrerbildung versteht sich heute als Ausbildung zum Fachlehrer, der fähig sein soll, in sieben Fächern zu unterrichten. Das Klassenlehrermodell in der Primarschule ist in den Augen der Erziehungsdirektionen veraltet. Dabei wären die heutigen Kinder, die oft aus Patchwork- oder Alleinerzieherfamilien kommen, besonders auf eine stabile Beziehung zur Lehrperson angewiesen.
Zu den zwei Hauptlehrern kommen oft zwei Lehrkräfte für die beiden Fremdsprachen Englisch und Französisch und je eine für Musik, Turnen, Schwimmen, eine Heilpädagogin, eine Logopädin, eine Lehrkraft für Fremdsprachige und eine oder mehrere Lernhilfen. Auch ein Psychologe und eine Schulsozialarbeiterin gehören dazu. Dass alle sich absprechen müssen, erklärt die vielen Sitzungen und den immensen administrativen Aufwand.
Aus ideologischen Gründen darf es keine Sonderklassen für Verhaltensauffällige oder für Schüler mit Lernschwierigkeiten mehr geben, obwohl diese dort gezielt und ausschliesslich von Fachpersonen gefördert werden. Darum müssen Sonderpädagogen für die Schwächeren stundenweise ins allgemeine Schulzimmer kommen. So werden die Schüler von all diesen Lehrkräften meist gleichzeitig im gleichen Raum unterrichtet! Während einer Lektion im «integrativen» Unterricht unterrichtet die verantwortliche Lehrkraft, während sich eine Logopädin um die Legastheniker, eine Heilpädagogin ums psychisch angeschlagene und eine Lernhilfe ums schwach begabte Kind kümmern. Wer wundert sich über Klagen, die Kinder hörten nicht mehr zu, ihre Konzentration lasse zu wünschen übrig?
Unmögliches wird verlangt
Zusätzlich zu diesen falsch verstandenen Gleichheitsideen besteht der Anspruch an die Lehrkräfte, sie hätten jedes Kind auch fachlich individuell zu fördern. So haben die Kinder, zum Beispiel während einer Sprachlektion, je verschiedene Aufgaben zu lösen. Da diese verschiedenen Aufgaben zum Teil auch im Team gelöst werden sollen, ergibt sich die Situation, dass vier Kinder im Korridor ihre Aufgaben lösen, weitere sechs im Nebenzimmer arbeiten, drei am Computer sitzen, vier im Kreis mit einer Logopädin am Boden kauern, ein Kind von einer Lernhilfe Stützunterricht erhält, während die restlichen in zwei Gruppen verteilt an ihren Tischen schreiben und diskutieren. Die unterrichtende Lehrkraft ist dabei für alle Ansprech- und Auskunftsperson. Eine ungeheure Aufgabe!
Von den Lehrern wird fast Unmögliches verlangt: Sie sollen in einer Klasse von 26 Schülern nicht nur jeden einzeln fördern, sondern ihn in jedem Fach «individuell unterrichten», was schlicht unmöglich ist. Daneben wird von ihnen auch verlangt, die Koordination mit den verschiedenen Spezialpädagogen im Schulzimmer sicherzustellen und den Anforderungen des Schulleiters Folge zu leisten.
«Alle Menschen sind gleichwertig»
Wie ist es zur Misere gekommen? Man hat sich von Ideologien statt von der Realität leiten lassen. Der Hauptirrtum besteht im Leitsatz: «Alle Menschen sind gleich.» Das entspricht nicht der Realität. Aber der Grundsatz: «Alle Menschen sind gleichwertig» sollte ernst genommen werden, auch in der Schule! Wenn wir jeden Menschen mit den ihm eigenen Fähigkeiten und Sonderbegabungen achten, fördern wir ihn am besten, indem wir ihn so schulen, wie es ihm entspricht. Notfalls auch in Sonderklassen oder speziellen Schulen, wo ihm sein Anderssein nicht immer wieder demütigend vor Augen geführt wird, wie das heute in seiner Klasse ist, wo er eine Sonderbetreuung braucht. Ohne den verwirrenden Betrieb der «integrativen» Förderung könnten auch normale Schüler sich besser konzentrieren, mehr gefordert und vertiefter unterrichtet werden.
Schule soll den Schülern ermöglichen, später ihr Leben ihren Fähigkeiten und Begabungen gemäss zu meistern. Dazu sollte sie den Schülern wichtiges Wissen vermitteln und sie in allen Fertigkeiten ausbilden, die sie als Erwachsene benötigen und die sie sich nicht selber aneignen können. Dazu gehören traditionelle Fertigkeiten wie etwa Lesen, Rechnen oder auch logisches Denken. Selbstständigkeit, Freude an der eigenen Leistung, Selbstvertrauen, die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden und zu meistern, entwickeln sich, wenn Fleiss, Ausdauer, Ernsthaftigkeit in der Arbeitshaltung und Pünktlichkeit geschult werden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.05.2009, 10:45 Uhr
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85 Kommentare
Ich bin kein Blocher-Fan. Aber die Aussagen von Frau Blocher sind durchaus berechtigt. In der heutigen Schulform sind Disziplin und Ruhe selten. Die ganzen Teilzeitkräfte in der Schule führen in d. falsche Richtung . Schüler lernen für ihre Lehrer. Lehrer sollten für ihre Schüler voll da sein. Ein 40 oder 50 % Job kann das nicht bewerkstelligen. Gleichzeitig ISF ein Ding der Unmöglichkeit. Antworten
Steuern runter, Klassen vergrössern, jeder Erwachsene ist ein Schulprofi, weil selber schon in die Schule gegangen ... Da hat uns die SVP einen Bärendienst in der Schulpolitik erwiesen, und nun will sie sich auch noch damit profilieren. Frau Blocher sollte wieder mal zurück ins leibliche Leben als Lehrerin, bevor sie vermeintliche Realitäten formuliert, die auf Fossilien gebaut sind. Oje! Antworten
Den Artikel von Frau Blocher finde ich einen mutigen Artikel, der verschiedenste Punkte, die an schweizer Schulen falsch laufen, thematisiert. In meinen Augen wäre es dringend nötig, dass 1 Klassenlehrkraft zirka 80% der Lektionen erteilt und dass die Klassengrösse reduziert wird (20 Schüler pro Klasse). Und: wie wäre die Idee, die Stellung der eigenen Eltern der Kinder zu stärken? Antworten
@Lukas Furrer: Auch wenn die von Ihnen erwähnten "Fortschritte" niemand mehr missen möchte, heisst dies nicht, dass die Gesellschaft, das Leben, die Welt durch diese besser geworden sind. Veränderungen in technischen und wissenschaftlichen Belangen sind das eine. Das Andere ist die Menschenbildung, von der wir hier sprechen, und die auch eine 60-jährige Frau sehr wohl noch beurteilen kann. Antworten
@Franz Brunner Offiziell hatte Schweden im Jan. 2009 eine Arbeitslosenrate von 7.3 %. Aber die richtige Arbeitslosenrate ist ca. 3 mal höher. In 2005 hatte ein schwedischer Journalist die wahre Arbeitslosigkeit auf 20 - 25 % geschätzt. Der Staat gibt zu, dass die eigenen Zahlen falsch sind. (Teilnehmer an Arbeitsbeschaffung, Pseudokranke, Sozialbezüger, Frühpensionäre werden nicht gezählt). Antworten
Kinder brauchen in der Schule EINEN Meister.Er ist eine Bezugsperson.Zuviele Lehrer in den ersten Schuhljahren verwischen das.Ich bin Ausbildner Polymech. und weis, dass es um die grundlegenden Fächer viel zuwenig Zeit vorhanden ist.Lehrplan geht vor.In den modernen Vorstellungen bleibt nur noch oberflächliches Wissen.Weniger, aber in die Tiefe und verstehen setzt eine gute Grundlage! Antworten
@Platter--ganz genau, weg mit diesen rückwärtsorientierten Konservativen, welche die guten Ideen der SP und Grünen ständig torpedieren. Schauen sie nach Schweden, dort wurden Schulnoten schon vor Jahren abgeschafft und alles hat sich prächtig entwickelt. Die Hochschulen sind voll, keine Jugendarbeitslosigkeit, Integrartion klappt bestens, müsste unser Vorbild sein Antworten
Die Schule sollte auch von den Errungenschaften anderer Länder profitieren. Im Norden werden neue Konzepte erfolgreich umgesetzt. Schüler lernen bei gleichzeitiger Bewegung leichter. Auch das individuelle Lernen in der Klasse ist ein interessanter Ansatz. Kleinere Klassen und Lehrerbetreuung wären auch wünschenswert. Das sollten wir uns leisten. Antworten
Jemand erzählt, jemand habe ihm erzählt ... und auf solche Hören-sagen-Geschichten baut die alte ehemalige Lehrerin Blocher ihre Weisheiten aus dem mittleren letzten Jahrhundert auf. Aber selber in einer Schulklasse war sie wohl seit 40 Jahren nicht mehr. Auch was sie sonst daher schwafelt, entbehrt wohl jeglicher Erfahrung und Kenntnis der Dinge. Typisch Blocher halt. Antworten
Was regt Ihr Euch auf? In den Städten und Aglos gehen zu 95% aussländische Kinder in die Schule. 30 Kinder, 10 Nationen, davon 2 Schweizer. Uninteressierte Eltern, Sprachprobleme usw. wie jeder wohl aus eigener Erfahrung weiss. Auf dem Lande funktioniert das noch viel Besser. Es ist also weniger das System das Problem sondern die zusammensetzung der Klassen. Das ist es was Lehrer fustriert. Antworten
Warum muss der Tagi einer über 60jährigen Frau, die schon lange weit weg ist vom Schulbetrieb, eine solche Plattform geben? In allen Lebensbereichen, in der Wirtschaft, in der Wissenschaft, gab es in den letzten 20, 30 Jahren Fortschritte, die niemand mehr missen möchte. Nur im Schulwesen war früher angeblich alles so viel besser. Das geht doch nicht auf. Antworten
Man kann keine integrative Schulungsform beschliessen und in der nächsten Legislatur wegen Sparmassnahmen die Klassengrössen erhöhen. Genau das ist im Kanton Zürich aber passiert. Jammern ist nicht nur deshalb fehl am Platz. Wir haben noch immer ein Milizsystem zur Pflege der Schulen. Engagement ist gefragt. Und bei den nächsten Wahlen die richtigen Leute im Parlament. Antworten
Ich habe ueber das schlechte Schulsystem schon vor Jahren In burgdorf reklamiert. Man hat mich ausgelacht. Meine Kinder wurden in die Realschule versetzt weil sie eben nicht gut genug waren.. Ich wollte das so nicht hinehmen und habe meine Kinder mit viel Muehe in eine Privaten Schule geschickt. Heute studieren beide an der Hoschchule. Die Lehrer wollten seinerzeit nicht helfen. Antworten
@ christina friedli: Ich bin 1987 in die Primarschule (1. Klasse) und mag mich erinnern, dass unsere Klasse sich immer riesig gefreut hat, wenn wir eine Woche oder länger die von Ihnen beschriebene Werkstattarbeit hatten. In der Werkstattwoche musste jeder z.B. 8 von 12 Modulen gemacht haben, z.T. in Gruppenarbeit und dies teils sogar im Gang. Niemand hat sich überfordert gefühlt. Antworten
Leider ist es so. Deshalb habe ich Konsequenzen gezogen und hänge meinen Lehrerberuf Ende Juli an den Nagel. Am schlimmsten und entmutigsten ist es, dass auf lange Sicht keine Besserung in Sicht ist. Unsere Arbeit wird durch Bürotäter bestimmt, die selber nie vor einer Klasse gestanden haben. Antworten
Unser Schulsystem ist eine destruktive Bildungsreform, die uns weltweit nicht weiter bringt. Egoisten züchtet, die in der heutigen Gesellschaft/Weltwirtschaftslage kein Auskommen mehr haben werden. Ob sich die Schweiz diesen Abstieg leisten kann, wird sich zeigen. Antworten
Wie kommen Sie Frau Blocher dazu, die integrative Schulung eine "Misere" zu nennen? Die Misere kommt erst in ein paar Jahren, wenn endlich erkannt wird, dass die Anforderungen der modernen Wirtschaftwelt an für herkömmlich geschulte Menschen zu gross werden. Die Vorteile integrativer Schulung werden sich konservativen Bewahrern nicht eröffnen. Und mit gleichschaltung hat das nichts zu tun. Antworten
Ich bin zwar auch schulfern kann aber als Lehrmeister bestätigen das selbst Sek B Schüler Heute immense Schwierigkeiten haben in der Gewerbeschule. Obwohl der Schulstoff gegenüber vor 15 Jahren herabgesetzt wurde. Vor allem in den Fächern Rechnen und Allgemeinwissen ist das wissen das die Jungen Leute Heute mitbringen sehr bedenklich. So müssen Sie dann während Ihrer Lehrzeit zusätzlich zum Betrieb und Gewerbeschule noch Stützkurse nehmen was Ihre Ausbildung nicht gerade leichter macht. Antworten
Silvia Blocher beschreibt die Sache wie ich sie auch beim meinem Sohn in der Schule sehe, und zwar hier in Kalifornien. Zuviele Spezialisten und Betreuer, zuviele Meetings, alles von der Ideologie getrieben, und immer aufpassen, dass auch ja alle ganz genau gleich mitkommen. Geht halt einfach nicht. Den einen ist es langweilig, den anderen geht es zu schnell. Man sollte da nicht die USA kopieren. Antworten
gleichgeschaltete Kinder wären zwar für die Gesellschaft und die Lehrerschaft wohl am einfachsten (aber am langweiligsten und sehr unkreativ), aber dem ist halt nicht so. Auch in einem Betrieb muss der Vorgesetzte verschiedene Charakteren und Leistungserbringer unter einen Hut bekommen, dies kann man auch von einem Lehrer verlangen. Kleinere Klassen und Tagesschulen werden hier ein gutes Rezept. Antworten
Und was ist, wenn es mit der Hauptlehrerin nicht harmoniert? Da kann ja eine weitere Lehrkraft ein besseres Gleichgewicht herstellen. Fr. Blocher verschweigt insbes., dass im Kt. ZH v.a. die SVP schuld daran ist, dass die Klassen immer grösser werden und dass es keine Sonderklassen mehr gibt (Stichwort Kosten sparen), sondern nur noch sog. IF! Die meisten Lehrer machen übrigens einen super Job! Antworten
ich kann aus eigener erfahrung die zustände bestätigen. indes scheint es meines erachtens vorallem an der art von pädagogik zu liegen, die heute geepredigt wird. es ist nunmal für 7-8 jährige unmöglich selbständige werkstattarbeit zu machen , d.h. jeder arbeitet selbständig am thema und zwar mit verschiedenen modulen. da wäre manch erwachsener überfordert. überfordern wir also unsere kinder nicht! Antworten
Sogar die Kleinsten bemerken die ungenügende Qualifikation einiger Lehrpersonen. Die nicht gerade schmeichelhaften Übernamen für diese LehrerInnen lauten zum Beispiel "Frau Schnäggli" um dem Missfallen über deren Unterrichtstempo Ausdruck zu verleihen. Antworten
@Lukas Rufer: unser Schulsystem gehört zu den besten? Lange ist es her... Zum Glück gibt es heute verlässliche Tests über die Landesgrenze hinweg.... Aber wahrscheinlich meint Lukas sicher die Privatschulen, aber auch dort ist das Niveau massiv gesunken... aber nicht so schlimm wie in den öffentlichen Schule. Frau Blocher sagt nur das, was jede/r im Schulwesen schon lange weiss. Antworten
Wenn bloss alles so einfach wäre! "Fleiss, Ausdauer (...) und Pünktlichkeit schulen" und schon werden alle Kinder zu idealen Mitgliedern der Gesellschaft. Man könnte meinen, eine ganze Generation sei dem Untergang geweiht. Natürlich gibt es Probleme, aber ich persönlich denke die Schule war noch nie so gut wie heute. Schade dass ein Grossteil der Bevölkerung lieber zurück als nach vorne schaut. Antworten
Endlich eine treffende Lagebeurteilung. Und schlimmer. Im Zürcher Seefeld etwa lernen 2 Jahrgänge z.B. 2e.und 3e. Klasse gleichzeitig im selben Klassenzimmer! Zustände wie in „Unserer Kleinen Farm“. Müssen Kinder wie in Farmerfamilien im neunzehnten Jahrhundert in der Prärie erzogen werden? Trotz Budgets die vermutlich die weltweit üppigsten sind, ist das Zürcher Schulwesen geprägt von Misständen. Antworten
Ich habe drei Kinder in der Primarschule und alle haben neben ihren Klassenlehrern verschiedene andere Lehrpersonen in Handarbeit, Musik oder Turnen und überhaupt keine Probleme damit. Die Schulhausgemeinschaft ist eben heute fast gleich wichtig wie die Klassengemeinschaft und der Zugang zu den anderen Lehrpersonen leichter als früher. Damit haben schulferne Personen wohl eher Mühe als die Kinder. Antworten
Auch wenn Frau Blochern den schlimmsten Fall als alltäglich darstellt, stimme ich ihr grundsätzlich zu. Es herrscht Unruhe in Klassenzimmern! Die Lösung ist nicht eine Aussonderung derjenigen, die nicht ins Schema F passen, sondern eine drastische Verkleinerung der Klassengrössen, eine Bestimmung von individuellen Lernzielen, die den Eltern kommuniziert werden und die Aufwertung des Lehrerberufes Antworten
Auch von meiner Seite: Danke Frau Blocher! Die Primarschulen in Opfikon beispielsweise liefern eine 0%-ige Chance für den Eintritt ins Gymnasium. Die Lehrer haben resigniert und lassen beispielsweise innert 6 Jahren ganze 5 Aufsätze schreiben. Bis meine Kinder in die Primar kommen bin ich verpflichtet Haus zu verkaufen und wegzuziehen, es sei denn Frau Blochers Bericht trägt bis dahin Früchte. Antworten
Es gibt sicher positive und negative Aspekte bei jedem Schulsystem. Was bis anhin aber nicht zur Sprache kam ist folgender Aspekt: durch die ideologisch begründeten sog integrierten Klassen werden die Lehrpersonen derart stark belastet (zum Teil überforder), dass für die Unterstützung der Kinder in sozialen und gesellschaftlichen Fragen keine Zeit mehr bleibt. Damit wurde das Gegenteil erreicht.. Antworten
Vielen Dank für die klaren Worte, welche die desolate Zustände in der Volksschule sowie die absolut unzumutbaren Situation des ausgebrannten Lehrpersonals endlich einmal treffend schildern. Es lässt sich nur hoffen, dass bald der gesunde Menschenverstand wieder Einzug in die Schulstuben hält. Antworten
Gute Bestandesaufnahme, teilweise fragwürdige Analyse und Schlussfolgerungen. Das Problem ist nicht, der Leitsatz, dass "alle Menschen sind gleich" seien, sondern Bürokratisierung und fragwürdige sogenannte Begabtenförderung, beides Resultate des vorherrschenden Zeitgeistes, der sogenannten Leistungsgesellschaft. Antworten
So ist es leider, sage ich als (noch) begeisterter Lehrer mit langer Erfahrung. Eine Veränderung der Schule sollte etwas Positives bewirken, sonst macht sie wenig Sinn; leider ist das in den wenigsten Fällen so. Solange die Schulbürokraten das Sagen haben und die Praktiker aus der Lehrerausbildung wegbleiben, wird es nicht besser werden. Antworten
Mein leicht behinderter Sohn Dominik wurde im Rahmen der integrativen Schulung erfolgreich in die Regelschule integriert. Bei der Unterstützung durch eine Heilpädagogin können bei Bedarf auch gleich andere Kinder mitmachen, welche zB. Mühe haben im Rechnen. Noch vor drei Jahren wäre Dominik direkt in eine teure Sonderschule gekommen mit geringer Chance, sich jemals ins Berufsleben zu integrieren. Antworten
Interessant. Frau Blocher stützt sich bei ihrer Aussage auf einen Grossvater, der offenbar wenn er überfordert ist mit der heutigen Situation schon am morgen harte Schnäpse trinkt. Nein, nicht einmal das, ich stützt sich auf jemanden, der diesen Grossvater angeblich kennt. Sie kennt den Fall also nur vom Hörensagen. Antworten
Der Bericht von Frau Blocher ist erschütternd, leider aber wahr! Sicher gibt es viel an der Schule zu ändern. Aber nicht in der eingeschlagenen Richtung. In der Bevölkerung haben Projekte wie Harmos und Kleeblatt je länger desto weniger Unterstützung. Ich hoffe, dass einerseits die Verantwortlichen allmählich die Konsequenzen daraus ziehen und andererseits auch viele Eltern ihre Haltung überdenken Antworten
Interessant, dass Frau Blocher die hohen Schülerzahlen und die Integration von schwächeren Schülern in Regelklassen bemängelt, ist es doch allen voran die Partei ihres Gatten, die immer wieder den Rotstift bei den Schulen ansetzt und Sonderklassen abschaffen will... Antworten
@ Stefan Zettel: "es müsste vorallem mehr Geld in die Bildung investiert werden!" Es wird bereits mehr als genug Geld in die Bildung investiert, aber das Geld fliesst nicht in die Schulen sondern in den in den letzen Jahren immer aufgeblähteren Beamtenapparat, der sich diese "Modelle" ausdenkt. Kein Wunder, dass immer mehr Lehrer den ruhigen Posten in einer "Bildungs"-Verwaltung vorziehen. Antworten
In welcher Gemeinde ist Frau Blocher als Lehrerin tätig? ... Unser Schulsystem gehört nach wie vor zu denBesten der Welt. Die Schüler werden ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert. Die Lehrer leisten dafür einen riesigen Aufwand. Ihnen gehört mein Respekt und Dank, nicht der Frau Blocher. Antworten
Die Gleichmacherideologie ist gescheitert. Dazu brauch ich aber keine Frau Blocher, sondern offene Augen und Ohren. Der Schulstoff bleibt auf der Strecke und das bischen Soziale ebenfals. Am Ende kann der Bauarbeiter den Meter nicht mehr lesen und der Ingenieur die Anweisungen nicht verständlich vortragen. Und wie endets? Wir importieren Fachleute, die wiederum ihres gleichen nachholen. Antworten
Die "möchtegern-Mutter-der-Nation" meldet sich auch wieder. Wir waren in der Landschule sogar mehrere Klassen in einem Zimmer. Mädchen und Buben zusammen. Viele haben Karrieren gemacht. Wir haben uns auch geprügelt und gestritten. Dies war für unsere Lehrer sicher Schwerstarbeit. Doch hatten wir Respekt vom Lehrer oder dem Fräulein. Was sagen Sie wohl dazu? 3 Grappa? Antworten
Dieser Artikel wiederspiegelt die Schule nicht so, wie sie wirklich ist. Ich erachte die Reformen grösstenteils als sinnvoll. Bestimmt ist die Reformflut der letzten Jahre für viele Lehrpersonen eine Herausforderung und für einige Eltern schwer nachvollziehbar. Als Junglehrer bin ich mit den im Artikel erwähnten Erneuerungen in den Beruf eingestiegen, weshalb mir die Umsetzung wenig Mühe bereitet. Antworten
Ich bin vom heutigen System betroffen. Sicher war nicht alles so gut früher. Die Abschaffung von Noten in Teilbereichen hat dem System sicher nicht geholfen, sondern nur geschadet. Die Feinabstuffung fehlt. Die Qualitätskontrollen wurden abgeschafft bzw. Mitlehrer (Rektorate) abgegeben. Selbstkontrolle funktioniert in einem schwer messbaren Bereich leider nicht. Antworten
Als Vater von 3 schulpflichtigen Kindern kann ich die Aussagen von Frau Blocher nur bestätigen. Der eine Sohn z.B geht in die 3. Primarschule. In der Klasse hat es 28 Kinder und er hat es tatsächlich mit mindestens 7 verschiedenen Lehrpersonen zu tun: Hauplehrerin, Lehrerin für Teamteaching, Seniorin, Lehrerin Frühenglisch daneben Fachlehrer für Schwimmen, Turnen, Handarbeiten, Religion... Antworten
Die Realität ist leider noch viel schlimmer als von Herrn Waldner geschildert. Es klafft zwischen dem von den Primarlehrern Gebotenen und dem Geforderten eine riesige Lücke. Im heutigen System gehen Kinder mit einem Migrationshintergrund oder einem Elternhaus das nicht so viel Zeit aufbringen kann unter, denn heutige Eltern müssen leider den Schulstoff zu Hause den Kindern mitgeben. Antworten
Die fruehere Integration von lernschwachen und behinderten Kindern hierzulande war eine noch groessere Katastrophe. Es gibt kein funktionierendes Modell auf das wir hier zurueckschwenken koennten! Die Schweiz kuemmert sich stiefmuetterlich um die integration behinderter Menschen. Auch die UNO Menschenrechtserklaerung fuer Behinderte hat sie nicht annerkannannt (2006). Antworten
Ich bin kurz nach dem 2. Weltkrieg eingeschult worden an einer abgelegenen Landschule. Damals unterrichtete dort ein einziger Lehrer parallel alle Klassen (1. - 9.). Das ist das andere Extrem zu dem, was Frau Blocher schildert. Die heutige Schule ist deshalb verdoktert, weil wir in der Organisation schlicht zu viele Akademiker haben, die sich alle irgendwo profilieren wollen. Antworten
@ Martinez: Es wäre nett, wenn Sie doch Frau Blocher nicht auf ihren Mann reduzieren würden. Vielleicht kann ja die Frau selber denken? Oder vertreten Sie unbewusst ein SVP-Frauenbild (oder das, was Linke für SVP-Denke halten). Schreiben Sie doch, was falsch oder richtig ist anstatt hier destruktiv eine Frau runterzuputzen. Danke fürs Mitdenken! Antworten
Und wenn alles hamoSiert, verfrühenglischt, sonderpädagogisiert, qualitätsgemänätscht, basisstufisiert, chancengleichgeschaltet, leitbildisiert, integriert und ideologisiert ist und die lieben Eltern auch noch ihren Senf dazu gegeben haben, ist das schulische Niveau unter die Zimmertemperatur bei einem Brennerausfall im Hochwinter gesunken. (bin ehemaliger Lehrer mit 40 Jahren Berufserfahrung) Antworten
Ich bin froh, dass wir in Schaffhausen wohnen wo es noch Sonderschulen gibt. Unseren Sohn wäre in eine integrative Schule massloss überfordert und sein selbstwertgefühl wäre nicht vorhanden gewesen. Jetzt aber bekommt er eine Chance die Lücke zu den durchschnittlichen Kindern zu schliessen und kann vielleicht in 1 oder 2 Jahren wieder im normalen Schulprogramm einsteigen. Antworten
Wenn Schulsyteme verglichen werden, sollten die Resultate nach abgeschlossener Berufsausbildung verglichen werden und nicht punktuelle Grappa-Einsichten. Im Tessin wo die Kinder 9 Jahre zusammen in einer Klasse sind, wurden gute Erfahrungen gemacht. Wenn schwächere mit leistungsstarken Kindern zusammen arbeiten lernen, dürfte das eine gute Basis für das Berufsleben bieten. Antworten
Als Vater eines hochbegabten Sohnes war ich schockiert wie hilf-und rezeptlos die Schule versuchte meinen Sohn mit allen möglichen und unmöglichen Versuchen zu fördern. Nach 9 Monaten in der 1. Klasse habe ich die Notbremse gezogen und ihn in eine Privatschule gegeben. Dort ist er nun seit 4 Jahren glücklich und mit seinem Erlernten der Volksschule weit voraus. Antworten
Und wo bleibt die Kritik daran, dass heute nur noch Frauen unterrichten? Wenn wir eine Schule nach altem Muster wollen, dann müsste DRINGEND dafür gesorgt werden, dass wieder mehr Männer zu Lehrern werden. Ist das für Frau Blocher eine Nebensächlichkeit? Oder ist sie da ganz ausnahmsweise am Ende ihres Lateins? Antworten
Meine Tochter ist froh, dass sie nicht nur die eine Hauptlehrerin hat, weil diese nämlich bei den Schülern wesentlich weniger belieb ist als die anderen Fachlehrerinnen. Zudem spricht meine Tochter dank dem heutigen Schulsystem viel besser Englisch als ich das jemals früher von Schülern gehört habe. Die heutigen Schüler lernen eindeutig mehr als früher. Antworten
@ Riiic Martinez, Was soll dieser destruktive, gehässige Kommentar über Frau Blocher zum Thema der verfehlten Schulreformen beitragen?? Gar nichts. Leider hat sie zu 100 % recht, und es ist gut, dass sie sich für eine Wiedergesundung der Schulverhältnisse einsetzt. Antworten
bis in die fünfiziger Jahre gab es ohnehin keine Sonderschüler, sondern es wurden (wie heute) alle Schüler in einer Klasse unterrichtet. Die so erzogene Generation hat den heutigen Wohlstand in der Schweiz erarbeitet, so schlecht kann dies also nicht gewesen sein. Antworten
Unser Schulsystem ist ein Fiasko. Die Lehrer sind den (An)forderungen nicht gewachsen. Darum wollen und befürworten sie das Job-Sharing - am liebsten 20 - 40%. Damit entfällt grösstenteils die Verantwortung, d.h. falls es schief läuft ist immer der/die Andere zuständig... Das Gleiche erleben wir in Alters-/Pflegeheimen. Eine Bekannte sagte zu mir: Mein Erstklässler hat sieben Lehrpersonen! Antworten
Aber leider glauben gewisse Menschen, sie würden alles besser wissen aufgrund ihrer eigenen Eindrücke, die aber mitnichten objektiv sind. Deshalb liebe TraditionalistInnen: kümmert euch um euer kulturelles Gedankengut und überlasst solche Diskussionen lieber SpezialistInnen, die wenigstens eine Ahnung davon haben und nicht glauben, ein einzelner Eindruck spreche für die gesamte Situation in der CH Antworten
Das von S. Blocher geforderte Schuldmodell unterstützt gerade eben diese Segregation, da ArbeitgeberInnen kaum Menschen mit tiefem schulischen Niveau einstellen wollen. Des Weiteren ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder in gemischten Klassen mehr gefördert werden, da sie sich in einer lehrreicheren Umgebung befinden und dadurch auch die Möglichkeit haben, sich intellektuel weiterzuentwickeln. Antworten
Mein Sohn konnte die 1. bis 3. Klasse noch bei einem Klassenlehrer der "alten Schule" besuchen. Seit der 4. Klasse kommt er leider auch in den Genuss der beschriebenen Lehrtätigkeit. Vor einiger Zeit hatte die Klasse meines Sohnes einen schulfreien Tag. Geschlossen hat die ganze Klasse Ihren ehemaligen Klasslehrer besucht und sich erkundigt wann Sie wieder zu Ihm in die Schule gehen dürfen.Fragen Antworten
@Walter Keller Walter: Sie sagen es! Und nur noch schnell den Bericht über die Jugendgewalt lesen und etwas denken! Wir folgten zu lange der Wirtschaft. Das Soziale verliert weltweit an Wert. Wundert sich da noch einer? Irgendwann ist Pisa auch nix mehr Wert. PS: den berühmten Turm musste man auch stabilisieren! Antworten
Danke Frau Blocher, ich unterschreibe jedes Wort von Ihnen! Ich bin pensionierter Lehrer und habe erlebt, wie die ganze Schule verwässert wurde. Ich kann nur Gotthelf zitieren: "Wenn man zu viel an der Schule herumdoktert, dann wird sie verdoktert." Und die Schule ist schon sehr verdoktert! Antworten
Nicht alle Menschen sind gleich, aber alle haben gleiche Rechte, und alle Menschen sollen an unserer Gesellschaft teilnehmen. Wie hat sich denn das Modell mit Sonderschule auf die Integration von Menschen mit Behinderung ausgewirkt? Fr. B's Zeuge für den Unmut über das neue Modell ist ein Grossvater, nicht ein Lehrer und auch kein Schüler. Gebt dem Modell eine Chance und lasst Betroffene urteilen. Antworten
Die heutige Schulsysteme in der Schweiz sind längst nur noch ein trauriges Fiasko. Da streiten und behaupten sich studierte Erwachsene, Behörden und Kommissionen -und wissen selbst nicht mehr was eigentlich noch gut und schlecht ist. Das alles auf dem Buckel der Kinder und den verunsichterten Eltern. Kein Wunder dass jugendliche ihren Aggressionen freien Lauf lässt -Der Bumerang kehrt zurück! Antworten
Nach 30 Jahren als Primarlehrer hatte ich in den letzten 6 Jahren nichts mehr mit der Schule zu tun. Gegenwärtig erhalte ich zufällig wieder einen Einblick in die Schule. Ich bin erschüttert, wie die Qualität in diesen wenigen Jahren gesunken ist, als Folge der vielen ideologischen Reformen, die vollständig an den Bedürfnissen der Kinder vorbeizielen! Antworten
Ressourcen fördern Ich vertrete sehr oft andere Ansichten, als Frau Blocher. Ihre Meinung zur Primarschule teile ich jedoch voll und ganz. Ich bin überzeugt, dass unsere Kinder dann am Besten gefördert werden, wenn das entsprechend ihren Ressourchen geschieht und sie nicht für bald jedes Fach eine neue Bezugsperson haben. Weshalb wird nur noch auf integrative, schulische Förderung gesetzt ? Antworten
In der heutigen Primarschule werden individuelle Bedürfnisse der Kinder zu stark berücksichtigt. Das Schulwesen fördert somit ein extrem individualistische Denken, wonach jeder Mensch seine Ansprüche massgeschneidert erfüllt haben möchte. Der Begriff des Kollektivs geht verloren. Die Marktwirtschaft hat diese Entwicklung schon längst wahrgenommen und verdient kräftig damit. Antworten
Ein sehr intelligenter, kompetenter und sachlicher Artikel. Wenn man die Entwicklung der Kinder der Familie Blocher verfolgt, scheint das "Blocher-Prinzip" auch in der Erziehung und Ausbildung von jungen Leuten nachahmungswert zu sein. Junge Leute sollen solide ausgebildet und erzogen werden, damit sie den Herausforderungen unserer Zeit optimal gewachsen sind. Antworten
Kinder, die in einer Sonderschule gewesen sind, haben leider auch später daran zu "nagen", auch im Bezug auf die Berufswahl. Deshalb wurde ja die integrative Schulungform eingeführt! Eigentlich wäre eine komplette Schulreform das Beste, um allen Kindern gerecht zu werden . sprich: es müsste vorallem mehr Geld in die Bildung investiert werden! War die Schule vor 100 Jahren wirklich besser??? Antworten
Dieser Artikel gibt mir sehr zu denken. Ich bin pensionierter ehemaliger Gesamtschullehrer an der Primarschule (1.-8.Kl. und 1.-6.Kl.) mit 12 bis 43 Schülern, ohne jegliche "Hilfe" von Spezialisten. Schüler aus unseren ehemaligen "Gesamtschulen" machten auch ihre Karrieren. Geht es in den modernen Schulen ums Wohl der Kinder? Ist heute das kognitive Lernen (Pisa!) wichtiger als das soziale? Antworten
Recht hat sie, die Frau Blocher. Unsere Lehrer sollten ihre Zeit und Kraft mal wieder primär für das Unterrichten einsetzen können statt nur zu koordinieren und in Besprechungen zu sitzen. Der Fehler liegt aber nicht bei den Lehrern sonderen bei den Behörden und Politikern, die solchen Unsinn fordern. Antworten
Frau Blocker ist mit der heutigen Realität im Klassenzimmer nicht vertraut. Wir haben bei unseren vier Kindern mit der integrativen Schulform über eine Zeitspanne von 12 Jahren ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Unglücklich sind wir mit den von der SVP getriebenen Sparmassnahmen, die unsere Schule zum Mehrklassensystem zwingen. Mehrere Lehrer unterrichten nun mehrere Jahrgänge im selben Zimmer! Antworten
In diesem speziellen Thema Volksschule stimme ich Frau Blocher zu. Es stimmt, dass integrativer Unterricht eine Gleichmacherei ist die der Einmaligkeit jeden menschlichen Lebens keine Rechnung trägt. Schulen müssen wieder auf das Leben in allen Facetten vorbereiten. Darum müssen neben Frontalunterricht auch neuere Unterrichtsformen (z.B. PBL, Projektunterricht, Workshops etc.) gewählt werden. Antworten
Hervorragender Beitrag. Meine Soehne besuchten noch eine Gesamtschule (1. bis 6.Kl.), bin selbst 74 und sage, was damals machbar ist heute undenkbar, wird aber in anderer Weise, wie gut beschrieben, praktiziert und ist eine Zumutung an Kinder wie Lehrer. Lebe heute in Griechenland und erlebe was ein schlechtes Schulsystem bedeutet. Privatstunden und Benachteiligung wenn dafuer kein Geld ! Schlimm. Antworten




Paul Breitenmoser
Wir haben zu viele 'Bildungswissenschaft-Studierte', welche Zeit und Raum bekommen neue Ideen/Schulmodelle zu kreieren. Theoretische Modelle werden hochstilisiert und als 'Lösung' präsentiert. Die Erfahrungen an der Front sind nicht gefragt. 'Integration' ist das Zauberwort unserer Zeit, ob sinnvoll oder nicht. Wer ihr nachlebt ist 'in', die andern 'out'. Der 'Schwächere' wird kaum profitieren! Antworten