Wem die Schweizer vertrauen
Aktualisiert am 02.03.2010 15 Kommentare
Vertrauenswürdige Institutionen
Vertrauenswürdige Institutionen
in Prozenten
Quelle: Reader's Digest
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In der Schweiz haben gemäss einer Umfrage Polizei, Kirche und Justiz in den vergangenen zehn Jahren an Vertrauen gewonnen. Zu den Verlierern gehören die Werbeindustrie und die Medien, wie die am Dienstag veröffentlichte Studie «Reader's Digest European Trusted Brands 2010» zeigt.
74 Prozent der Befragten haben der Polizei 2010 ihr Vertrauen ausgesprochen, zwei Prozentpunkte mehr als 2001. Das Rechtssystem der Schweiz steigerte das Vertrauen im selben Zeitraum von 57 Prozent auf 61 Prozent, die Kirche von 38 auf 43 Prozent. Auch die Institution der Ehe konnte sich in der Schweiz dem Vertrauensverlust im übrigen Europa entziehen. Der Vertrauenswert erhöhte sich seit 2001 leicht von 68 auf nunmehr 69 Prozent.
Nur von den Schweden geschlagen
Die Schweizer Medien dagegen folgten dem europaweiten Trend und geniessen heute etwas weniger Vertrauen als vor zehn Jahren. der Prozentsatz der Befragten, die der Presse ein sehr hohes beziehungsweise ziemlich hohes Vertrauen aussprachen, verringerte sich von 50 auf 46 Prozent. Radio und Fernsehen erreichten 2010 noch einen Vertrauenswert von 65 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als vor zehn Jahren.
Noch nicht so lange erhoben wird der Vertrauenswert in anderen Bereichen wie etwa Bundesregierung und Politik, die in der Schweiz so viel Vertrauen wie sonst kaum in einem anderen Land Europas geniessen. Der Vertrauenswert der Schweizer Regierung belief sich 2010 auf 43 Prozent und lag damit fast doppelt so hoch wie der europäischen Durchschnittswert. Nur in Schweden erzielte die Regierung mit 46 Prozent einen noch höheren Wert.
Werber auf dem letzten Platz
Die Politik der Schweiz erzielte sogar mit 26 Prozent den mit Abstand höchsten Vertrauenswert für ihre Kategorie in allen 16 untersuchten Ländern Europas. Dennoch muss sie sich einmal mehr mit einem der hinteren Plätze in der Vertrauensrangliste zufrieden geben. Damit liegt sie immer noch vor der Europäischen Union, deren Vertrauenswert in der Schweiz seit 2001 um sechs Prozentpunkte auf nunmehr 24 Prozent zurückgegangen ist. Auf dem letzten Platz in der Vertrauensrangfolge landete erneut die Werbeindustrie.
An der Umfrage beteiligten sich mehr als 32'000 Leser der meistgelesenen Zeitschrift der Welt, davon über 1500 in der Schweiz. (sam/ddp)
Erstellt: 02.03.2010, 11:07 Uhr
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15 Kommentare
Die Presse ist selbst schuld. Wenn so Makulatur wie 20min sein Zeugs mit Copy/Paste zusammenpappt, und den Mist dann nicht einmal durchliest damit wenigstens die gröbsten Fehler erkannt werden. Leider ist das auch bei den "grossen" wie Tagi langsam der Fall. Früher konnte man von den Zeitungen noch etwas lernen bezüglich Rechtschreibung, heute sollte man nur noch die Bildli anschauen. Antworten
































