Sozialversicherungen mit kleinem Anlagegewinn
Aktualisiert am 14.02.2012 10 Kommentare
Artikel zum Thema
- «Unsere Sozialwerke brauchen eine Schuldenbremse»
- «Eine IV-Rente allein macht nicht glücklich»
- Die seltsamen Methoden der Privatversicherungen
- Das teure System der Pensionskassen
- «Die Vollkasko-Mentalität ist hierzulande bei weitem nicht so verbreitet»
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die Nettorendite auf dem Gesamtvermögen der Schweizer Sozialwerke belief sich im letzten Jahr auf 1,2 Prozent. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr, als die Ausgleichsfonds eine Rendite von fast fünf Prozent erreichten. Marco Netzer, Verwaltungsratspräsident der Ausgleichsfonds, begründet den Rückgang mit den schwachen Aktienmärkten, den historisch tiefen Zinsen und der Eurokrise.
Angesichts dieser Umstände sei man auch mit einer etwas bescheideneren Rendite zufrieden, sagte Netzer heute in Zürich. Die Währungskrise veranlasste die Sozialversicherungen Mitte Jahr, für viel Geld eine Währungsabsicherung auf Euro und Dollar zu kaufen, um sich vor einer weiteren Aufwertung des Frankens zu schützen.
SNB durchkreuzt Absicherungsstrategie
Anfang September legte die Schweizerische Nationalbank (SNB) aber eine Untergrenze von 1.20 Franken pro Euro fest, womit der Höhenflug des Frankens ein Ende hatte und die eben gekaufte Absicherung hinfällig wurde.
Insgesamt betrug das Vermögen der Sozialversicherungen im letzten Jahr 25,46 Milliarden Franken. Angelegt wurden davon 22,6 Milliarden Franken. Der Anteil des Anlagevolumens in Aktien wurde im Laufe des Jahres reduziert, ebenso jener in Zinsanlagen aus Fremdwährungen, beide zugunsten von Zinsanlagen in Schweizer Franken.
«Wir bleiben vorsichtig»
Eine Prognose für das laufende Jahr wagt Netzer nicht abzugeben. Die ersten zwei Monate des Jahres 2012 seien zwar positiv verlaufen, weil sich die Aktienmärkte leicht erholt hätten. Aber das «Risiko Europa» sei nach wie vor vorhanden.
Was das Anlageverhalten der AHV, IV und EO betrifft, verfolge man aber auf alle Fälle die bisherige Politik. «Wir bleiben vorsichtig», sagte Netzer.
Die Ausgleichsfonds der AHV, IV und EO haben die Aufgabe, für eine gemäss eigenen Angaben «marktgerechte Rendite» beim Vermögen der Sozialversicherungen zu sorgen und die nötige Liquidität sicherzustellen. Sie sind nicht Teil der Bundesverwaltung, sondern arbeiten selbstständig im Auftrag des Bundes. (rub/sda)
Erstellt: 14.02.2012, 16:06 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
10 Kommentare
Schweiz
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten



