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Was Max Göldi im Gefängnis erwartet
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Am Montag hat sich Max Göldi in der Schweizer Botschaft in Tripolis den libyschen Ordnungskräften gestellt. In Handschellen wurde er abgeführt, wahrscheinlich in das Gefängnis Aïn Zara, wie sein Anwalt vermutet.
Es ist dies das Gefängnis, in dem auch fünf bulgarische Krankenschwestern sowie ein palästinensischer Arzt acht Jahre lang unter miserablen Bedingungen einsassen und gefoltert wurden. «Wir bekamen nur Wasser hatten keine Zahnbürsten, durften nicht duschen, mussten dieselbe Kleidung tragen, in der wir verhaftet worden waren», gab eine der Krankenschwestern nach ihrer Freilassung zu Protokoll.
Über sich ergehen lassen mussten die Inhaftierten auch Folter und Gewalt: Sie wurden mit Büchern in den Nacken und mit Schläuchen auf die Fersen geschlagen, mit Elektroschocks malträtiert und zeitweise unter Drogen gesetzt.
Amnesty International: Alarmierende Haftbedingungen
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) bezeichnet die Zustände in libyschen Gefängnis generell als «alarmierend». Neben Folter und Gewalt sei die Hygiene ungenügend, die Zellen seien überbelegt und es gebe zu wenig Essen. Häufig zettelten die Insassen laut AI-Berichten Aufstände an, um gegen die unhaltbaren Zustände zu protestieren. Diese würden dann aber brutal niedergeschlagen.
Das Gefängnis Aïn-Zara, wo Max Göldi vermutlich einsitzen wird, hat zwei Trakte: Einer untersteht dem Staatssicherheitsdienst und beherbergt vor allem politische Gefangene, die sich angeblicher Vergehen gegen die Staatssicherheit schuldig gemacht haben. Der andere steht unter der Obhut des Justizministeriums und hat für libysche Verhältnisse relativ gute Haftbedingungen.
Göldi wurde Besuchsrecht zugesichert
In welche der Abteilungen Göldi einsitzen muss, ist heute ungewiss. Sicherheit vor Übergriffen hat der ABB-Mitarbeiter ohnehin nicht: die bulgarischen Krankenschwestern wurden im besseren Trakt untergebracht - und trotzdem misshandelt. Immerhin hat Göldi laut seinem Anwalt die Zusicherung erhalten, im Gefängnis Besuch zu empfangen, einen Übersetzer in Anspruch zu nehmen und sich medizinisch behandeln lassen.
Fraglich ist laut Menschenrechtsorganisationen allerdings, ob Göldi die versprochenen Rechte auch tatsächlich zugestanden werden. Das Recht auf Besuch hätten Gefangene in Libyen grundsätzlich nicht. (oku)
Erstellt: 23.02.2010, 09:47 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




