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Warum unser Gesundheitswesen so krank ist

Ein Prämienschock steht bevor. Doch es gäbe Lösungen, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Und: Was Dänen, Finnen und Holländer besser machen.

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Total (100%): Fr. 2'973.- pro versicherte Person.


Der Prämienschock lässt sich bestenfalls noch abdämpfen. Mittelfristig könnten Abstriche bei der freien Arztwahl, neue Entschädigungsformen für Ärzte und schärfere Regeln für Kassen das Kostenwachstum bremsen. So oder so sinken wird die Zahl der Spitalbetten.

Weshalb sich der Prämienschock höchstens lindern lässt

Die Krankenkassen haben die Prämien für 2010 aufgrund mehrerer Kriterien berechnet: Kostenentwicklung im laufenden Jahr, erwartete Kostenentwicklung im nächsten Jahr, Reservestand. Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Notmassnahmen werden am angekündigten Prämiensprung wenig bis nichts ändern. Mit der Praxisgebühr von 30 Franken, die Patienten künftig bei jedem Arztbesuch bezahlen sollen, liessen sich die Kosten vielleicht um 100 bis 200 Millionen Franken drücken. Die Prämien würden dadurch um ein bis zwei Prozente weniger stark steigen. Allerdings wird das Parlament der Praxisgebühr kaum zustimmen. Und wie umfassend die von Pascal Couchepin versprochene Senkung der Medikamentenpreise sein wird, ist offen. So oder so müssen die Berner im Schnitt wohl mit einer Prämienerhöhung von mindestens 15 Prozent rechnen.

Warum unser Gesundheitswesen so teuer ist

Empört über den Prämienschock, blasen jetzt viele zur Jagd auf Sündenböcke. Beklagt wird etwa, die Gesundheitskommissionen des Parlaments seien in der Hand von Lobbyisten, die sich im Ringen um kostensenkende Massnahmen gegenseitig blockierten. Diese Erklärung beschreibt aber nur ein Symptom. Die Gründe, weshalb die Schweiz bei den Gesundheitsausgaben pro Kopf auf Platz 2 hinter den USA steht und damit weit vor Ländern wie Dänemark, Finnland und Holland, liegen anderswo. Das Kernproblem sind falsche Anreize, föderalistische Strukturen und einmalige Privilegien der Schweizer Versicherten:

In vielen Ländern steuert die Zentralregierung das Spitalangebot. In der Schweiz sind dafür die Kantone zuständig, die auf regionale Befindlichkeiten übermässig Rücksicht nehmen. Im europäischen Vergleich ist die Zahl Akutbetten pro Einwohner in der Schweiz überdurchschnittlich hoch.

Jahrzehntelang konnten Spitaldirektoren mit kantonaler Defizitgarantie rechnen, was nicht zum Masshalten animierte. Die zuständigen Regierungsräte gingen nur zögerlich gegen Überkapazitäten vor, weil sie sich politisch die Finger nicht verbrennen wollten. Inzwischen zeichnet sich aber dank dem geplanten, landesweit einheitlichen Fallpauschalen-Regime eine neue Dynamik ab (siehe weiter unten).

Ärzte in freier Praxis verdienen in der Schweiz umso besser, je mehr Medizin sie verschreiben – weil sie jede Leistung einzeln abrechnen dürfen. Zwar sind viele Ärzte verantwortungsbewusst genug, diesen Mechanismus nicht auszunutzen. Kostendämpfend wirkt der Einzelleistungstarif aber sicher nicht. Deshalb erhalten Ärzte in Finnland, Dänemark und Holland für jeden Patienten eine Kopfpauschale.

Mit der freien Arztwahl geniessen die Schweizer ein Privileg, wie es in der Grundversicherung kaum ein anderes Land kennt. In Finnland, Dänemark und Holland entscheiden die Hausärzte, wer zum Spezialisten oder ins Spital gehen darf.

Für die Krankenkassen ist es lohnender, Jagd auf junge, gesunde Versicherte zu machen, statt medizinische Angebote zu fördern, die durch optimale Behandlung teurer Patienten Kosten sparen. Mittelfristig wird der Anreiz für solche Anstrengungen immerhin grösser: Ab 2012 müssen Kassen mit vielen Gesunden mehr Geld in den Ausgleichstopf einzahlen, der den Versicherungen mit vielen Alten und Kranken zugutekommt.

Die Pharmaindustrie und andere Branchen verdienen mit neuen Produkten viel Geld. Die Pharmaindustrie profitiert von einem weitreichenden staatlichen Preisschutz.

Warum das Überangebot bei den Spitälern verschwinden wird

Im Spitalbereich gibt es aus Sicht der Prämien- und Steuerzahler einen Hoffnungsschimmer. Die kostentreibende Überversorgung in vielen Regionen – auch im Grossraum Bern – dürfte mittelfristig kleiner werden. Dies dank der neuen Spitalfinanzierung, die mit einheitlich berechneten Fallpauschalen die Leistungen und Kosten der Spitäler vergleichbar machen wird. Unter Druck geraten dadurch nicht nur Spitäler, die bestimmte Leistungen schlecht und teuer erbringen, sondern auch die politischen Behörden. Denn im neuen Regime müssen die Kantone an Privatspitäler auf ihrer Spitalliste gleich viel bezahlen wie an öffentliche Spitäler. Dadurch werden die Kantone gezwungen, endlich ihre Hausaufgaben bei der Spitalplanung zu machen. Sonst riskieren sie enorme Mehrkosten.

Was alles zu tun bleibt – und vielleicht nie gelingt

Weil die medizinischen Möglichkeiten immer vielfältiger werden, steigt die Notwendigkeit, die Behandlung der Patienten durch eng zusammenarbeitende Ärztenetze zu steuern. Jene Patienten, die in der Grundversicherung weiterhin auf voller freier Arztwahl beharren, sollen dafür finanziell bestraft werden. Um genügend Ärzte in solche Modelle zu bringen, braucht es neue Entschädigungsformen. Die Kassen ihrerseits müssen verpflichtet werden, solche Versorgungsmodelle landesweit aufzubauen. Nachhelfen wird der verfeinerte Risikoausgleich, der jene Kassen stärker bestrafen wird, die systematisch Jagd auf gesunde Versicherte machen; wenn nötig, kann der Risikoausgleich später weiter verschärft werden.

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Spitälern und Kassen sind besonders mit Blick auf die teuersten Patienten dringend, wo das Sparpotenzial am grössten ist: 20 Prozent der Versicherten brauchen heute 80 Prozent der Prämiengelder.

Ein Dauerauftrag an die Politik bleibt ebenso, die Medikamentenpreise weiter zu drücken. (Der Bund)

Erstellt: 27.05.2009, 10:44 Uhr

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30 Kommentare

Nünlist Urs

01.06.2009, 09:34 Uhr
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Der Lohn von Herr Manser sollte auch im Verhältnis seiner Forderungen reduziert werden! Für Ihn wäre das Einkommen immer noch zu hoch! Er hat die Realität verloren und ist beim Wunschdenken angelangt! Schade, dass sich diese Art so lange halten kann! Antworten


Xeni Müller

31.05.2009, 09:04 Uhr
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Wann konzentieren wir uns darauf, die Kosten dort zu reduzieren, wo das grösste Kostenwachstum ist. a) Spitäler b) Ärzte (speziell mit Zusatzeinkommen Medikamente) c) Krankenkassen Verwaltungskosten kostengünstige Institutionen fördern, wie Apotheken verursachen keine Zusatzkosten für die Krankenkassen. (anders als beim Arzt der Medis abgibt) Spitex. Antworten


Bernhard Nater

29.05.2009, 20:44 Uhr
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Man muss ganz einfach die Aktionäre der Pharma-Chemieriesen nicht immer so üppig mit Gewinn füttern; oder andersrum: Die Preise der Medikamente halbieren! - Die haben dann immer noch genug zum Leben und für uns wirds erträglicher - das Leben. Antworten


Jakob Frauenfelder

29.05.2009, 08:31 Uhr
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wenn die Verwaltungen bei Spitälern, Krankenkassen und Ärzten um die Hälfte reduziert werden , fallen die Gesundheitskosten auch um die hälfte.siehe Suva Antworten


Christoph Geiser

27.05.2009, 15:18 Uhr
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Also, im Schnitt kostet der Prämienzahler 3'000.-- pro Jahr. Macht pro Monat 250.--. Bezahlen tun die meisten weit über 400.-- an Prämie. Wo geht dieses Geld hin? Kosten uns die Krankenkasse dasselbe wie die Behandlungen & Medikamente? Softwarefehler? Antworten


Carlo Fratini

27.05.2009, 14:55 Uhr
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@Sven Beer. Bin ganz Ihrer Meinung. Aber leider hat das Volk "nein" zu dieser Initiativ gesagt.... Dazu kommt noch dass Politiker, Pharma Industrie, Apotheker,Spitäler gar keine Interesse haben dass sich etwas ändert...nur so können sie milliarden verdienen. Antworten


Leo Nauber

27.05.2009, 13:48 Uhr
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Schliesst 50% Spitäler & zusätzl verpflichtet Pharmaindustrie, Medizinaltechnikanbieter & ähnliche Unternehmen, 15% des Reingewinns, mind, jedoch soviel wie als Dividenenden ausgeschüttet wird (auch wenn Dividenden in Verlustjahren bezahlt werden) an die Krankenversicher im Verhältnis zur Anzahl Versicherter zu überweisen. Im Spital darf bei 100% Anstellung mind. CHF 54'000, max. 500'000 verdienen Antworten


Stefan Brennwald

27.05.2009, 13:44 Uhr
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Herrje, welcher Stadtbewohner der Schweiz will noch freie Arztwahl ? Ich will einfach einen Arzt, der gut ist- und nichit der Vetter von meinem Schwager, der das 3fache abrechnet. Schweizer warum verhindert Ihr den Vertragszwang mit günstigen Ärzten ? Antworten


Othmar Buchs

27.05.2009, 13:37 Uhr
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Seit vor einigen Tagen der "grosse Schocker" angekündigt wurde, bin ich 4x von sog. Krankenversicherungsberater, Krankenversicherungskostensparer, Versicherungsmaklerbüro und Krankenkassenoptimierer angerufen worden. Alle wollten mir aufzeigen, wo ich zu einer günstigeren Kasse wechseln könnte. Niemand wusste, dass ich 59 bin, Herzinfarkt, BypassOp etc. hinter mir habe. Wer bezahlt diese? Kassen? Antworten


Adrienne Michel

27.05.2009, 13:24 Uhr
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Auch wenn das Gesundheitswesen krank ist, andern Ländern geht es nicht besser. Das Privileg den Arzt selber auszuwählen schätze ich erst seit dem ich in Deutschland wohne und diese Möglichkeit nicht mehr habe. Durch die Wahl einer hohen Franchise zahlt ein gesunder Versicherter sowieso die ganzen Arztrechnungen aus eigener Tasche. Deswegen soll man wenigstens den Arzt noch selber wählen dürfen! Antworten


Sven Beer

27.05.2009, 13:03 Uhr
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Brauchen wier so viele Krankenkassen, jedes mit riesigen, teuren Verwaltungsgebäuden, teurer Werbung und hochbezahlten CEOs? Da würde man mit einer Einheitskasse welche dem Bund gehören würde sicher viel Geld sparen. Und muss ein Chefarzt wirklich über 1 Million Lohn pro Jahr beziehen? Ich sehe viel Sparpotenzial. Antworten


Robert Herz

27.05.2009, 12:41 Uhr
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Eine gute Zusammenstellung! Jeder rechnet sich doch mal aus, wieviel Prämien er in einem Jahr bezahlt hat und wieviele Leistungen von der KK übernommen wurden. Man kann wahrhaftig oft zum Arzt, bis man da in die roten Zahlen rutscht! Es wäre mal interessant, nur diese 20% teuersten Leistungsbezüger zu analysieren... 80% der Bevölkerung fühlt sich mit Recht völlig unschuldig an den hohen Prämien. Antworten


Werner Trachsler

27.05.2009, 12:32 Uhr
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Die Grundversicherung müsste durch eine nationale Bundeskrankenkasse (BKK) gedeckt werden. Die SUVA zeigt dass es im Unfallbereich möglich ist. Dammit würde sich der ganze kostentreibende Leerlauf um die Abwerbung von guten und schlechten Kassenpatienten erübrigen. Sämtliche Spezialbehandlungen und Extraleistungen weiterhin durch private Versicherungen wie bisher abgedeckt werden. Antworten


Martin Gautsch

27.05.2009, 11:55 Uhr
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Ich muss jedesmal lachen wenn es um die Medikamentenpreise in der Schweiz geht. Die Pharmalobby erklärt die hohen Preise in der Schweiz mit den hohen Forschungskosten . Für wie dumm wird hier eigentlich das Schweizer Volk gehalten; die Pharmaindustrie würde für keine Krankheit der Welt ein Medikament herstellen wenn die Kosten für dessen Entwicklung nur durch die "Schweiz" getragen werden müsste. Antworten


Max Wartenberg

27.05.2009, 11:48 Uhr
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Zu erwähnen noch der Zwischenhandel im Medikamentenvertrieb. Den Krankenkassen sollte erlaubt werden, ein Einkaufszentrum auf die Beine zu stellen, das Medikamente direkt bei den Herstellern bezieht und sie dann via Internet oder Verteilzentren den Kassenangehörigen verkauft. Da liegen über 30% Ersparnis drin. Das Monopol der Apotheken muss endlich fallen, ist nicht mehr zeitgemäss. Antworten


Stephan Bugmann

27.05.2009, 11:43 Uhr
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Warum werden die Spitäler nicht den Kantonen weggenommen und zentral gesteuert? Und warum werden Spitäler nicht spezialisiert? Unsere Schweiz ist so klein, ein Spital muss nicht alle Leistungen anbieten, sondern soll sich auf etwas spezialisieren. Nur dann werden Preis und Qualität stimmen. Antworten


Walter Zimmerli

27.05.2009, 11:36 Uhr
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Heisst denn die unreflektiert - wie selbstverständlich - forderbare 'billigere = günstigere' Medizin nicht einfach viel weniger Medizin für den einzelnen kranken Schweizer = bitte Schweizerbürger, die Kassen und der Staat wollen es so, als Mitbewohner sollen sie halt etwas früher sterben ??!!!! Meine Familie berichtet vom finnischen System ziemlich üble Geschichten ... Antworten


albert muri

27.05.2009, 11:36 Uhr
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Wie tief würden die Prämien eigentlich sein, wenn es statt 300 nur eine staatliche, sparsame und nicht gewinnorientierte Krankenkasse gäbe und die Politik bei der Pharma für etwas weniger exorbitante Gewinne sorgt? Aber lieber geht man hin und kürzt Sterbenskranken ihre Versorgung. Glaubt jemand Darbellays windelweiches Dementi? Antworten


Hans-Rudolf Ott

27.05.2009, 11:30 Uhr
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Personen welche wegen der gleichen Krankheit in kurzer Zeit mehrere Aerzte aufsuchen, müssten ab dem 4. Arzt die Kosten selbst übernehmen. Wir benötigen (OP und Intensivstation ausgenommen) nicht überqualifiziertes Pflegepersonal (FH etc,). Wenn das Pflegepersonal (auch in Altersheimen) nicht jede Handreichung in den PC eintippen müsste, wäre auch mehr Zeit für die Pflege vorhanden.. Antworten


Peter Gut

27.05.2009, 11:28 Uhr
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Es gibt noch mehr, das in der Schweiz falsch läuft... Im Ausland ist man verpflichtet sich regelmässig untersuchen zu lassen. Ansonsten werden die Leistungen gekürzt. In der Schweiz werden vorsorgliche Untersuchungen von den Krankenkassen nicht übernommen, dafür dann die notwendigen äusserst teuren Operationen aufgrund der zu spät erkannten Erkrankungen (Krebs...)! Antworten


Fabian Schläpfer

27.05.2009, 11:21 Uhr
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Jeder der ins Spital geht und eingetlich nur ein Medikament benötigt vom Arzt, jeder der zum Arzt geht und eigentlich gar nichts hat, soll in Zukunft die vollständige Rechnung selbst bezahlen. Mal schauen ob es noch Menschen gibt, die wegen Husten zum Arzt gehen oder wegen einem Schnittchen in den Nofall springen. Antworten


Nünlist Urs

27.05.2009, 11:20 Uhr
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Kommt mir wie ein defekter Pneu nach einem Nagelbrett vor, Luft raus - Flick drauf! Antworten


Peter Weierstrass

27.05.2009, 11:18 Uhr
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Eine sehr gute Idee ist dem Autor entgangen: Alle Gesundheitskosten werden vom Bund übernommen! Erstens wird so der Kantönligeist besiegt, und zweitens ist so die direkte demokratische Kontrolle über das Gesundheitswesen gewährleistet. Wenn wir uns zu viel Luxus wünschen sehen wir die Folgen sofort auf der Steuerrechnung. Antworten


Paul Sonderegger

27.05.2009, 11:17 Uhr
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Beispiel einer Veschwendung im Gesundheitswesen : Meie Frau hatte ein Knieoperaten ( Vollprothese) in einem Regionalspital in der Ostschweiz . Kosten total bei halprivater Behandlung inkl. Therapie und Nachbehandlung ca 11 500. Fr. Ein Bekannter praktisch dieselbe Operation mit gleicher Versicherung ( Halbprivat) in einer Privatklinik im Appenzellervorderland kostete 43 000 Schweizerfranken. Antworten


Peter Weierstrass

27.05.2009, 11:10 Uhr
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Traurig, traurig. Organisationen in der Entwicklungshilfe fordern von Drittweltländern seit Jahren eine nationale Gesundheitsplanung, um gerade bei beschränkten Ressourcen möglichst viel Nutzen zu bringen. Wir Kantönli-Kleingeister werden das wohl nie schaffen. Das Bruderholz und das Basler Unispital... beides grosse Klötze, 4 km Distanz... Antworten


Roman Rupf

27.05.2009, 11:09 Uhr
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Wer kennt sie nicht, die immer wegen jedem Bobo gleich ins Spital rennen und bei Muskelkater zum Sportarzt gehen! Nicht die Gesunden belohnen und die Kranken bestrafen, aber der Gürtel muss enger geschnallt werden bei den Leistungen. Für Spitalkonsultation in leichten Fällen sollte unbedingt eine hohe Kopfpauschale veranschlagt werden. Antworten


Marco De Micheli

27.05.2009, 11:05 Uhr
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Gratulation zu diesem fundierten, höchst informativen und sehr gut recherchierten Beitrag, Herr Feuz. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass Herr Couchepin und die Politiker sich dieses Wissen und die Zusammenhänge aneignen, endlich Mut und Entschlossenheit zum Handeln aufbringen, Ideologie und Parteigezänk beiseite lassen und alle anderen Beteiligten ebenfalls ihren Beitrag zu leisten bereit sind! Antworten


Thomas Mäusli

27.05.2009, 11:03 Uhr
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Tragisch und zugleich logisch, dass wir Schweizer (nach wie vor überbezahlt und verhätschelt) trotz allem Wohlstand Bebechen haben und die teuer pflegen lassen. Auch hier zählt wie fast überall sonst in unserem Überwachungs- und überreguliertem Staat: der einzige vernünftige (und deshalb wohl illusorische) Ausweg wäre, wenn wir uns wieder vermehrt unseres gesunden Verstandes bedienen würden Antworten


Ernst Schwegler

27.05.2009, 10:58 Uhr
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Der Rotstift muss endlich einmal bei den Ärzten angesetzt werden! Es müssen Anreize geschaffen werden, nur die absolut notwendigen Behandlungen und Untersuchungen durchzuführen. Und die Arzttarife müssen grundsätzlich gesenkt werden. Ich jedenfalls finde es eine Frechheit, dass eine viertelstündige Routineuntersuchung beim Hausarzt bereits 200 Franken kostet. Antworten


Hedvika Post

27.05.2009, 10:53 Uhr
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Welches sind die teuersten Patienten? Die mit den Transplantationen oder Krebsbehandlungen? Kann man da etwas genaueres erfahren? Antworten



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