Schweiz
«Wenn die SVP gewinnt, werde ich mich zurückziehen»
Aktualisiert am 03.02.2011 32 Kommentare
Artikel zum Thema
- «Die Schweiz ist auch eine Blocherkratie»
- SVP ritzt die 30-Prozent-Marke
- Blocher als Ständerat: Joker oder Sturkopf?
- Blocher spricht über sich selbst
- Blocher vergleicht Juncker mit Hitler
Stichworte
Christoph Blocher ist ein unermüdlicher Wahlkämpfer. In den letzten Tagen hielt sich der SVP-Vizepräsident und Alt-Bundesrat in der Westschweiz auf, um die Partei auf seine Politik einzuschwören. Blocher will vor allem in den Städten wie Lausanne und Genf zulegen, wie er in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin» erklärt. «Wir müssen die Bürger dafür sensibilisieren, dass der Staat nicht zum Geldausgeben da ist.»
Dieser Fokus auf urbane Finanzpolitik bedeute aber nicht, dass die SVP in der Romandie starke SVP-Themen wie die Ausländer- und Sicherheitspolitik vernachlässigen werde. Auf die Frage, ob die SVP im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen eine neue Volksinitiative lancieren wird, sagt Blocher vielsagend: «Das ist eine Überraschung.»
«Ich werde mich im April entscheiden»
Keine Überraschung ist, dass Blocher wieder ins Bundeshaus drängt. Zur Diskussion steht eine Kandidatur für den Nationalrat, aber auch für den Ständerat. «Ich werde mich im April entscheiden», sagt der 70-jährige Politiker. Trotz seines Alters habe er die Kraft für vier weitere Jahre, auch am Temperament mangle es nicht. Blocher sagt aber auch: «Ich werde mit der Politik aufhören, wenn es nicht mehr geht. Vielleicht nach den Wahlen.» Interessant wird es im nächsten Satz: «Wenn die SVP gewinnt, werde ich mich zurückziehen.» Aber wenn die SVP verliere, müsse er noch lange Zeit bleiben. «Das ist ein Grund für die Linken, um die SVP zu wählen», sagt Blocher. Und er lacht dabei.
Gemäss dem neuesten Wahlbarometer der SRG SSR könnte die SVP bei den Wahlen im Herbst die 30-Prozent-Marke ritzen. Wäre am 14. Januar gewählt worden, hätte die SVP einen Wähleranteil von 29,8 Prozent erreicht, gegenüber den Wahlen 2007 ein Plus von 0,9 Prozent. (vin)
Erstellt: 03.02.2011, 08:53 Uhr
Kommentar schreiben
32 Kommentare
Die Schweiz hat Blocher viel zu verdanken, vor allem dass wir nicht in der EU sind und nicht den Euro haben. Hätten wir den EWR angenommen wäre der Schnellzug in die EU abgefahren. Das Beitrittsgesuch der Schweiz liegt noch immer in Brüssel. Die SVP setzte sich auch immer für Ausgabenbremsen ein und deshalb stehen wir heute besser da als viele Länder. Antworten
Schweiz
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




