Schweiz
Tariq Ramadan darf wieder in die USA reisen
Aktualisiert am 20.01.2010 5 Kommentare
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Islamwissenschaftler Tariq Ramadan und ein weiterer muslimischer Professor, Adam Habib, sollten auf Antrag wieder US-Visa erhalten, teilte das Aussenministerium in Washington mit. Tariq Ramadan wurde mit Schriften und Reden über einen selbstbewussten Islam in Europa bekannt und ist vor allem bei jungen Muslimen sehr beliebt. Die USA verwehrten ihm erstmals 2004 die Einreise, kurz bevor Ramadan in Indiana einen Lehrauftrag an der Universität Notre Dame annehmen wollte. Weitere Anträge auf ein US-Visum wurden mit der Begründung abgelehnt, dass er einmal rund 1.300 Dollar an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet habe, die die radikalislamische Hamas unterstützt.
Obwohl der in Genf geborene Ramadan sich stets gegen Gewalt ausgesprochen hat und für eine Integration der Muslime ohne Assimilierung wirbt, ist sein Wirken auch in Europa durchaus umstritten. Auf Kritik stiess unter anderem, dass er bei einem Fernseh-Auftritt im Jahr 2004 lediglich ein Moratorium, nicht aber ein Verbot der in einigen islamischen Ländern praktizierten Steinigung von Frauen empfahl. 2009 wurde ihm eine Gastprofessur an der Erasmus-Universität von Rotterdam entzogen, als bekannt wurde, dass Ramadan eine englischsprachige Sendung im iranischen Fernsehen moderierte.
Ramadan will an Konferenz in New York
Der Islamwissenschaftler, der gegenwärtig an der Universität Oxford lehrt, begrüsste in einer vom amerikanischen PEN-Zentrum verbreiteten Erklärung die Entscheidung des US-Aussenministeriums. Das PEN-Zentrum teilte mit, es wolle in Zusammenarbeit mit Ramadan eine Konferenz in New York organisieren.
Der Südafrikaner Adam Habib lehrt an der Universität von Johannesburg. Er wurde erstmals im Oktober 2006 an der Einreise in die USA gehindert, die USA warfen ihm Verbindungen zum internationalen Terrorismus vor. Habib hat den Irak-Krieg scharf kritisiert. (pfs/bru/sda/ddp/)
Erstellt: 20.01.2010, 22:38 Uhr
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5 Kommentare
Tariq Ramadan vertritt die "da'wa", eine isalmische Mission mit dem Ziel, dass alle Europäer freiwillig den Islam annehmen. Dieser Weg grenzt sich klar ab vom gewalttätigen "dschihad", doch das Ergebnis läuft auf das gleiche hinaus. Nein Herr Ramadan, die Mehrheit der Europäer möchte nicht den Islam annehmen. Antworten
Anscheinend werden nur Leute als gefährlich eingestuft, die ungehemmt Hass und Gewalt predigen. Wer aber die Steinigung von Frauen usw. nur suspendieren, nicht aber verbieten will, wird wohl auf eine schleichende Islamisierung hinarbeiten. Weil viele Leute nur kurzfristig denken, haben sie nichts dagegen, wenn solche Leute Uni-Lehrstühle bekommen. Unter Bush wäre sowas wohl nicht passiert. Antworten
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Edy Gerber
Dass sich die Bevölkerung des Westens freiwillig zum Islam bekehrt, ist aussichtslos. Das wissen auch die Moslems. Daher fahren sie eine Salamistrategie: Durch diskreten Druck hinter den Kulissen sollen unsere Gesetze islamtauglich gemacht werden. Man sucht die Opferrolle, nutzt unsere Sozialleistungen für Kinderreichtum, um mehr Einfluss zu gewinnen. Gewisse Moslems geben das offen zu. Antworten