Vor Clinton-Besuch: Universität bereits abgeriegelt
Heute im Fokus der Weltpresse: Universität Zürich. (Bild: Keystone)
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Für die Polizei bedeutet dies Grosseinsatz, das Gelände um die Universität wird streng bewacht. Die verfeindeten Länder Türkei und Armenien wollen an der Universität Zürich ein Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterzeichnen. Die Schweiz wurde als Ort dafür ausgewählt, weil sie seit zwei Jahren im Annäherungsprozess zwischen den beiden als Vermittlerin tätig war.
Auf dem Gelände rund um die Universität war denn auch bereits am Samstagmorgen sichtbar, dass etwas Aussergewöhnliches bevorsteht: An verschiedenen Strassenecken waren Polizeibeamte postiert und an den Strassenrändern standen zahlreiche Absperrgitter zum Einsatz bereit. Der Zugang zur Universität war praktisch unmöglich.
Wieder im Zentrum der Weltpresse
Nach der Verhaftung des Star-Regisseurs Roman Polanski steht Zürich keine zwei Wochen später wieder im Zentrum der Weltpresse. Neben dem französischen und dem russischen Aussenminister, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey oder etwa dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana wird auch US-Aussenministerin Hillary Clinton erwartet.
Das Sicherheitsaufgebot der Polizei ist entsprechend gross, wie Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. «Stadt- und Kantonspolizei sind gut vorbereitet. Wir können den Schutz der Delegationen und der Veranstaltung gewährleisten.» Wie viele zusätzliche Beamte im Einsatz stehen, wollte Cortesi nicht sagen.
Veranstaltungen verschoben
Die Universität schloss vorsorglich einen grossen Teil ihrer Institute rund um das Hauptgebäude ab, geplante Veranstaltungen finden nicht statt oder wurden verschoben. Von der Schliessung betroffen waren auch das Zoologische und das Medizinhistorische Museum sowie die Archäologische Sammlung.
Stadtpolizei-Sprecher Cortesi riet den Automobilisten, das Gebiet um die Uni am Nachmittag weiträumig zu umfahren. «Es kommt bestimmt zu Einschränkungen für den Verkehr und die Fussgänger.» Nicht tangiert ist der Tramverkehr. «Und auch die Zufahrt zum Unispital ist jederzeit gewährleistet», sagte Cortesi. (sam/sda)
Erstellt: 10.10.2009, 13:10 Uhr






