Umfrage zeigt Tendenzen für IV-Abstimmung
Aktualisiert am 21.08.2009 8 Kommentare
Die Befürworter der befristeten Mehrwertsteuer- Erhöhung für die Invalidenversicherung (IV) haben einen Vorsprung auf die Gegner. Wäre schon letztes Wochenende über die IV- Zusatzfinanzierung abgestimmt worden, hätten 51 Prozent der Vorlage zugestimmt.
27 Prozent hätten die Vorlage, die am 27. September zur Abstimmung kommt, abgelehnt. 22 Prozent waren noch unentschlossen. Das zeigt die Umfrage der SRG SSR idée suisse, die das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 10. und 15. August bei 1223 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt hat.
Die SVP-Anhänger tendieren zum Nein
Das Ergebnis der Umfrage widerspiegelt bei der IV-Abstimmung weitgehend die Parolen der Parteien. Die Anhängerschaften aller grossen Parteien befürworten die Vorlage, lediglich bei der SVP, welche die Nein-Parole beschlossen hat, gibt es eine mehrheitliche Ablehnung.
Am stärksten ist das Ja im links-grünen Lager: bei den Grünen liegt es bei 71 Prozent und bei der SP bei 59 (20 Prozent Nein), die CVP- Anhänger befürworten die Vorlage mit 58 Prozent (27 Prozent Nein), bei der FDP sind 50 Prozent für die IV-Zusatzfinanzierung (28 Prozent Nein). An der SVP-Basis überwiegt die Ablehnung: 43 Prozent würden Nein stimmen, 39 Prozent wären dafür.
Hohe Zustimmung in der Deutschschweiz
Nach Landesteilen betrachtet fällt die hohe Zustimmung zur IV- Vorlage in der Deutschschweiz auf. Hier hätten überdurchschnittliche 55 Prozent mit Ja gestimmt, 26 Prozent waren dagegen und 19 Prozent unentschlossen.
In der Westschweiz ist die Meinungsbildung weniger weit fortgeschritten: 33 Prozent wollten oder konnten sich nicht festlegen. 40 Prozent hätten Ja gestimmt und 37 Prozent hätten die Vorlage abgelehnt. Kritisch steht die italienischsprachige Schweiz der Vorlage gegenüber: Nur 34 Prozent sagten Ja, 41 Prozent votierten dagegen. 24 Prozent waren unentschlossen.
Beim Argumente-Test fiel vor allem eine Botschaft der Ja-Seite ins Gewicht: 75 Prozent der Befragten stimmten dem Argument zu, die IV sei angesichts von Schulden von 13 Milliarden Franken auf eine Zusatzfinanzierung angewiesen. Sogar 77 Prozent teilten die Auffassung, wenn die IV weiter Schulden mache, seien ihre Leistungen gefährdet.
Unschlüssigkeit bei zweiter Vorlage
Bei der zweiten Vorlage, über die am 27. September befunden wird - Verzicht auf die allgemeine Volksinitiative - herrscht viel Skepsis und Unschlüssigkeit: Rekordhohe 41 Prozent hätten nicht gewusst, was sie stimmen sollten, 40 Prozent lehnten die Vorlage ab und 19 Prozent hätten mit Ja gestimmt.
Laut gfs.bern deutet dies auf eine weit verbreitete Skepsis hin, die unter anderem auf die fehlende Kommunikation zurückzuführen sei.
Unter jenen Befragten, die eine Meinung äusserten, dominiert klar das Nein. Die Notwendigkeit der Abschaffung dieses erst kürzlich eingeführten Volksrechts wird laut der Befragung nicht geteilt, vor allem weil man kein echtes Problem darin erkenne. (sda)
Erstellt: 21.08.2009, 19:51 Uhr
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8 Kommentare
Immerhin konnte man durch die Ueberwachung dieser Länder mit Ausdehnung auf Südamerika u.dominikanische Republik 2.5 Mio einsparen;dies spricht Bände. Habe dies aus dem Artikel "IV-Kontrolleure im Kosovo bedroht" entnommen.Dann wäre die MWST-Erhöhnung vielleicht gar nicht notwendig.Wenn man das Problem nicht beim Grundübel (Betrug) packt, nützt auch eine MWST-Erhöhung gar nichts! Antworten
Sollen doch nur alle wieder zustimmen, befristete Erhöhung? Das glaubt ja keiner, aber alles wird teurer, so auch die Mwst Wir haben gelernt zu sparen und nicht die Einnahmen zu erhöhen auf dem Buckel der Steuerzahler oder nicht? Wir werdens ja sehen wies rauskommt....... Antworten






