Schweiz
Warum die deutsche Energy-Moderatorin die Schweiz verliess
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 10.12.2009 270 Kommentare
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Nachdem Katrin Wilde 2007 die Schweiz nach nur drei Monaten verlassen hatte, hörte man nicht mehr viel von ihr. Man wusste, dass die damals 22-jährige Radiomoderatorin wieder in Deutschland lebte. Und dass sie in Zürich bedroht worden war.
Am Mittwochabend erzählte Wilde nun in der Sendung «Reporter» des Schweizer Fernsehens SF, warum sie vor zwei Jahren die Schweiz verliess. «Ungeliebte Deutsche - Vom Störfaktor zum Hassobjekt» lautete der Titel der Folge, und sie porträtierte neben Wilde andere Deutsche, die in Zürich leben oder gelebt haben.
«Feg ihn weg, den deutschen Dreck»
Sie sei gegangen, weil sie sich «nicht mehr wohl gefühlt» habe, sagte Wilde auf SF in die Kamera. Das ist diskret ausgedrückt: Katrin Wilde erhielt in ihrer Zürcher Zeit Dutzende Drohbriefe. Nicht erst, nachdem ein Unbekannter ihr Auto demoliert und sie bei «Focus» gesagt hatte, sie erlebe in der Schweiz viel Borniertheit. «Feg ihn weg, den deutschen Dreck», stand in einem der Schreiben, welche die SF-Kamera zeigte. «Die deutsche Energy-Moderatorin hat zwei Wochen Zeit, die Schweiz zu verlassen», in einem anderen.
Sie habe sich nach einer Weile Sorgen gemacht. Es geschehe viel in der Welt, so Wilde, und es sei nicht zu garantieren, dass ihr nicht nachts jemand «eins über die Rübe» ziehe. Die Angst wuchs. «Meine Eltern haben sich Sorgen gemacht, meine Omas und Opas haben sich Sorgen gemacht, mein Freund hat 1000 Mal am Tag angerufen.» Wilde gab auf. Sie ging zurück nach Deutschland.
Wilde ist nicht die einzige Deutsche, die in Zürich Erfahrungen mit Drohbriefen gemacht hat, wie die Sendung zeigte. Mehrere Anzeigen gehen offenbar jährlich bei der Polizei ein, wie Sprecher Marco Cortesi dem SF bestätigte.
Eine von ihnen reichte eine Frau ein, die aus Angst vor Übergriffen nur anonym in der Sendung auftrat. Vier Monate habe sie Zeit, um das Land zu verlassen, stand in dem in der Sendung dokumentierten Brief, den die Frau nach eigenen Angaben erhalten und der Polizei vorgelegt hat. Dann werde ihr «eine Kugel in den Rücken gejagt». Die Frau lebt seit 30 Jahren in der Schweiz. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.12.2009, 11:20 Uhr
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270 Kommentare
'....und sie liebten und sie schlugen sich....!' Himmeldonnerwetternochmal, was geht hier eigentlich vor? Kindergeburtstage sind ja völlig harmlos dagegen. Reisst Euch bitte zusammen und umarmt Euch....es ist doch Weihnachtszeit! Schon davon gehört? Antworten
Die Deutschen sind die mit Abstand problemloseste Ausländergruppe, die uns Schweizern nur gut tut. Die überwiegende Mehrheit ist nach meinen Erfahrungen anständig, charmant, humorvoll, kultiviert und sehr anpassungsfähig - nicht zu schweigen von der überdurchschnittlichen Qualifikation und Bildung. Also: Willkommen, Gäste aus Deutschland, ignoriert die wenigen Ewiggestrigen doch einfach! Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




