Stimmbeteiligung fällt unter 40 Prozent
Letztmals weniger als 40 Prozent betrug die Beteiligung am 24. Februar 2008, als 38,7 Prozent zur Unternehmenssteuerreform und zur Volksinitiative gegen Kampjetlärm Stellung nahmen. Am 17. Juni 2007 hatten sich gar nur 36,2 Prozent für die 5. IV-Revision interessiert.
Bei den letzten drei Urnengängen vor diesem Wochende wurden deutlich mehr Zettel ausgezählt. Geschäfte wie die Volksinitiativen zur Einbürgerung, zur Unverjährbarkeit von Sexualdelikten an Kindern und für ein flexibles AHV-Alter mobilisierten rund 45 Prozent.
Europapolitische Vorlagen mobilisieren das Volk
An der Abstimmung vom 8. Februar 2009 über den freien Personenverkehr mit der EU nahmen mit 51,4 Prozent sogar erstmals nach über drei Jahren wieder mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten teil. In jüngerer Zeit sorgten immer wieder europapolitische Vorlagen für eine respektable Beteiligung.
Die höchste Quote meldete auch diesmal mit verhältnismässig bescheidenen 59,0 Prozent der Kanton Schaffhausen, wo früher einmal eine «Stimmpflicht» galt. Schon deutlich distanziert folgte Basel- Stadt mit 45,9 Prozent.
Am geringsten war das Interesse mit 26,3 Prozent im Kanton Glarus. Beteiligungen von unter 30 Prozent meldeten auch der Jura (27,9) und Appenzell Innerrhoden (29,9), knapp darüber lagen das Tessin (32,4) und Freiburg (32,5). (bru/sda)
Erstellt: 17.05.2009, 16:17 Uhr
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