Tierschützer drohen mit vergifteten Würsten

Das Tessiner Radio RSI und die Tageszeitung «Corriere del Ticino» erhielten am Freitagmorgen Briefsendungen mit manipulierten Fleischpackungen. Die Bevölkerung ist beunruhigt.

Die angeblich vergifteten Wurstwaren wiesen Einstiche auf und waren mit «Animal Rights Militia» unterzeichnet. Die Tessiner Polizei rief dazu auf, sichtbar manipulierte Fleischpackungen zurückzugeben. «Wenn ihr gerne Fleisch habt, esst dieses, wir haben im Tessin mehrere Fleischsorten vergiftet», lautete die angefügte Botschaft der militanten Tierschützer, wie Radio RSI berichtet. Die Wurstwaren seien dem Kantonslabor übergeben worden, bestätigte die Tessiner Kantonspolizei. Sie forderte die Bevölkerung auf, sichtbar manipulierte Fleischpackungen in den Läden zurückzugeben, damit diese der Polizei übergeben werden könnten. Die vor zwei Jahren in Sachen «Animalisti» gebildete Sondereinheit der Polizei leitete eine Untersuchung ein. Teile der Bevölkerung sind beunruhigt.

Die Gruppierung «Animal Rights Militia» (ARM) wurde 1982 erstmals bekannt, als sie Bombendrohungen an die damalige englische Premier-Ministerin Margaret Thatcher schickte. Im Tessin war auch die ebenfalls bekannte «Animal Liberation Front» (ALF) aktiv, die sich Anfang 2007 im Raume Bellinzona zu drei Brandanschlägen auf Lieferwagen von Metzgereien bekannt hatte. (vin/ap)

Erstellt: 18.12.2009, 19:36 Uhr

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