Schweiz

«So werden nur die Arbeitnehmer bestraft»

Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 12.08.2011 9 Kommentare

Müssen wir wegen der Frankenstärke länger arbeiten? Der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes widerspricht dem Chefökonomen von Economiesuisse.

«Mit längeren Arbeitszeiten werden die Arbeitnehmer für die Frankenstärke bestraft»: Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes.

«Mit längeren Arbeitszeiten werden die Arbeitnehmer für die Frankenstärke bestraft»: Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Der Chefökonom von Economiesuisse, Rudolf Minsch, appelliert in Interviews an die Schweizer Arbeitnehmer, Arbeitszeiterhöhungen von bis zu zwei Stunden in der Woche in Kauf zu nehmen. Dies sei immer noch besser als eine Lohnsenkung.

Dem widerspricht jetzt der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes, Daniel Lampart. «Minsch sitzt im falschen Film», sagt er. Die Aufwertung des Frankens betrage 20 bis 30 Prozent. «Mit zwei Stunden pro Woche länger arbeiten werden nur die Arbeitnehmer für die Frankenstärke bestraft. Die extreme Frankenbewertung kann man damit in keiner Weise ausgleichen.»

Es gebe in der Schweiz keine zehn Firmen, die ihre Belegschaft länger arbeiten lassen, sagt Lampart weiter. Nur die Nationalbank könne wirksame Massnahmen gegen die Frankenstärke ergreifen. Wenn es ihr nicht gelinge, das Blatt zu wenden, befürchtet Lampart «Entlassungen im grossen Stil». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.08.2011, 18:18 Uhr

9

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

9 Kommentare

Ronnie König

12.08.2011, 19:00 Uhr
Melden 68 Empfehlung

Da gehe ich mit den Gewerkschaften einig. Wenn in diesen 2h mehr gearbeitet wird, das Produkt aber wegen der Frankenstärke schlecht läuft, wo ist dann der Sinn? Weniger Gewinn gibt halt für die Besitzer weniger Geld zum Horten. Eher ist die Kurzarbeit gefragt, verbunden mit einer Steuergutschrift, damit Arbeitsplätze und Knowhow erhalten bleiben. Und die Stimmung! Antworten


Marie V.Roth

12.08.2011, 20:33 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Man sollte die Aussagen von Herr Miesch nicht überbewerten;-) Was er eigentlich sagen wollte, als Vasalle des blocherschen Chörleins: Die Steuern müssen gesenkt werden. Er meint damit die Unternehms(gewinn) steuern. Das andere war Zugemüse..:-) Das könnte den Herr so passen halt. Wenns rund läuft, den Gewinn in die Tasche, wenns harzt den Verlust dem Staat. Wie immer übrigens. Weitermachen L/R. ! Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.