Wahlschlappe der SP: Heisst das Problem Christian Levrat?
Aktualisiert am 09.03.2009 68 Kommentare
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Während sich die SP im Wallis halten konnte, verlor sie im Aargau und in Solothurn acht respektive vier Sitze. Schweizweit sind die Sozialdemokraten seit 2006/07 im Tief. Meist konnten die Grünen, teilweise auch die Grünliberalen, von den SP-Verlusten profitieren.
Allgemein hatten Politologen erwartet, dass die Wählerschaft links der Mitte in einer Wirtschaftskrise wieder verstärkt auf die SP mit ihren sozialen Themen setzen würde. Dass dies bislang nicht geschah, überrascht die Politologen Hans Hirter, Andreas Ladner und Georg Lutz.
Entwicklung verschlafen
Die SP hätte wohl im letzten Jahr die Entwicklung der Krise etwas verschlafen, aber dieses Jahr habe sie sich oft mit Vorschlägen zu Wort gemeldet, findet Lutz vom Lausanner Forschungsinstitut FORS. Parteipräsident Christian Levrat zeige klare Präsenz.
Möglicherweise komme er als Romand in der Deutschschweiz noch zu wenig an. Seine Partei hatte wohl noch zu wenig Zeit, sich in der öffentlichen Wahrnehmung als Kraft mit neuen Ideen zu profilieren.
Ähnlich sieht es Hirter vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern. Nach wie vor wirkten die Grünen für viele Wählende des linken Spektrums frischer, offener und unabhängiger als die SP.
SP vielen zu ideologisch
Auch für Ladner vom Lausanner Hochschulinstitut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) ist die öffentliche Wahrnehmung der SP ein wichtiger Grund für ihren Krebsgang. Viele Wählende nähmen die Partei - noch - nicht als als Kraft mit neuen Konzepten zur Meisterung der anstehenden Herausforderungen wahr.
Die Grünen ihrerseits haben in vielen Kantonen profilierte Leute, mit denen sie punkten können, gibt Lutz zu bedenken. Die Grünliberalen hätten den Charme des Neuen, wirken als über den ideologischen Gräben stehend. Dies sei für Wähler attraktiv, die die SP als zu links-ideologisch einstufen.
Vielleicht ist die Krise aber noch nicht richtig im Bewusstsein der Öffenlichkeit «angekommen». Die drei Politologen schliessen nicht aus, dass sich bei einer weiteren Verschärfung der Wirtschaftskrise die Wähler doch wieder verstärkt der SP zuwenden.
SVP hält sich trotz Negativ-Schlagzeilen
Die SVP wiederum konnte sich, allen innerparteilichen Querelen und der BDP-Abspaltung zum Trotz, bei den letzten Wahlen gut halten und im Wallis sogar markant zulegen. Hirter sieht eine Art «Wagenburg»-Reaktion bei den SVP-Anhängern: In der Not wolle man verstärkt zusammen rücken.
Auch fänden die SVP-Positionen, trotz aller Negativ-Schlagzeilen, nach wie vor bei einem Teil der Wähler Unterstützung, ergänzt Ladner. Die Wählenden liessen sich nicht so stark von der veröffentlichten Meinung beeinflussen.
Lutz weist darauf hin, dass die SVP in Solothurn und im Wallis noch über ein beachtliches Wählerpotenzial verfügt und sich daher steigern konnte. Dass sie sich im Aargau auf hohem Niveau hielt, sei ein erster Linie der Schwäche der anderen bürgerlichen Parteien zuzuschreiben.
CVP und FDP hätten kaum bessere Antworten auf die wirtschaftspolitischen Herausforderungen gegeben. So wendeten sich viele bürgerliche Wähler der SVP zu. (sam/sda)
Erstellt: 09.03.2009, 14:18 Uhr
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68 Kommentare
Eine Studie hat ergeben, dass Politologen und andere -logen oft weniger Recht haben als Astrologen...Levrat ist zwar ein aufgestellter Kerl, aber in der Politik kaum Ernst zu nehmen. Zudem belastet die Ausländerflut die SP. FDP und CVP werben zwar auch um Ausländer, aber nur, um mehr Konsumenten im Land zu füttern und so die Gewinne der Unternehmen zu steigern. Eine sehr fragwürdige Politik! Antworten






