Weniger IV-Bezüger – und doch in den roten Zahlen
Aktualisiert am 01.06.2010 6 Kommentare
Im Jahr 2008 hatte die Zahl der Bezüger noch bei 490'000 gelegen. Seit Mitte der Achtzigerjahre hatte sie sich rund verdoppelt. Seither sinkt sie wegen verschiedener Sparmassnahmen beständig – auch im Zuge der 5. IV-Revision. 2009 bezogen 420'000 Personen in der Schweiz und 40'000 im Ausland Leistungen der IV. Bei den Leistungsbezügern in der Schweiz bezogen je die Hälfte Renten respektive individuelle Eingliederungsmassnahmen.
In der Schweiz lag die Wahrscheinlichkeit, eine IV-Leistung zugesprochen zu erhalten, bei 6,6 Prozent, wobei dies je nach Alter und Geschlecht stark variierte. Nimmt man nur die Invalidenrenten, so sank die Zahl Ende 2009 auf 284'000, wovon 244'000 in der Schweiz blieben. 2006 hatten sie einen Höchststand von knapp 300'000 erreicht. Auch die Zahl der Neuberentungen ging zurück: von 27'700 (2003) auf 15'600 (2009).
Die hohe Zahl der Leistungsbezüger belastet die IV-Rechnung. 2009 hat die IV 9,3 Milliarden Franken ausgegeben und 8,2 Milliarden eingenommen; dies ergibt einen Fehlbetrag von 1,1 Milliarden. Seit Mitte der Neunzigerjahre weist der Rechnungssaldo ein Minus auf – mit einer Spitze von minus 1,6 Millarden im Jahr 2006. Im Kapitalkonto, das sich seit 1993 im Minus befindet, klafft ein Defizit von 13,9 Milliarden. Den grössten Ausgabenteil bildeten 2009 die Renten mit 6,1 Milliarden. Die Eingliederungsmassnahmen schlugen mit 1,4 Milliarden zu Buche. (raa/sda)
Erstellt: 01.06.2010, 11:50 Uhr
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6 Kommentare
Diese Zahlen sind enorm hoch. Ich dachte das einige Tausend IV beziehen, dass es Hunderttausende sind erstaunt mich sehr. Kein Wunder geht uns das Geld aus. Wie sind diese Zahlen im Internationalen Vergleich einzuordnen? Wenn 6.5% der Gesamtbevölkerung IV-Leistungen bezieht so kann doch was am System nicht stimmen. Werden da nicht auch andere Lebenssituationen fremd finanziert? Antworten
































