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«Wenn die Vorwürfe stimmen, ...»

Interview: Hubert Mooser. Aktualisiert am 08.12.2011 115 Kommentare

Der Zürcher SVP-Kantonalpräsident Alfred Heer nimmt im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet Stellung zu den Vorwürfen gegen Bundesratskandidat Bruno Zuppiger.

Ich gehe davon aus, dass der Rückzug für ihn schon Strafe genug ist: Alfred Heer (r.) über Bruno Zuppiger.

Ich gehe davon aus, dass der Rückzug für ihn schon Strafe genug ist: Alfred Heer (r.) über Bruno Zuppiger.
Bild: Keystone

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Korrektur-Hinweis

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Herr Heer, was ging Ihnen durch den Kopf, als sie gestern von der Erbschaftsgeschichte um den Zürcher Bundesratskandidaten Bruno Zuppiger erfuhren?
Ich war erstaunt und gleichzeitig enttäuscht.

Hätten Sie eine Kandidatur Zuppigers unterstützt, wenn Sie von dieser Geschichte gewusst hätten?
Wenn es sich so abgespielt hat, wie die «Weltwoche» berichtet, nein.

Hat die Parteispitze einen Fehler gemacht, als sie die Nominierung Zuppigers als Bundesratskandidaten zuliess?
Die Frage ist: Was wusste die Parteispitze tatsächlich?

Waren die Abklärungen der Parteispitze zu wenig gründlich?
Das kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist, dass eine Vereinbarung vorlag, welche der Verschwiegenheit untersteht. Bruno Zuppiger konnte die Parteispitze wohl nicht vollumfänglich informieren.

Warum hat die Parteispitze nicht einmal den Zürcher Kantonalpräsidenten davon in Kenntnis gesetzt?
Offensichtlich ging die Parteispitze davon aus, dass mit dem abgeschlossenen Vergleich alles geregelt sei und einer Bundesratswahl nichts im Wege stehen würde. Auch die Fraktion wurde nicht informiert.

Dass Zuppiger nicht gerade erfolgreich war als Geschäftsmann, war allen in der Fraktion bekannt. Hätten nicht alle alarmiert sein müssen, als der Name Bruno Zuppiger als Kandidat fiel?
Bruno Zuppiger ist stets positiv in Erscheinung getreten. Es können nicht alle Grossunternehmer sein in unserer Partei.

Ist Bruno Zuppiger mit dieser Geschichte als Bundesratskandidat noch tragbar?
Auch wenn alles geregelt ist und keine Dritten zu Schaden gekommen sind, muss sich Bruno Zuppiger überlegen, ob er an seiner Kandidatur festhalten will. Die Abwicklung dieser Erbteilung ist alles andere als ein Ruhmesblatt. Wenn die Vorwürfe der «Weltwoche» so stimmen, muss Bruno Zuppiger seine Kandidatur zurückziehen

Und als Nationalrat?
Ich gehe davon aus, dass der Rückzug für Bruno Zuppiger schon Strafe genug ist. Zivilrechtlich wurde die Sache mit Zins und Zinseszins von Bruno Zuppiger bezahlt. Eine Rücktrittsforderung aus dem Nationalrat wäre unverhältnismässig. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.12.2011, 13:25 Uhr

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115 Kommentare

Philipp Imhof

08.12.2011, 13:25 Uhr
Melden 127 Empfehlung

Unverhältnismässig? Es ist sehr blauäugig zu meinen, dass Herr Zuppiger so viele Stimmen gemacht hätte, wenn diese Information zwei Monate früher publiziert worden wäre. Er wäre ziemlich sicher nicht wiedergewählt worden. Antworten


Roman Fenner

08.12.2011, 14:13 Uhr
Melden 122 Empfehlung

Damasl wurde Sämi Schmid, gerade von der Zürcher SVP, aus der Partei gemobbt und öffentlich der Lächerlichkeit preisgegeben wegen dessen Vertrauensseeligkeit. Herr Zuppiger sollte gänzlich aus der Politik zurücktreten, hätte er denn so was wie Moral und Ethik. Aber dies scheint ja sowieso nicht der Fall zu sein. Genauso wenig wird ein Mitglied des Zürcher SVP-Blocks auf die gleiche Tour behandelt. Antworten



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