Ueli Maurer will offenbar seinen Rüstungschef entlassen
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Der Verteidigungsminister versuche, in seinem Departement ein rückwärtsgewandtes Armeekonzept durchzusetzen, sagen Kritiker. Maurer gewichte den SVP-Forderungskatalog höher als die Anliegen des Gesamtbundesrates. Maurer reagiert nun auf die Kritik und erhöht den Druck in seinem Departement, wie die «Neue Zürcher Zeitung» heute schreibt. Vor wenigen Tagen hat er seinem Rüstungschef Jakob Baumann eröffnet, dass er ihn entlassen wolle. Dies bestätigten mehrere zuverlässige Quellen gegenüber der NZZ, darunter zwei Bundesparlamentarier.
Maurer habe dem Rüstungschef ein Jahresgehalt und den Posten des Pariser Militärattachés in Aussicht gestellt. Baumann will aber offenbar nicht auf den Tauschhandel einsteigen. Er wollte sich gegenüber der Zeitung nicht zu diesem Thema äussern – Maurer liess ausrichten, dem Verteidigungsdepartement (VBS) sei davon nichts bekannt.
Neue Armee mitgestaltet
Baumann gilt innerhalb des VBS als Verfechter der internationalen Kooperation der Armee, ebenso befürwortet er Militärkonzepte, die auf neue Bedrohungsszenarien ausgerichtet sind. Er leitete die Projekte Armeeleitbild XXI und Generalstab XXI. Seit 2004 wirkte er als Chef des Planungsstabs der Armee. Im Juni 2008 ernannte ihn der Bundesrat zum Rüstungschef. Als solcher setzt er sich aktiv für eine mindestens teilweise Anschaffung neuer Kampfflugzeuge ein. (cha)
Erstellt: 30.03.2010, 10:12 Uhr






