Schweiz

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Wem die Schweizer vertrauen

Polizei, Kirche, Justiz, Presse, Fernsehen oder die Ehe: Wer oder was ist für Schweizerinnen und Schweizer vertrauenswürdig? Eine neue Studie hat die Antwort.

Vertrauenswürdige Institutionen

Vertrauenswürdige Institutionen


in Prozenten

Quelle: Reader's Digest


In der Schweiz haben gemäss einer Umfrage Polizei, Kirche und Justiz in den vergangenen zehn Jahren an Vertrauen gewonnen. Zu den Verlierern gehören die Werbeindustrie und die Medien, wie die am Dienstag veröffentlichte Studie «Reader's Digest European Trusted Brands 2010» zeigt.

74 Prozent der Befragten haben der Polizei 2010 ihr Vertrauen ausgesprochen, zwei Prozentpunkte mehr als 2001. Das Rechtssystem der Schweiz steigerte das Vertrauen im selben Zeitraum von 57 Prozent auf 61 Prozent, die Kirche von 38 auf 43 Prozent. Auch die Institution der Ehe konnte sich in der Schweiz dem Vertrauensverlust im übrigen Europa entziehen. Der Vertrauenswert erhöhte sich seit 2001 leicht von 68 auf nunmehr 69 Prozent.

Nur von den Schweden geschlagen

Die Schweizer Medien dagegen folgten dem europaweiten Trend und geniessen heute etwas weniger Vertrauen als vor zehn Jahren. der Prozentsatz der Befragten, die der Presse ein sehr hohes beziehungsweise ziemlich hohes Vertrauen aussprachen, verringerte sich von 50 auf 46 Prozent. Radio und Fernsehen erreichten 2010 noch einen Vertrauenswert von 65 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als vor zehn Jahren.

Noch nicht so lange erhoben wird der Vertrauenswert in anderen Bereichen wie etwa Bundesregierung und Politik, die in der Schweiz so viel Vertrauen wie sonst kaum in einem anderen Land Europas geniessen. Der Vertrauenswert der Schweizer Regierung belief sich 2010 auf 43 Prozent und lag damit fast doppelt so hoch wie der europäischen Durchschnittswert. Nur in Schweden erzielte die Regierung mit 46 Prozent einen noch höheren Wert.

Werber auf dem letzten Platz

Die Politik der Schweiz erzielte sogar mit 26 Prozent den mit Abstand höchsten Vertrauenswert für ihre Kategorie in allen 16 untersuchten Ländern Europas. Dennoch muss sie sich einmal mehr mit einem der hinteren Plätze in der Vertrauensrangliste zufrieden geben. Damit liegt sie immer noch vor der Europäischen Union, deren Vertrauenswert in der Schweiz seit 2001 um sechs Prozentpunkte auf nunmehr 24 Prozent zurückgegangen ist. Auf dem letzten Platz in der Vertrauensrangfolge landete erneut die Werbeindustrie.

An der Umfrage beteiligten sich mehr als 32'000 Leser der meistgelesenen Zeitschrift der Welt, davon über 1500 in der Schweiz. (sam/ddp/)

Erstellt: 02.03.2010, 11:07 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

15 Kommentare

Tanja Gerber

03.03.2010, 08:04 Uhr
Melden

Wem ich persönlich vertraue? Unserer Polizei und meinem gesunden Menschenverstand. Alles andere ist Hokus-pokus und muss erst bewiesen werden! Hoffnungen? Wenigstens zwei oder drei seriöse Zeitungen, auf deren Inhalte man sich verlassen kann. Auf Werbungen, politisches Geplapper und Gezänk wie auch sonstigen Schrott kann ich problemlos verzichten. Antworten


jürg steiner

02.03.2010, 19:25 Uhr
Melden

Die EU ist etwas vage als begriff. Immerhin gibt es da und dort unabhängige gerichte. Heute hat das deutsche bundesgericht die vorratsdatenspeicherung als strittig mit dem grundgesetzt erklärt, sie muss ab sofort gestoppt werden. Hierzulande sind richter leider nicht politisch unabhängig und wird schon seit 2002 vorratsdatenspeicherung gemacht, verdachtsunabhängig wird jeder überwacht. Antworten


Dieter Wundrig

02.03.2010, 18:58 Uhr
Melden

@ Michael Fuhrer- Danke, Sie verwenden meine Worte. Aber was möchten Sie hinterfragen? Ist Ihnen sonst nichts eingefallen? Antworten


Emanuel Meier

02.03.2010, 16:27 Uhr
Melden

@ . Moser: Das Internet ist voller Falschinformationen. Es ist uns nicht möglich aufgrund der Quantität nach Qualität zu unterscheiden. Gerade gute, unabhängige Zeitungen sind Opfer dieses Trends und führen dazu, dass eben nichts mehr hinterfragt wird. Fastfood Informationen allüberall! Antworten


Michael Fuhrer

02.03.2010, 16:04 Uhr
Melden

@wundrig: Man sollte lieber einmal hinterfragen, wer dieter wundrig ist! Dann hat man in diese Sätze ganz sicher kein Vertrauen.Überhaupt, was bezweckt er mit all diesen Beiträgen, er will uns doch nur in vorgegebene Richtungen leiten.Trends und Werbung werden auch vorgegeben und dienen ebenfalls dem gleichen Zweck, der allgemeinen Verblödung. Vertraue dem eigenen Verstand und hinterfrage alles. Antworten


Adrian Müller

02.03.2010, 13:53 Uhr
Melden

Die Polizei ist immerhin vertrauenswürdiger als politische Parteien, welche im ranking gar nicht erscheinen. Ein Lichtblick. Antworten


Dieter Wundrig

02.03.2010, 13:51 Uhr
Melden

Man sollte lieber einmal hinterfragen, wer und was ist Reader´s Digest! Dann hat man in diese Studie ganz sicher kein Vertrauen.Überhaupt, was bezweckt man mit all diesen Studien, man will uns doch nur in vorgegebene Richtungen leiten.Trends und Werbung werden auch vorgegeben und dienen ebenfalls dem gleichen Zweck, der allgemeinen Verblödung. Vertraue dem eigenen Verstand und hinterfrage alles! Antworten


Andreas Moser

02.03.2010, 13:45 Uhr
Melden

Auch dank Internt haben wir die Möglichkeit an Unabhängige Informationen ran zu kommen. Selber hinterfragen und überprüfen, Eigenverantwortung übernehmen. Oder glauben Sie noch, dass am 9/11 die drei Wolkenkratzer durch zwei Flugzeuge wie bei einer Sprengung in sich zusammenfielen? Glauben Sie noch an die CO2-Lüge - Klima wird von Sonne verursacht. Wirtschaft: Wir befinden uns im Konratieff-Winter Antworten


Hans Müller

02.03.2010, 13:37 Uhr
Melden

Eine Frage fehlt: Wie sehr vertrauen die Schweizer ihrem eigenen Urteil (nach Abwägen all der Dinge, die sie von Bundesrat bis TV gehört haben)? Antworten


rolf emmenegger

02.03.2010, 13:06 Uhr
Melden

Diese Studie ist überhaupt nicht repräsentativ, mehr als 5o% aller Teilnehmer haben doch ganz bestimmt geschummelt eine Studie von Direktbefragern durchgeführt ist glaubwürdiger als eine anonym auf Papier gebrachte! Antworten


Matt Hoch

02.03.2010, 12:56 Uhr
Melden

Wie kann man dem Bundesrat noch vertrauen,wo doch alle nur mehr Partei-Interessen oder die Interessen der Wirtschaft vertreten, aber nicht wirklich uns einfache Bürger!? Wie kann man den Parteien vertrauen,die doch nur ihre eigenen Interessen und ihr Ego pflegen,aber sonst höchstens für einen Teil des Volkes da sind!Und wie kann man gott-losen Kirchenvertretern vertrauen?Vertraue Gott allein!! Antworten


Philipp Aregger

02.03.2010, 12:24 Uhr
Melden

"Reader's Digest" wird von älteren Leuten gelesen. Der Verlag vertritt konservative, christliche Werte. Berüchtigt sind seine Werbespielchen. Immer wieder wird "Reader's Digest" vorgeworfen, ältere Menschen mit betrügerischen Methoden zu Vertragsabschlüssen zu bewegen. Dieser Umfrage über das Vertrauen ist selbst nicht zu trauen. Antworten


Hans Treichel

02.03.2010, 12:07 Uhr
Melden

Ein gewisses Misstrauen finde ich gut, aber dass Herr und Frau Schweizer den Medien und der Presse mehr vertrauen als dem Bundesrat erschreckt mich dann doch sehr. Dass der Presse, welche als mächtiges Propagandainstrument gilt und missbraucht werden kann, so fest vertraut wird, stimmt mich nicht positiv für die Zukunft. Antworten


Emanuel Meier

02.03.2010, 11:47 Uhr
Melden

Peinlich: Presse ist hinter TV...Ich rede nicht vom Blick, notabene. Und die 50% Scheidungsrate dürfte den zweiten Platz der Ehe stark relativieren. O tempora o mores! Antworten


Fabian Abplanalp

02.03.2010, 11:45 Uhr
Melden

Die Presse ist selbst schuld. Wenn so Makulatur wie 20min sein Zeugs mit Copy/Paste zusammenpappt, und den Mist dann nicht einmal durchliest damit wenigstens die gröbsten Fehler erkannt werden. Leider ist das auch bei den "grossen" wie Tagi langsam der Fall. Früher konnte man von den Zeitungen noch etwas lernen bezüglich Rechtschreibung, heute sollte man nur noch die Bildli anschauen. Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Leiter Investitionscontrolling ( m / w ) Leading People Executive Search, Kanton Bern

Leiter/-in Tax Competence Center SIX Group, Olten

Verkaufsingenieur(in) Embedded Elektronik Mikrap AG, Einsiedeln

Umfrage

Gesetzt den Fall, Geld spielt für Sie eine untergeordnete Rolle. Würden Sie in Andermatt eine Ferienwohnung kaufen?