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Was, wenn das Gotthardloch geschlossen wird?
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Die Alpen-Initiative will Autos und Lastwagen auf die Schiene verladen, wenn der Gotthard-Strassentunnel dereinst saniert wird - für 20 Franken pro Auto und 150 pro Lkw. Wann und wie der Tunnel saniert wird, steht jedoch noch in den Sternen.
Ziel des Auto- und Lastwagenverlads ist es, eine zweite Autoröhre am Gotthard zu verhindern. Die Forderung nach einer zweiten Röhre war im Zusammenhang mit der Sanierung des Strassentunnels mehrfach laut geworden - unter anderem aus dem Tessin.
Am Donnerstag stellte die Alpen-Initiative vor den Medien in Bern ihr Konzept für einen Autoverlad vor. Neu ist die Idee nicht, neu sind aber die detaillierten Berechnungen für die rollende Landstrasse, die sich am Lötschberg orientiert. Das Konzept sei «als Input für die Diskussion» und an die Bundesbehörden gedacht, sagte der Präsident der Initiative, Fabio Pedrina.
Lastwagen durch Basistunnel
So sollen Autos im bestehenden Bahntunnel zwischen Airolo und Göschenen im 12-Minuten-Takt verkehren, und der Transport für ein Auto soll wie am Lötschberg 20 Franken kosten. Für den Schienentransport von Lastwagen ist der neuen NEAT-Basistunnel zwischen Erstfeld und Biasca vorgesehen - im 20-Minuten-Takt und für 150 Franken (wie am Brenner-Pass) pro Lkw.
Für den Autoverkehr rechnen die Autoren des Berichts mit 400 Fahrzeugen pro Stunde und Richtung - ein Wert, der nur erreicht werden kann, wenn rund zehn Prozent des Verkehrs über eine andere Route umgeleitet werden kann. Für die Lastwagen soll das Angebot auf 75 Stück pro Stunde und Richtung ausgerichtet werden.
Für die notwendigen Bauten hat die Initiative folgende Investitionskosten berechnet: 10 Millionen Franken für die Terminals in Göschenen, 30 Millionen für Airolo und je 100 Millionen für Erstfeld und Biasca. Die jährlichen Kosten werden mit 165 Millionen beziffert.
Neben dem Verhindern einer zweiten Autoröhre verfolgt die Alpen- Initiative ein zweites Ziel: Das Tessin soll nicht von der Schweiz abgekoppelt werden. Sie verweist auf Studien, denen zufolge der Tourismus in der Vergangenheit nicht unter mehrwöchigen Unterbrüchen der Gotthardachse gelitten habe.
Der Nutzfahrzeugverband ASTAG reagierte umgehend auf die Vorschläge der Alpen-Initiative. Die Behauptung, der Tunnel könne ohne zweite Röhre saniert werden, sei «völlig praxisfremd und illusorisch», teilte er mit. Für die Verlagerung auf die Schiene gebe es nicht genügend Kapazitäten. ASTAG fordert deshalb vom Bundesrat ein Sanierungskonzept «ohne unzumutbare Einschränkungen des Verkehrs».
Sanierung: Einen Sommer oder fünf Jahre
Was die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels betrifft, ist noch fast alles offen. Fest steht einzig: Bis Ende 2010 muss der Bundesrat dem Parlament ein Sanierungs- und Verkehrskonzept vorlegen. Dies fordert ein Postulat der ständerätlichen Verkehrskommission vom Januar 2009.
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat die Projektorganisation aufgenommen. Schwieriger als die baulichen Fragen sei es aber, «die Folgen einer Tunnelsperrung abzuschätzen», sagte ASTRA-Sprecher Thomas Rohrbach auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Die Sanierung dürfte etwa in zehn Jahren beginnen - auf jeden Fall nach der Inbetriebnahme des NEAT-Basistunnels 2017. Ob sie nur einen oder zwei Sommer dauern wird oder gar fünf bis sechs Jahre, steht laut Rohrbach noch in den Sternen. Groben Schätzungen zufolge dürfte die Sanierung rund eine halbe Milliarde Franken kosten.
Der 17 Kilometer lange Gotthard-Strassentunnel ist seit 1980 in Betrieb. Er wurde zwar laufend unterhalten; insbesondere wegen Beleuchtung und Belüftung muss die Röhre aber so bald wie möglich totalsaniert werden. (cpm/sda)
Erstellt: 11.02.2010, 16:10 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




