Verfahren gegen Derdiyok wegen schwerer Körperverletzung
Von Maurice Thiriet. Aktualisiert am 28.07.2010 20 Kommentare
Eren Derdiyok (22) spielte bei Old Boys Basel, danach mit dem FC Basel in der Super League. Der Schweizer Nationalspieler ist derzeit bei Bayer Leverkusen engagiert. (Bild: Keystone )
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Am Karsamstag 2009 kam es im Zürcher Nachtklub Kaufleuten zu einer Keilerei mit mehreren Beteiligten. Der Schweizer Kampfsportler M. T. (Name der Red. bekannt) wurde von einer Flasche am Kopf getroffen und erlitt schwere Verletzungen am linken Auge, auf dem er nach eigenen Angaben seither nur noch 10 Prozent des ursprünglichen Sehvermögens hat. Im «Blick» beschuldigte T. den damaligen FCB-Spieler Eren Derdiyok, ihm die Verletzungen zugefügt zu haben. Derdiyok dementierte, zugeschlagen zu haben. Er habe angekündigt, T. wegen Verleumdung zu verklagen. Kurz darauf wechselte Derdiyok zu Bayer Leverkusen, und es wurde ruhig um die Angelegenheit.
Beweisaufnahme noch dieses Jahr abgeschlossen
Die Zürcher Strafverfolgungsbehörden ermittelten aufgrund eines begründeten Anfangsverdachtes jedoch weiter. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, ist nach den ersten polizeilichen Befragungen der Beteiligten eine Strafuntersuchung wegen schwerer Körperverletzung gegen Eren Derdiyok eingeleitet worden. Das Verfahren dauert noch immer an. Der zuständige Staatsanwalt wollte sich auf Anfrage des TA nicht zum laufenden Verfahren äussern.
Laut Informationen des TA wurden die wichtigsten Zeugen und Beteiligten nach den polizeilichen Befragungen auch von der Staatsanwaltschaft einvernommen. Die Beweisaufnahme dürfte damit noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Körperverletzung erheben, droht Derdiyok eine empfindliche Strafe. Das Strafmass beträgt zwischen 180 Tagessätzen und 10 Jahren Freiheitsstrafe. Das Management von Derdiyok war gestern nicht erreichbar.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.07.2010, 18:37 Uhr
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20 Kommentare
Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft Derdiyok nun nicht mit Samthandschuhen anfasst, sondern den Tatbestand gleich beurteilt, wie wenn die Anklage einen "Nicht-Promi" betreffen würde. Sozusagen nach dem Motto: Vor dem Gesetz sind alle gleich. Fussballprofis sollten Vorbilder für die Jugend sein. Derdiyok ist definitiv kein Vorbild! Hoffentlich wird er auch aus der Fussball-Nati ausgeschlossen! Antworten
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