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Verfahren gegen Derdiyok wegen schwerer Körperverletzung

Eine umfangreiche Untersuchung der Zürcher Staatsanwaltschaft steht kurz vor dem Abschluss.

Eren Derdiyok (22) spielte bei Old Boys Basel, danach mit dem FC Basel in der Super League. Der Schweizer Nationalspieler ist derzeit bei Bayer Leverkusen engagiert. (Bild: Keystone )

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Am Karsamstag 2009 kam es im Zürcher Nachtklub Kaufleuten zu einer Keilerei mit mehreren Beteiligten. Der Schweizer Kampfsportler M. T. (Name der Red. bekannt) wurde von einer Flasche am Kopf getroffen und erlitt schwere Verletzungen am linken Auge, auf dem er nach eigenen Angaben seither nur noch 10 Prozent des ursprünglichen Sehvermögens hat. Im «Blick» beschuldigte T. den damaligen FCB-Spieler Eren Derdiyok, ihm die Verletzungen zugefügt zu haben. Derdiyok dementierte, zugeschlagen zu haben. Er habe angekündigt, T. wegen Verleumdung zu verklagen. Kurz darauf wechselte Derdiyok zu Bayer Leverkusen, und es wurde ruhig um die Angelegenheit.

Beweisaufnahme noch dieses Jahr abgeschlossen

Die Zürcher Strafverfolgungsbehörden ermittelten aufgrund eines begründeten Anfangsverdachtes jedoch weiter. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, ist nach den ersten polizeilichen Befragungen der Beteiligten eine Strafuntersuchung wegen schwerer Körperverletzung gegen Eren Derdiyok eingeleitet worden. Das Verfahren dauert noch immer an. Der zuständige Staatsanwalt wollte sich auf Anfrage des TA nicht zum laufenden Verfahren äussern.

Laut Informationen des TA wurden die wichtigsten Zeugen und Beteiligten nach den polizeilichen Befragungen auch von der Staatsanwaltschaft einvernommen. Die Beweisaufnahme dürfte damit noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Körperverletzung erheben, droht Derdiyok eine empfindliche Strafe. Das Strafmass beträgt zwischen 180 Tagessätzen und 10 Jahren Freiheitsstrafe. Das Management von Derdiyok war gestern nicht erreichbar.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.07.2010, 18:37 Uhr

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20 Kommentare

Albert Inglin

28.07.2010, 17:13 Uhr
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Yvan Oertli@: Ich kann Ihren Worten nur beipflichten. Solange nichts bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung. Alles andere ist Käse. Mark Keller@: Sie sollten nicht alle Spieler in den gleichen Topf werfen. Auch ein Köbi Kuhn wurde im Nachtklub (Nacht von Oslo) erwischt und notabene vor einem wichtigen Spiel! Und ein Knup, Sutter etc. war in seiner Aktivzeit sicher auch mal im Ausgang! Antworten


Peter Müller

28.07.2010, 13:31 Uhr
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Komisch, bei Carly Hirschmann ist Mutter Justitia auch äusserst flexibel. Aber eben, es kommt halt immer darauf an, wessen Sohn man ist!? Antworten


Yvan Oertli

28.07.2010, 12:59 Uhr
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Nadja Rossi hat sich schon während der WM als Derdiok Hasser geoutet, nur weil dieser keinen Schweizer Namen wie Frei, Bünzli, Blocher oder eben Rossi trägt. Ihre Aussagen zeigen ihren Charakter. Und für die anderen Stammtischler die das nicht verstanden haben, es läuft eine UNTERSUCHUNG, die das klären soll. Das heisst, noch ist nichts bewiesen.Jede Vorverurteiliung nur des Namens wegen ist dumm Antworten


Mark Kelelr

28.07.2010, 11:20 Uhr
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@Thommen Ääh.. Vergleichen Sie sich doch bitte nochmals GANZ GENAU ihre Liste mit der meinigen. Fällt Ihnen ev. doch noch was auf? Antworten


Nadja Rossi

28.07.2010, 11:12 Uhr
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@ Tim Thommen: Mit Ihrer Bemerkung, dass Derdyiok in Nachtklubs nicht Vorbild sein muss, bin ich überhaupt nicht einverstanden. Ein Profi-Fussballer sollte nicht nur auf dem Fussballplatz, sondern generell Vorbild sein, insbesondere für die Jugend. Entscheidend ist das ganzheitliche Verhalten eines Menschen, will heissen auch, bzw. vor allem, der menschliche/charakterliche Aspekt! Antworten


Fritz Fueglistaller

28.07.2010, 10:49 Uhr
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Wieso wird hier schon wieder vorverurteilt und von Kuscheljustiz gejammert? Niemand kann beurteilen, was genau wie passiert ist. Es steht Aussage gegen Aussage, d.h. es ist noch nicht einmal klar, wie sich der Sachverhalt überhaupt abgespielt hat. Und trotzdem darf hier von einigen Kommentatoren unterschwellig schon wieder das Klischee vom prügelnden Secondo verbreitet werden. Bedenklich. Antworten


Hans Meier

28.07.2010, 10:22 Uhr
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@ Nadja Rossi Sie haben es wahrscheinlich nicht mitbekommen: Es werden auch Nicht-Promis mit Samthandschuhen angefasst, wenn es um "harmlose" Dinge wie Körperverletzung und Raub geht. 10 Jahre... ein Witz! Die Strafen der meisten Täter sind so gering, dass man sich an den Kopf langen muss. 10 Jahre hat noch nie jemand für eine derartige Tat bekommen - meistens gehts doch um Monate. Antworten


Chris Castelmur

28.07.2010, 10:11 Uhr
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Das dürfte ja wohl nicht einfach so losgegangens sein. Vielleicht provozierte der Kampfsportler ED zuerst? Wie auch immer. Wir wissen nichts und schon wird vorverurteilt. Antworten


tom greter

28.07.2010, 09:52 Uhr
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Schade, dass solche Dinge im Vorfeld immer so heiss gegessen und diskutiert werden in Medien. Und dann kommt plötzlich alles anders und die Aufregung war um nix (siehe Beispiel Triathlon Zürich). Die Medien sollten diesbezüglich ihre Verantwortung/Rolle gegenüber der Gesellschaft ein bisschen besser überdenken, bevor sie solche Artikel lancieren (und Personen abgestempelt werden). Antworten


edith casonato

28.07.2010, 09:40 Uhr
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Justitia wo bist Du? 10 Jahre für eine Schlägerei, 3 Jahre für ev. Vergewaltigung, Fahrausweisentzug und Busse für fahrlässig, in alkoholisiertem Zustand verursachte Verkehrsunfälle mit schweren Folgen usw.: sehr fragwürdige Verhältnismässigkeit! Antworten


Tim Thommen

28.07.2010, 09:39 Uhr
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@Keller: damals gab's auch noch keine Gratisblätter, Online-Zeitungen, Video-Handys, etc. Ansonsten ein zwei Helden von damals: Gascoigne, Vinnie Jones, Güntensberger, Gaudino, Maradona, Batistuta, etc. Ganz abgesehen davon hat es uns nicht zu interessieren was der Fussballer Derdiyok naben dem Platz treibt, schon gar nicht was er in Nachtklubs tut (dort muss er ja niemandem Vorbild sein...)! Antworten


Rosa Rossi

28.07.2010, 09:30 Uhr
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Ist den seine Schuld bewiesen? Will der Der Schweizer Kampfsportler M. T. vielleicht nicht einfach dem Erfolgreichen Derdiyok schaden? Vielleicht sind da ja noch alte Geschichten vorhanden! Oder Vielleicht auch nur Neid? Hauptsache man kann wiedermal auf einen Promi schiessen, Oder? Antworten


Eric Zeller

28.07.2010, 09:25 Uhr
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@ Nadja Rossi: Bitte fair bleiben. Im Moment läuft eine Untersuchung die den Tatbestand (hoffentlich) korrekt erfassen wird. Danach kommt es g.g.f. zu einer gerichtlichen Beurteilung. Also bitte keine Vorverurteilungen. Antworten


peter ess

28.07.2010, 09:12 Uhr
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Kampfsportler kriegt im Kaufleuten eins auf die Löffel ?? Sachen gibts ... Vorschreiber Keller versucht ohne Worte den Immigrationshintergrund anzusprechen ... gut gelungen, sehr intelligent. Dafür hat der VBS einen CH DNA Bombenleger zum Obersten befördert :-) --- die Secondos haben noch einen langen und mühsamen Weg vor sich. Lumengo hat aber den Braten gerochen und ist bestens integriert. Antworten


Peter Sauber

28.07.2010, 09:04 Uhr
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@Mark Keller; Du hast noch Mut, ich getraue mich nicht, aus Angst vor der Gedankenpolizei meine Gedanken zu äussern....... Antworten


Mike Müller

28.07.2010, 08:43 Uhr
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Da war doch mal was im Berner Oberland, mit dem Sepp Blatter FIFA Präsident. Da hat man auch hart zugegriffen und am Unfallort sofort das Nummerschild abgeschraubt. Antworten


Rolf Thaler

28.07.2010, 08:42 Uhr
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sehr gut gesagt, Herr Keller, nichts beizufügen. Antworten


Nadja Rossi

28.07.2010, 08:33 Uhr
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Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft Derdiyok nun nicht mit Samthandschuhen anfasst, sondern den Tatbestand gleich beurteilt, wie wenn die Anklage einen "Nicht-Promi" betreffen würde. Sozusagen nach dem Motto: Vor dem Gesetz sind alle gleich. Fussballprofis sollten Vorbilder für die Jugend sein. Derdiyok ist definitiv kein Vorbild! Hoffentlich wird er auch aus der Fussball-Nati ausgeschlossen! Antworten


Mark Keller

28.07.2010, 07:54 Uhr
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Tja, diese neuen Helden sind halt irgendwie nicht mehr so blütenweiss strahlend. Irgendwie kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, jemals solche geschichten von Leuen wie Botteron, Hermann, Geiger, Knup oder Sutter gehört zu haben. Aber wehe jemand denkt sich dabei was Böses, da kommt gleich Herr Kreis mit der grossen "R" Keule angerauscht.. Antworten


max arnold

28.07.2010, 07:23 Uhr
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Wieder mal grosses Gerede unserer Kuscheljustiz.. Was wird ihm schon passieren? Am Schluss hat die ganze Sache lediglich Steuergelder gekostet. Mehr nicht. Antworten



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