Schweiz

Solidarität mit den Geiseln: «Schweizerfahne aus dem Fenster hängen»

Von Claudio Habicht. Aktualisiert am 03.09.2009 3 Kommentare

Morgen organisiert der Genfer SVP-Gemeinderat Stéphane Valente eine Demonstration für die Geiseln in Libyen. Wer nicht kommen könne, soll sich solidarisieren: mit Schweizerkreuz-T-Shirts oder Fahnen.

«Wir müssen den Familien der Festgehaltenen zeigen, dass sie nicht alleine sind»: Stéphane Valente.

«Wir müssen den Familien der Festgehaltenen zeigen, dass sie nicht alleine sind»: Stéphane Valente.

Nur wenige kennen das Schicksal der Geiseln in Libyen so gut, wie Stéphane Valente – obwohl er weder Max Göldi noch Rachid Hamdani zuvor gesehen hat. Nach ihrer Festnahme in Tripolis vor einem Jahr war der SVP-Gemeinderat aus dem Genfer Vorort Vernier einer der Ersten, die sich für sie interessierte: In seinem Blog macht er sich für ihre Freilassung stark. Darauf meldeten sich die Festgehaltenen bei ihm – ein regelmässiger Mail-Kontakt entstand, der bis einen Tag nach dem Kniefall von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz in Libyen andauerte.

Nun ruft Valente in seinem Blog dazu auf, morgen Mittag auf dem Place des Nations in Genf für die Freilassung der Geiseln zu demonstrieren. «Wir müssen den Familien der Festgehaltenen zeigen, dass sie nicht alleine sind», sagt er. Bereits im April hatte Valente einen Schweigemarsch organisiert. Damals nahmen jedoch nur rund 30 Personen teil. Er vermutet, dass nur so wenige Sympathisanten kamen, weil er ein SVP-Politiker ist. «Diesmal sind es hoffentlich mehr: Wir Schweizer müssen uns solidarisieren. Egal, welchem Landesteil und welcher Partei wir angehören.»

Anteilnahme als wichtiges Element

Valente will möglichst viele Leute mobilisieren: «Wer nicht kommen kann, soll eine Schweizerfahne aus dem Fenster hängen oder ein T-Shirt mit einem Schweizerkreuz anziehen», fordert er. Die Anteilnahme sei wichtig, da das Hin und Her für die Geiseln «psychisch schwer zu ertragen» sei. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.09.2009, 15:23 Uhr

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3 Kommentare

Hans Daniel Schürch-Tal

03.09.2009, 17:36 Uhr
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Eine Schweizerfahne als Solidarität mit den zwei Mitbürgern ist ein gutes Zeichen in dieser Zeit! Vielleicht gehen nun endlich unseren Gutmenschen mit ihren "Menschenrechtsverletzungs-Phobien" die Augen auf. Hier haben wir ein eindrückliches Beispiel, wie arabische Machthaber mit Ehrenworten u. Versprechungen konkretumgehen! Vielleicht kann dadurch auch die Lage Israels besser verstanden werden! Antworten


Peter Köchli

03.09.2009, 17:39 Uhr
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Ein Boykott von Tamoil täte Lybien mehr weh... Antworten



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