Warum der Bund Facebook sperrt

Aktualisiert am 22.09.2009

In der Fragestunde des Nationalrats musste Bundespräsident Hans-Rudolf Merz die Hintergründe der Aktion erläutern. Die Antwort überrascht.

Beliebt, aber an immer mehr Arbeitsplätzen verboten: Die Nutzung der Social-Network-Site Facebook.

Beliebt, aber an immer mehr Arbeitsplätzen verboten: Die Nutzung der Social-Network-Site Facebook.
Bild: Keystone

Nicht weil der Bund befürchtet, dass durch die Nutzung von Facebook zu viel Arbeitszeit verloren geht, sondern weil das Netz der Bundesverwaltung dadurch an die Lastgrenze gerät, begründete Hans-Rudolf Merz in der Grossen Kammer die Facebook-Sperrung.

Die zurückgewonnene Arbeitszeit sei nicht quantifizierbar, so Merz; er geht aber davon aus, dass sie vernachlässigbar ist. Der Grund für die Sperrung liege vor allem im heruntergeladenen Datenvolumen, das zu einer Überlastung des Netzes geführt habe. Facebook war in der Bundesverwaltung eine der am häufigsten besuchten Websites.

Nachdem ein Appell zur Einschränkung der privaten Internet- und Facebook-Nutzung nichts gefruchtet hatte, sperrten alle Departemente mit Ausnahme des EDA sowie die Bundeskanzlei letzte Woche den Internetzugang zu Facebook. (cpm/sda)

Erstellt: 22.09.2009, 10:47 Uhr

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