Schweiz

Umstrittener Klon-Forscher gewinnt Prozess

Aktualisiert am 19.09.2009

Hwang Woo-Suk, der in einen Ethik-Skandal verwickelt ist, hat sich in einem Patentstreit um das Klonen von Hunden durchgesetzt.

Hat Grund zur Freude: Hwang Woo-Suk.

Hat Grund zur Freude: Hwang Woo-Suk.
Bild: Keystone

Der südkoreanische Klon-Forscher Hwang Woo-Suk hat einen Patent-Prozess um das Klonen von Hunde gewonnen. Ein Bezirksgericht in Seoul urteilte am Freitag, dass sich Hwangs Klon-Techniken von denen unterschieden, welche die Universität Seoul patentierte. Dies teilten am Samstag Wissenschaftler mit, die mit Hwang zusammen arbeiten. Geklagt hatte das Unternehmen RNL Bio, das das Patent von der Hochschule erworben hatte. Hwangs Firma Sooam Biotech Research Center hatte bereits 2005 bekannt gegeben, erstmals einen Hund geklont zu haben. Die Kläger erwägen nun, in Berufung zu gehen.

Hwang ist wegen eines Ethik-Skandals umstritten. Er hatte 2005 zugegeben, für seine Forschung auch Eizellen seiner Mitarbeiterinnen benutzt zu haben, was Wissenschaftlern nach einer internationalen Übereinkunft aus ethischer Sicht untersagt ist. Nach dem Bekanntwerden seiner Verfehlung trat Hwang von allen offiziellen Ämtern zurück und mied lange den Kontakt mit der Öffentlichkeit. Weltbekannt wurde Hwang, als ihm im Februar 2004 als erstem Wissenschaftler gelang, mit Hilfe eines geklonten Embryos menschliche Stammzellen zu züchten. (vin/sda)

Erstellt: 19.09.2009, 14:13 Uhr

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