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Was ist mit Moritz Leuenberger los?

Von Matthias Chapman. Aktualisiert am 02.07.2010 83 Kommentare

Der Zürcher Bundesrat zeigte sich gestern auf der Bundesratsreise nicht bei bester Laune, um nicht zu sagen griesgrämig. Klar ist einzig: In Aarau gab es Differenzen.

Die meisten nahmens gelassen, einer blieb griessgrämig abseits: Moritz Leuenberger rechts im Hintergrund.

Die meisten nahmens gelassen, einer blieb griessgrämig abseits: Moritz Leuenberger rechts im Hintergrund.
Bild: Reuters

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Der Uvek-Chef mag nicht lächeln. (SF)

Libyen-Affäre sorgt für Zündstoff

Zwar ist es in der Libyen-Affäre ruhiger geworden. Im Bundesrat brodelt das Thema aber immer noch. Wie der «Blick» berichtet, soll Bundesrat Moritz Leuenberger am Mittwoch von seiner Parteikollegin Micheline Calmy-Rey in der Angelegeneit Klarheit gefordert haben. In der Folge habe sich eine einstündige, heftige Debatte entwickelt.

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Es war gestern Abend zu bester Sendezeit, als «10vor10»-Moderatorin Daniela Lager einen Kurzbeitrag über das Bundesratsreisli und das gemeinsame Bildermalen in Aarau moderierte. Lager sprach von abstrakter Malerei und davon, dass einige mit dem Resultat – dem Bild – ganz zufrieden scheinen, «andere offenbar etwas weniger». Was der Zuschauer zu sehen bekam, war befremdend. Da standen sechs Mitglieder der Landesregierung um das Kunstwerk und gaben teils lächelnd, teils etwas unsicher ihren Kommentar zur Malerei ab. Ganz abseits, im Hintergrund, stand Uvek-Chef Moritz Leuenberger. Und das mit versteinerter, finsterer Miene. Was war los?

Laut einem Journalisten, der vor Ort war, sei vereinbart gewesen, dass man während des Malens fünf Minuten filmen dürfe. Dann sei aber der Organisator des Anlasses im Kunsthaus vor die Medienschar getreten und habe diesen ersten Termin abgesagt. Ein Mitglied des Bundesrats – laut der «Mittelland Zeitung» und verschiedenen Journalisten Moritz Leuenberger – habe sich gegen dieses Prozedere gewehrt. Fast wären die Fotografen und Kameraleute in corpore abmarschiert. In letzter Minute hat man sich dann aber noch auf einen Kompromiss geeinigt. Kurze Interviews nach vollendeter Arbeit und vor der Kulisse des Gemeinschaftswerks.

Der «missmutige grüne Kopf»

Aber auch das verlief dann nicht reibungslos. Als die Schreiber und Fotografen das Atelier betraten, waren einige Bundesratsmitglieder schon verschwunden. Bundespräsidentin Doris Leuthard musste die ganze Truppe für das Gruppenbild nochmals zusammentrommeln. Am zugänglichsten zeigten sich die Bundesräte Ueli Maurer und Hans-Rudolf Merz.

In verschiedenen Medien wurde das vollendete Werk danach analysiert, vornehmlich von Maltherapeuten. Einen «missmutigen grünen Kopf» ortete eine Expertin in dem Bild und ordnete das Stück Bild dem Uvek-Vorsteher zu. Andere deuteten darin das Bild des Amtsältesten als Kopf der Landesregierung.

Keine Stellungnahme vom Uvek

Offenbar war man gestern darauf bedacht, dass keine falschen Bilder an die Öffentlichkeit gelangen. Ein Journalist hat beobachtet, wie sich ein Stabsmitarbeiter demonstrativ vor die Kamera stellte, als das Schweizer Fernsehen Hans-Rudolf Merz filmen wollte. Und auf dem Weg durch die Altstadt hätten Sicherheitsleute die Kameras teilweise auf Distanz gehalten.

Im Departement von Bundesrat Moritz Leuenberger wollte man zum Auftritt des Chefs am Bundesratsreisli keine Stellung nehmen. Auch nicht zur Frage, ob die kurzfristige Absage des einen Medientermins im Kunsthaus auf Leuenberger zurückging.

Heute gehts aufs E-Bike

Heute bekommt Leuenberger eine zweite Chance, bei der medienwirksamen Reise eine bessere Miene zu machen. Auf der zweitägigen Schulreise durch den Heimat- und Wohnkanton von Bundespräsidentin Leuthard unternimmt die Landesregierung unter anderem eine Elektrobike-Tour und besucht ein Orgelkonzert. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.07.2010, 10:39 Uhr

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83 Kommentare

Tabea Steiner

02.07.2010, 12:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Leuenberger hat seit 15 Jahren Flop an Flop gereiht. Das grauenhafte Bild ist symbolisch für die Leistung dieses Mannes, dieser Regierung. Wichtig wäre: Amtszeitbeschränkung auf max. 12 Jahre! Möglichkeit der Abwahl (!) durch das Volk. Sowieso: Anstatt fünf zankende Parteien besser Mehrheitsregierung Links/Rechts mit Möglichkeit von Newahlen bei völligem Versagen (wie es heute der Fall ist) Antworten


Leonie Berger

02.07.2010, 13:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Leuenberger? Der guckt doch, wie immer....und hat mir sowieso noch nie gefallen; weder der Anblick, noch das was er von sich gibt. Antworten



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