«Was den Geiseln passiert, ist absolut nicht dramatisch»

Aktualisiert am 01.09.2009

Der abtretende Bundesrat Pascal Couchepin ist bemüht, den Konflikt mit Tripolis abzuschwächen. Hans-Rudolf Merz werde das Gesicht nicht verlieren, da schaue der Bundesrat schon.

Der letzte Medienspaziergang als Bundesrat: Pascal Couchepin heute im bernischen Zimmerwald.

Der letzte Medienspaziergang als Bundesrat: Pascal Couchepin heute im bernischen Zimmerwald.
Bild: Keystone

Hier müssen die Geiseln seit über einem Jahr ausharren: Schweizer Botschaft in Tripolis.

Hier müssen die Geiseln seit über einem Jahr ausharren: Schweizer Botschaft in Tripolis. (Bild: Reuters)

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Auf dem Ausflug nach Zimmerwald südwestlich von Bern hat er am Dienstag vor den Medien seinen Bundesrats- und Parteikollegen Hans-Rudolf Merz in Schutz genommen. Über das politische Schicksal des Bundespräsidenten macht sich Couchepin offenbar keine grossen Sorgen. «Wenn der Präsident das Gelübde gemacht hat, das Gesicht zu verlieren, muss ihn der Bundesrat von diesem Gelübde entbinden.»

Die aktuelle Situation sei sicher für niemanden angenehm, sagte Couchepin. Wenn der Bundesrat das Problem löse, werde sich die Lage entspannen. Im Übrigen stellte sich der Innenminister hinter die offiziellen Verlautbarungen des Bundesrates.

«Amüsieren sie sich mit uns?»

«Libyen hat das Regime, das man kennt», sagte Couchepin zur Frage, wie die Schweiz nun reagieren sollte. «Was unseren beiden Landsleuten in Libyen geschieht, ist zweifellos sehr unangenehm, aber absolut nicht dramatisch.» Selbstverständlich müsse den beiden aber geholfen werden.

Gespannt ist Couchepin auf die Erklärung, weshalb Libyen seinen Vertreter im vereinbarten internationalen Schiedsgericht nicht fristgerecht bekanntgegeben hat. «Amüsieren sie sich mit uns, oder sind sie einfach ein paar Tage im Rückstand?» (sam/sda)

Erstellt: 01.09.2009, 14:37 Uhr

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