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Was der Waffen-Wahlkampf kostet

Initianten sowie Gegner der Waffeninitiative sagen gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, wie viel sie in den Abstimmungskampf investieren – und wer einen grossen Teil davon zahlt.

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Das Budget für den Abstimmungskampf genau zu beziffern, sei sehr schwierig, sagt Andreas Käsermann von der SP Schweiz. Er schätzt den Betrag auf 100'000 bis 150'000 Franken, wie er auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt.

Weil alle 85 Organisationen, welche die Initiative unterstützen, etwas zum Budget beitragen, sei es schwierig, die Zahl zu eruieren, erklärt Käsermann. Der weitaus höchste Beitrag werde ohnehin unentgeltlich geleistet: Leserbriefe schreiben, Podien organisieren, Flyer verteilen. «Darauf richten wir unseren Fokus», so Käsermann.

Schützenbeiträge gegen die Initiative

Auf der Gegenseite ist ungleich mehr Geld da, wenn man den gemachten Angaben glaubt. Das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative verfügt demnach über 975'000 Franken für den Abstimmungskampf. «Das Geld stammt von den Beiträgen der Schützinnen und Schützen», sagt Kampagnenleiter Hans-Peter Wüthrich.

Daneben erhalten die Initiativgegner Unterstützung von den mitwirkenden Parteien SVP, FDP, CVP und BDP. So ist die Plakatkampagne «Waffenmonopol für Verbrecher?» beispielsweise von der SVP lanciert und finanziert. Wie viel das Budget der Gegner der Initiative insgesamt beträgt, gibt Wüthrich nicht bekannt.

Frauenkomitee und Offiziere a. D. treten vor die Medien

In den verbleibenden vier Wochen bis zur Abstimmung am 13. Februar will das Gegnerkomitee vor allem über die 23 kantonalen Komitees aktiv sein, wie Wüthrich sagt. Diese würden in erster Linie Veranstaltungen organisieren. Am 28. Januar findet zudem eine Pressekonferenz des Frauenkomitees gegen die Waffeninitiative statt.

Auch das Pro-Komitee tritt nächste Woche vor die Medien. Unter dem Titel «Offiziere a. D. sagen Ja zum Schutz vor Waffengewalt» treten drei ehemalige Militärkader auf. Weiter umfasst die Pro-Kampagne elektronische Plakate an Bahnhöfen, wilde Anzeigen und Flyer. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.01.2011, 16:22 Uhr

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