Schweiz

Sorgen wegen nächstem Prämienanstieg

Aktualisiert am 28.04.2009

Der nächste Anstieg bei den Krankenkassenprämien zwingt die Leserinnen und Leser zum Sparen. In der Umfrage zum Schweizer Gesundheitssystem auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet sprechen sich die Teilnehmer weiter gegen die Pauschale beim Arztbesuch aus.

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Weitere Ergebnisse

Online-Umfrage auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet
Thema: Schweizer Gesundheitssystem
Online vom 23.-25. April 2009
600 Teilnehmer

Wer weniger medizinische Hilfe in Anspruch nimmt, soll mit tieferen Prämien belohnt werden. Ein guter Vorschlag?

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Patienten sollen pro Arztbesuch eine Pauschale von 30 Franken bezahlen. Sind Sie damit einverstanden?

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Die meisten Umfrage-Teilnehmer (31 Prozent) haben eine Franchise von 300 Franken, gefolgt von 2500 Franken (24 Prozent) und 1500 Franken (17 Prozent).

Bei der Spital-Zusatzversicherung wählten 34 Prozent die freie Spitalwahl für die ganze Schweiz. 21 Prozent wählten Halbprivat, 16 Prozent Privat. Gar keine Spital-Zusatzversicherung wählten 29 Prozent.

Die Krankenkassenprämien schmerzen das Portemonnaie. 47 Prozent der Leserinnen und Leser antworteten in der Online-Umfrage zum Schweizer Gesundheitssystem auf Newsnetz/tagesanzeiger.ch, dass ihnen die Kosten im Haushalts-Budget Probleme bereiten. Mit dem für 2010 angekündigten Prämienanstieg von über zehn Prozent wird sich die Situation weiter verschärfen: 56 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sehen sich dann gezwungen, im Haushalt an anderen Orten zu sparen.

Freie Arztwahl zentral

In der Online-Umfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet kommen zwei Vorschläge zur Senkung der Prämien nicht gut an: 51 Prozent sind dagegen, dass Personen, die weniger medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, mit tieferen Prämien belohnt werden. Zum anderen ist 54 Prozent die Wahl der Mediziner sehr wichtig. Diese Freiheit möchten sie nicht zu Gunsten von tieferen Prämien aufgeben. Dies ermöglichen Krankenkassen den Versicherten, wenn man im Gegenzug Ärzte und Spitäler ihrer Wahl besucht.

Mehrheit nutzt alternative Medizin

71 Prozent achten darauf, dass sie bei der Beschaffung von Medikamenten günstigere Generika kaufen. 56 Prozent der Teilnehmer haben schon einmal alternative Medizin genutzt. Bei der Frage, ob die Komplementärmedizin in die Grundversorgung aufgenommen werden soll, herrscht jedoch Gleichstand: 50 Prozent sind dafür bzw. dagegen.

Das deutlichste Resultat zeigt sich bei der Artzbesuch-Pauschale: 72 Prozent sind dagegen, dass Patienten pro Besuch 30 Franken bezahlen sollen. 46 Prozent glauben, dass es in der Schweiz zu viele Spitäler hat. Nur 39 Prozent denken, dass die Ärzte in der Schweiz zu viel verdienen. (ah)

Erstellt: 28.04.2009, 23:26 Uhr

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