Vandalen haben es auf Erich J. Hess' Wahlplakat abgesehen
Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 10.03.2010 11 Kommentare
Verschandeltes Wahlplakat von Erich J. Hess vor dem Berner Wylerbad. (Bild: Leserreporter)
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Der Wahlkampf in der Stadt Bern für den Einzug in den Grossen Rat läuft etwas mehr als zwei Wochen vor dem Wahlsonntag auf Hochtouren. Ein auffälliger Teil für die politische Auseinandersetzung sind die Wahlplakate, die seit einigen Tagen überall aufgestellt sind. Wie in anderen Jahren sind einige davon bereits Opfer von Vandalenakten geworden. Das Gesicht von SVP-Stadtrat Erich J. Hess beispielsweise ziert auf einigen Plakaten in der Stadt Bern ein aufgemalter Schnauz oder eine aufgeklebte Augenbinde. Bei letzterem wurde zusätzlich der Text «Auf dem rechten Auge blind? Schau nicht weg» angebracht. Zudem wurde sein Name verunglimpft.
Erich Hess, der für den Grossrat kandidiert, kennt das Problem aus anderen Jahren und hat entsprechend vorgesorgt: «Ich habe der APG dieses Jahr doppelt so viele Plakate geliefert als gebraucht wurden», sagte Hess gegenüber bernerzeitung.ch.
Vor allem SVP- und BDP-Plakate
Die Berner Plakatgesellschaft hat von der Stadt Bern den Auftrag, die Wahlplakate zweimal in der Woche zu kontrollieren. «Im Moment ist die Vandalen-Situation noch nicht prekär», sagte Ernst Erismann, Leiter der APG-Filiale in Bern. Wieviele Plakate die APG bisher ersetzen musste, weiss Erismann nicht. Ziel der Vandalen seien vor allem Plakate der SVP oder der BDP, die an abgelegenen oder unbeobachteten Standorten hängen. Für die Kontrollen und das Ersetzen kommt die Stadt Bern auf.
Hess vermutet seine politischen Gegner hinter den Taten, sieht das Ganze jedoch sportlich: «Dadurch sieht man wenigstens, dass meine Politik wahrgenommen wird», sagte er. Die Täter zu finden, sei sehr schwierig, so Hess, darum verzichtet er vorläufig darauf, Anzeige zu erstatten. Aus den Vandalenakte der letzten Jahren hat Erich Hess gelernt: »Ich habe dieses Jahr viel mehr Leuchtkästen gemietet. Die haben eine Glasscheibe und man kann Schmierereien besser wegputzen.» Im Gegensatz zu Plakaten auf Ständern müssen die Politiker die Leuchtkästen selber berappen, erhalten aber einen grosszügigen Rabatt. So kosten diese je nach Standort ca. 300 Franken für 14 Tage. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.03.2010, 16:31 Uhr
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11 Kommentare
@ Markus Altdorfer Da wird doch wieder mal das mutwillige Zerstören der Plakate von politischen Gegnern gutgeheissen. Wie sie vielleicht schon bemerkt haben funktioniert die Demokratie so, dass nicht immer alle der gleichen Meinung sind - ob rechts links oder die Mitte. Wo kommen wir hin wenn jeder so denken würde wie sie ? Sie sind genau so intolerant was sie andersdenkenden unterstellen Antworten
Eine Partei die auf das Setzen von Grenzen und die Uebernahme von Verantwortung pocht, muss zwangsläufig auf die Generation der verwöhnten Kinder der 68er denen immer alles erlaubt war ohne für etwas verantwortlich sein zu müssen, wie ein rotes Tuch wirken. Toleranz und Respekt kann man nicht einfordern, ohne das es selbst seinen Kontrahenten zu gewähren, aber das ist wohl zu hoch für die Vandalen Antworten
Wen wundert es dass es meistens die rechten Parteien trifft? Die geben ja genug Anlass die Leute "verruckt" zu machen mit ihrer menschenverachtenden Politik! Aber natürlich ist das nicht in Ordnung was da passiert ist. Ich kann aber nachvollziehen dass Menschen sich sehr aufregen über rechtsradikale Parteien wie die SVP, SD usw.!!! Antworten
Erich, nims wie gewohnt gelassen. Narrenhände verschmieren Tisch und Bänke. Es gibt Menschen, die machen auf diese Weise ihren Intelligenztest. Negativwerbung ist die die erfolgreichste. Wetten, dass Du viele Wahlstimmen von Wählern erhältst, die charakterlich mehr zu bieten haben als diese Schmierfinken. Antworten
@Ziermann. Obwohl ich nicht grad an die Verschwörungstheorie glaube. Spätestens bei den nächsten Wahlen müssen auch andere Parteien den Goodwill der Journalisten erarbeiten. Aber ich finde es schön, wie der Bund jeden Tag ein Fensterli aus dem SVP Kalender öffnet und breiten Raum für ein schönes sportliches Gschichtli gibt. Antworten
@ Ziermann - Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die SVP so etwas nötig hätte !? Es ist nichts neues, dass linke autonome (vermummt) für solche Schmiererein verantwortlich sind. Das ist die einzige Möglichkeit für die Linken Gehör zu schaffen. Politisch gehts ja schlecht. Antworten
@P.A.Ziermann: ...und die Randale an den EDU-Veranstaltungen mit der deutschen Referentin letzte Woche ist natürlich auch von der SVP inszeniert worden, oder wie? Vandalen sind mitnichten generell apolitisch. Nur benennen sie sich halt etwas gehobener: "Linksautonome" zum Beispiel. Antworten
Ich bezweifle stark, dass das Verschmieren von Wahlplakaten "politischen" Gegnern in die Schuhe geschoben werden kann. Vandalen sind meistens ziemlich apolitisch, und gehen weder wählen noch abstimmen. Sie haben auch keinen politischen Auftrag. Auffällig ist es jedoch, dass hauptsächlich SVP-Plakate geschändet werden. Und da kommt eine Verschwörungstheorie in's Spiel. Könnte nicht die SVP selber? Antworten
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Paul Rohner
Andreas Dürig,wie recht Sie haben,wer Hass sät wird Zorn ernten.Wer Wahlplakate herunterreisst oder verunstaltet,zeigt sein wahres Gesicht,auch wenn er dies unerkant tut.,Warum nur,äussern sich plötzlich nicht SVP Wähler empört über diese Vandalenakte.Mit diesen Vandalenaktionen wurde Hass gesät und wird den Zorn vieler WählerInnen auslösen.Sie haben es anders rum gemeint. Wohl ein Rohrkrepierer. Antworten