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Warum sich die Schweiz immer stärker einigelt
Aktualisiert am 24.05.2011 126 Kommentare
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Die Schweizer Bevölkerung fühlte sich in Bezug auf ihr Land selten so sicher und optimistisch, heisst es in der ETH-Studie «Sicherheit 2011», die heute veröffentlicht wurde. Gleichzeitig hätten die Schweizerinnen und Schweizer noch nie so pessimistisch ins Ausland geschaut.
Zuversichtlich für die Schweiz zeigten sich 84 Prozent der Befragten (2010: 69 %). «Sehr sicher» oder «eher sicher» fühlten sich 90 Prozent. Dabei dachte knapp die Hälfte (49 %) an den Schutz vor Kriminalität. Für jeweils 13 Prozent standen die finanzielle und die gesellschaftliche Sicherheit im Vordergrund.
Ganz anders beurteilten die Schweizerinnen und Schweizer die internationale Entwicklung: Mehr als die Hälfte (54 %) denkt, dass sich die weltpolitische Lage in den nächsten fünf Jahren düsterer und gespannter präsentieren wird. Im Jahr 2010 glaubte dies noch weniger als die Hälfte (43 %).
Nur 19 Prozent für EU-Beitritt
Deutlich skeptischer zeigte sich die Schweizer Bevölkerung auch gegenüber der EU: Eine politische Annäherung ist noch für 37 Prozent der Befragten denkbar (2010: 50 %). Einen Beitritt wollen nur noch 19 Prozent (2010: 31 %). Allerdings: 77 Prozent befürworten eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit (2010: 72 %).
Ebenfalls 77 Prozent der Befragten sind wiederum der Meinung, dass die Schweiz wirtschaftlich und politisch möglichst unabhängig bleiben sollte (2010: 72 %). An der Neutralität festhalten wollen 94 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer.
Der «Igel-Effekt», der schon seit mehreren Jahren beobachtet werden konnte, hat sich in der jüngsten Umfrage akzentuiert, heisst es in der Studie.
Armee punktet bei den Jungen
Die Armee wird von 79 Prozent der Befragten als notwendig erachtet (2010: 74 %). Gepunktet hat das Militär bei den Jungen: 69 Prozent der 20- bis 29-Jährigen gaben an, es brauche eine Armee. Im Jahr 2010 waren nur 54 Prozent der Jungen dieser Meinung.
Zufrieden sind die Schweizerinnen und Schweizer mit der Katastrophenhilfe der Armee (87 %). An die Verteidigungsfähigkeit glauben hingegen nur 43 Prozent der Befragten, an den Schutz vor Terroranschlägen durch die Armee nur 35 Prozent.
Die Datenerhebung zur Studie «Sicherheit 2011» fand vom 17. Januar bis 4. Februar telefonisch statt. Befragt wurden 1209 Stimmberechtigte aus der ganzen Schweiz. Die Fehlerquote liegt bei drei Prozent. Durchgeführt haben die Studie die Militärakademie und das Center for Security Studies der ETH Zürich. (pbe/sda)
Erstellt: 24.05.2011, 09:46 Uhr
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126 Kommentare
"Die Schweiz igelt sich ein. " "Die Schweiz ist isoliert."
Ich kann diese Propaganda langsam nicht mehr hören! Wir wollen nur unsere Selbstbestimmung und Unabhängigkeit bewahren, das ist alles!
Wer sich in der Schweiz isoliert fühlt, der hat offensichtlich einen sehr beschränkten geistigen Horizont.
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