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Behinderten-Plakate: Es war der Bund

Nach landesweiten Protesten erklärt die Invalidenversicherung des Bundes, warum sie Plakate mit diffamierenden Aussagen gegen Behinderte hat aufhängen lassen.

Soll Vorurteile abbauen: Die Kampagne der IV.

Soll Vorurteile abbauen: Die Kampagne der IV.

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Die Invalidenversicherung (IV) gehe mit der Plakatkampagne gegen Vorurteile vor, denen Behinderte im Alltag ausgesetzt seien, teilte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am Donnerstag mit.

Die Kampagne gehe von provokativen Thesen aus und münde später in eine positive Aussage. So solle die Bevölkerung sensibilisiert und die Rolle der Behinderten in der Arbeitswelt gestärkt werden.

Die Organisation «Pro Infirmis» hatte die jüngste Kampagne zu Beginn dieser Woche kritisiert und die damals noch unbekannten Urheber davor gewarnt - trotz gutem Willen - ein «Eigentor» zu schiessen. Auch wenn provokative Thesen letztlich ins Positive gedreht würden, so sei dies doch ein Spiel mit dem Feuer, das den Behinderten kaum einen langfristigen Erfolg bringe, schrieb die Organisation.

Fernsehspots in einer Woche

Der erste Teil der Plakate wurde zu Beginn dieser Woche in Umlauf gebracht, seit heute Donnerstag werden nun die positiven Aussagen nachgereicht. Eine Woche später soll dann diese so genannte Teaser-Kampagne auch noch mit Fernsehspots ergänzt werden. Die Kampagne ist laut BSV Teil eines auf mehrere Jahre angelegten Bündels von Sensibilisierungs- und Informationsmassnahmen und soll insbesondere den Wandel der IV von der Renten- zur Eingliederungsversicherung unterstützen, wie es in der Mitteilung heisst.

Eine erster Teil entsprechender Massnahmen war im Frühling 2008 lanciert worden. Er hatte zum Ziel, die berufliche Integration behinderter Menschen voranzutreiben und den allgemeinen Kenntnisstand über die IV zu verbessern. Im Juni 2009 wurde eine zweite Kampagne unter dem Motto «Eine Stelle - zwei Gewinner» ins Leben gerufen. (oku/ap/)

Erstellt: 05.11.2009, 12:27 Uhr

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