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Weniger Migranten wegen der Krise
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Im Zuge der Weltwirtschaftskrise sind deutlich weniger Menschen in OECD-Länder eingewandert als in den Vorjahren, wie ein Bericht der Organisation zeigt. Die Schweiz profitiert von der Zuwanderung, nimmt aber proportional auch am meisten Asylbewerber auf.
Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem neusten Migrationsbericht festhält, gehört die Schweiz zusammen mit Norwegen und Schweden zu den Ländern, die proportional zu ihrer Bevölkerung am meisten Asylsuchende aufnehmen. Grundsätzlich steigt die Anzahl der Asylgesuche in den OECD-Ländern seit 2006 wieder.
Dies im Gegensatz zu den generellen Zuwanderungszahlen, auf welche sich der OECD-Bericht bezieht. Dort zeigen die Zahlen von 2008, dass die Einwanderung um rund sechs Prozent auf 4,4 Millionen Personen abgenommen hat. In den fünf Jahren zuvor war die Zahl jährlich noch um durchschnittlich elf Prozent gestiegen.
Wichtiger Beitrag für Wirtschaft
«Es ist wichtig zu verstehen, dass Migranten besonders in wirtschaftlich guten Zeiten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten», sagte OECD-Generalsekretär Angel GurrÃa am Montag bei der Vorstellung des Berichts in Brüssel.
«Die aktuellen wirtschaftlichen Probleme werden die langfristigen demografischen Trends nicht verändern», erklärte er weiter. Es sei daher wichtig, dass Migrationspolitik eine langfristige Perspektive beibehalte.
Vollständige Daten aus dem vergangenen Jahr standen der OECD noch nicht zur Verfügung. Aktuelle Daten legten aber nahe, dass die Zuwanderung in OECD-Länder auch 2009 weiter zurückgegangen sei, heisst es in dem Bericht. Das Bundesamt für Migration hielt für 2009 fest, dass die Zahl der Einwanderer in die Schweiz um knapp 25'000 auf 132'444 Personen zurückging.
Schweiz profitiert stark
In den Jahren vor der Weltwirtschaftskrise hat internationale Migration in vielen OECD-Ländern erheblich dazu beigetragen, die Nachfrage nach Arbeitskräften zu stillen. Im Vergleich mit den anderen OECD-Ländern war diese Zuwanderung in der Schweiz besonders hoch: Vor der Wirtschaftskrise machten Migranten hierzulande rund die Hälfte des neuen Arbeitskräftepotentials aus.
Im OECD-Mittel waren es nur etwa 30 Prozent. Nur in Irland und Spanien hatte die Zuwanderung eine ähnlich hohe Bedeutung wie in der Schweiz.
Arbeitslosigkeit betrifft Migranten stärker
Die aktuelle Wirtschaftskrise und damit die Arbeitslosigkeit traf vor allem in Spanien, Irland, Portugal und Österreich die Migrantinnen und Migranten stärker als die einheimischen Arbeitnehmer. Hingegen haben es Einwanderer in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt derzeit leichter als in anderen Ländern, wie die OECD schreibt.
Von der Arbeitslosigkeit stark betroffen, seien Einwanderer, welche auf dem Bau, im Hotelgewerbe oder in der Gastronomie arbeiteten, schreibt die OECD. Grundsätzlich hätten die Saisonniers die Wirtschaftskrise als erste zu spüren bekommen. (cra/sda)
Erstellt: 12.07.2010, 14:09 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




