«Was den Geiseln passiert, ist absolut nicht dramatisch»
Hier müssen die Geiseln seit über einem Jahr ausharren: Schweizer Botschaft in Tripolis. (Bild: Reuters)
Artikel zum Thema
Auf dem Ausflug nach Zimmerwald südwestlich von Bern hat er am Dienstag vor den Medien seinen Bundesrats- und Parteikollegen Hans-Rudolf Merz in Schutz genommen. Über das politische Schicksal des Bundespräsidenten macht sich Couchepin offenbar keine grossen Sorgen. «Wenn der Präsident das Gelübde gemacht hat, das Gesicht zu verlieren, muss ihn der Bundesrat von diesem Gelübde entbinden.»
Die aktuelle Situation sei sicher für niemanden angenehm, sagte Couchepin. Wenn der Bundesrat das Problem löse, werde sich die Lage entspannen. Im Übrigen stellte sich der Innenminister hinter die offiziellen Verlautbarungen des Bundesrates.
«Amüsieren sie sich mit uns?»
«Libyen hat das Regime, das man kennt», sagte Couchepin zur Frage, wie die Schweiz nun reagieren sollte. «Was unseren beiden Landsleuten in Libyen geschieht, ist zweifellos sehr unangenehm, aber absolut nicht dramatisch.» Selbstverständlich müsse den beiden aber geholfen werden.
Gespannt ist Couchepin auf die Erklärung, weshalb Libyen seinen Vertreter im vereinbarten internationalen Schiedsgericht nicht fristgerecht bekanntgegeben hat. «Amüsieren sie sich mit uns, oder sind sie einfach ein paar Tage im Rückstand?» (sam/sda/)
Erstellt: 01.09.2009, 14:37 Uhr
Schweiz
- 11:581210 gewaltbereite Hooligans in der Schweiz
- 11:51Parlament muss teuren Botschafterschutz abnicken
- 10:17«Wohneigentümer haben eine höhere Lebensqualität»
- 09:20Steht zu eurem Schweizerdeutsch – auch in der Romandie!
- 06:49Schwarze Wolken über Solar-Grossprojekt im Wallis
- 06:31Doch noch eine Porta Alpina?



