«Verfehlte Immigrationspolitik schuld an Kriminalitätszunahme»
Von Lucienne-Camille Vaudan. Aktualisiert am 31.08.2011 387 Kommentare
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Die Schweiz ist nicht mehr das sichere Paradies, als das es lange gemeinhin galt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Martin Killias im Auftrag der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten durchgeführt und anfangs dieser Woche veröffentlicht hat.
Bei den Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Leserinnen und -Lesern hat dies für heftige Reaktionen gesorgt. Ein Grossteil der Verfasser der über 300 Kommentare sieht einen Zusammenhang zwischen Kriminalitätszunahme und politischen Entscheidungen.
Schengen ist schuld
Der Grund für die Zunahme seien ganz klar die lasche Gesetzgebung und -sprechung sowie die verfehlte Immigrationspolitik, ist Bárbara Gerbasi Forster überzeugt.
Aber auch die Schengenverträge und das Personenfreizügigkeitsabkommen werden deutlich kritisiert: «Wenn ich in einem Haus Türen und Fenster offen lasse, ist es klar, dass gestohlen wird. Die Kriminalitätssteigerung korreliert ganz klar mit dem Schengenbeitritt», sagt Bruno Petzig.
Erich Baltisser verlangt eine Stellungsnahme von denjenigen Politikern, die versprochen hätten, dass die Kriminalität dank dem Schengenabkommen und der Zusammenarbeit mit anderen Staaten wirksamer bekämpft werden könne. Dieter Sacher zieht daraus folgende Konsequenzen: «Ich meinerseits habe mich entschlossen, die Partei zu wählen, die uns vor der Zustimmung gewarnt hat.»
Markus Weilemann sieht das anders: «Weltweit korreliert die Kriminalitätsrate mit Wirtschaftskraft, Anonymität, Bevölkerungsdichte, Zugang zu Waffen, dem Armutsgefälle, Alkohol und Drogen. Ein Zusammenhang zwischen offenen Landesgrenzen und Kriminalitätsrate kann indessen nicht nachgewiesen werden.»
Drastische Massnahmen
Zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität brauche es mehr Polizisten und eine bessere Kooperation mit den internationalen Polizeibehörden, glaubt Marc Baumgartner.
Einige Kommentarschreiber sehen sich allerdings zu drastischen Schritten genötigt. Thierry Follonier etwa glaubt, dass man sich selbst verteidigen muss: «Leider ist es heutzutage so, dass ein anständiger Bürger für seinen eigenen Schutz eine Waffe bei sich tragen sollte.»
Aber nicht alle fühlen sich in der Schweiz so unsicher. Heinrich Heine bemerkt gelassen: «Solange es Raufereien und Schmuggel von 40 kg Fleisch in die Presse schaffen, fühle ich mich in der Schweiz sicher.»
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.08.2011, 13:34 Uhr
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387 Kommentare
Wir dürfen nicht vergessen, dass es neben der an den Haaren herbeigezogenen "Aufwertung des Diebesgutes" noch eine viel wichtigere Änderung zwischen den beiden Umfragen gegeben hat: Der Beitritt zum Schengen-Abkommen.
Ja, genau das Schengen-Abkommen das uns gemäss Abstimmungspropaganda viel mehr Sicherheit hätte bringen sollen!
Es nervt langsam. wie oft die SVP im Nachhinein Recht bekommt...
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