«Wenn jemand stirbt, dürfte die Nachfrage sprunghaft ansteigen»
Interview Claudio Habicht. Aktualisiert am 09.11.2009 24 Kommentare
«Das einzige Problem ist zurzeit die Logistik»: Marc Müller, Präsident der Haus- und Kinderärzte.
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Marc Müller
Marc Müller ist Präsident des Berufsverbandes der Schweizer Haus- und Kinderärzte und führt eine Praxis in Grindelwald.
Heute lässt der Bund die Schweinegrippe-Impfdosen verteilen. Nun können die Hausärzte damit beginnen, ihre Patienten zu impfen. Erwarten Sie einen Ansturm auf die Praxen?
Nein. So wie es im Moment ausschaut, wird es wohl keinen riesigen Andrang geben. In Gesprächen mit den Patienten habe ich bislang eine gewisse Skepsis gespürt, was sicher auch mit der intensiven Medienberichterstattung zu tun hat – zum Beispiel über die Nebenwirkungen des Impfstoffes. Das wirkt sich nun kontraproduktiv aus.
Wie viele Personen werden sich ihrer Meinung nach impfen lassen?
Wir Hausärzte gehen davon aus, dass dies rund 800'000 Personen sein werden, also etwa 10 Prozent der Bevölkerung. Zum Vergleich: Gegen die saisonale Grippe lassen sich durchschnittlich zwischen 10 und 20 Prozent der Bevölkerung impfen. Diese Zahl dürfte aber sprunghaft ansteigen, wenn in der Schweiz jemand an Schweinegrippe sterben sollte.
Werden die Hausärzte den Mehraufwand bewältigen können?
Ja. Die Wartefristen können jedoch von Praxis zu Praxis variieren: Je mehr Personen aus einer Risikogruppe ein Hausarzt betreut – also Schwangere und Kinder – desto länger werden sich die Einzelnen gedulden müssen. Auch HIV-Patienten mit einem schlechten Immunsystem wollen sich vorrangig impfen lassen, bevor die Pandemie ausbricht. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass alle in nützlicher Frist eine Impfung erhalten werden.
Kritiker behaupten das Gegenteil, der Impfstoff reiche nicht für alle. Was sagen Sie dazu?
Bisher ist mir lediglich bekannt, dass der Impfstoff Focetria beschränkt geliefert wird. Da nur dieser bei Kindern und Schwangeren zugelassen ist, wird er in gewissen Kantonen selektiv an Kinderärzte und Frauenärzte ausgeliefert. Wenn sich da wirklich ein Lieferengpass bestätigt, werden wohl die Fragen, warum im Ausland auch ein anderes Mittel für Kinder zugelassen ist und bei uns nicht, wieder auftauchen.
Die Ärzte kommen mit der Impfaktion also zu Rande.
Ja. Das einzige Problem ist zurzeit die Logistik, denn die Handhabung des Impfstoffs ist heikel. Der Impfstoff für Erwachsene wird uns nur in Zehnerdosierungen geliefert. Öffnet der Arzt eine Packung, muss er alle Dosen innerhalb von 24 Stunden verbrauchen, da sie sonst ablaufen. Die Ärzte müssen also innerhalb eines Tages zehn Patienten zur Impfung aufbieten können. Der Impfstoff für Frauen und Kinder hingegen ist in Einzeldosen erhältlich, womit sich dieses Problem nicht stellt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.11.2009, 14:42 Uhr
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24 Kommentare
@ruth nitzlnader: haftung hersteller: "In der Schweiz jedenfalls besteht keine Befreiung der Hersteller von der Haftbarkeit für Impfschäden durch die erwähnten Impfstoffe. Der Bund hat den Herstellern lediglich zugesagt, allfällige Schäden, die dem Hersteller aus dessen Haftpflicht entstehen, in bestimmten Fällen auszugleichen (sog. Schadensdeckung des Bundes)." quelle: email BAG Antworten
Natürlich werden wieder "einige" sterben, war schon immer so, seit es den Virus gibt. Man lese einmal nach, was so alles geschrieben steht, mit Eingabe in der Suchmaschine von: Strategie der Spannung. Hat meinerseits nichts mit Subversion zu tun! Antworten
Das ist ja duemmer als von der Polizei erlaubt! Diese 10-Packung die in einem Tag verbraucht werden muss, zeigt wieder einmal wer den Messer haelt: Die Pharma-Industrie hat sich da etwas einfallen lassen um mehr zu verdienen! Unseren Behoerden bekommt den Dummheit-Nobel....! Antworten
Und wenn jemand an der Impfung stirbt, wie das 1976 öfters vorkam? Bei der ersten Massenimpfung gegen Schweinegrippe wurden 40 Millionen Amerikaner geimpft. Über 500 erkrankten am Guillain-Barré-Syndrom (Lähmungen) und Dutzende starben daran. Am 14. Dez. 1976 verkündete ein betretener Präsident Ford den Abbruch der Aktion. Details im Internet unter "swine flu affair" gratis nachlesbar (Englisch). Antworten
Ich halte es mit dem Leser Hans-Gustav Vorderbrink für irrsinnig, dass sich die Schweizer Regierung eine 1625% Sicherheit bei der Bestellung der Impfdosen leistet. (Vor ein paar Tagen war im Tagi zu lesen, 13 Millionen Dosen würden durch Novartis geliefert). Wer entsorgt denn den ganzen Plunder nachher? Natürlich die Pharmaindustrie, die sich dann ein zweites Mal eine goldene Nase verdient. Antworten
Die Schweizer Nörgeler hier wissen anscheinend alles besser als die Fachleute. Wenn keine Impfung bereitstünde und der Erreger viele Tote gefordert hätte, würden die gleichen Leute wohl mit umgekehrter Argumentation auf die Verantwortlichen einprügeln. Besser einmal zuviel gegen eine Pandemie vorgesorgt, als keine Impfung parat, wenn eine wirklich gefährliche Seuche im Anmarsch ist. Antworten
Wer erwartet hat, dass die Schweiz fähig sein soll, eine Ausnahmesituation (die es ja eigentlich noch nicht einmal wirkich ist!) zu bewältigen, der träumt sich die Schweiz eben weiter schön. Unmöglich, was da so alles abgeht. Und wenn ich daran denke, was diese BAG- und andere infolvierte Beamte so verdienen, da muss sich mancher im freien Markt Tätige die Haare raufen. Antworten
Siehe mein Kommentar (an dritter Stelle). Novartis hat schon vorgesorgt ! Die Impfstoffe werden in einer GmbH in Italien und Deutschland hergestellt und wenn bei dieser Massenimpfung der Weltbevölkerung etwas schief geht, haften sie nur mit 10'000.- Euro. Uebrigens was verschwiegen wird; gibt mal oben in der Google Suche dies ein: Novartis Aflunov Fluad H5N1 Antworten
Katastrophen verursachen viel menschliches Leid. Aber sie bilden den Boden für wirtschaftliche Erholung. Denn wenn es uns zu gut geht, gibt es zuwenig Nachfrage und die Wirtschaft schrumpft. Dh, wir müssen UNzufrieden sein, damit es der Wirtschaft gut geht und Arbeitsplätze geschaffen werden können, damit wir alle wieder glücklich werden (und das Spiel wieder von Vorne beginnen kann...). Antworten
Tschuldigung aber der Titel dieses Berichtes ist ja wieder einmal mehr reisserisch als informativ.. anstelle eines objektiven Titels wird hier wieder der Versuch unternommen die Leute zu verängstigen - und mitlerweile ist klar, dass es bei der Schweinegrippe im Moment noch prozentual weniger Tote gibt als bei der normalen Grippe - also was soll das? Antworten
Der Satz "das einzige Problem ist zurzeit die Logistik" wird sich evtl. noch als bedeutsam erweisen. Der Imstoff Pandemrix wird bekanntlich zentral von der Armeeapotheke verwaltet und verteilt. Wenn man vorhandenen Informationen glauben will, tut sich die Armeeapotheke mit dieser Logistik-Aufgabe schwer. Da kann man gespannt sein, bis wann Pandemrix tatsächlich bei den richtigen Stellen ankommt. Antworten
"Wenn jemand stirbt, dürfte die Nachfrage sprunghaft steigen" - Da möchte ich dann z.B. schon noch zuerst wissen, war das ein kerngesunder junger Mensch oder war das einer dessen Immunsystem vorher schon geschwächt war? Liebe Journalisten, nehmt eure Aufgabe und eure Verantwortung endlich wahr und produziert nicht nur Panikmache, sonder recherchiert sorgfältig und stellt die richtigen Fragen. Antworten
Schwierige Handhabung, 10er-Dosierungen usf. bedeuten, dass der eine etwas zuviel abbekommt, der andere etwas zuwenig. Darum lehnt der Hersteller logischerweise die Haftung ab ! Klar ist auch: die Impfung in der CH kommt zu spät. Normalbürger können ja erst ab Ende Nov. impfen und brauchen weitere 2 Wochen für den Aufbau des Schutzes ! Was, wenn man gleichzeitig infiziert u. geimpft wird ? Antworten
800'000 wollen sich also impfen lassen. Und dafür hat die Schweiz 13 Millionen Impfdosen gekauft? Da fragt man sich schon, wer das bezahlt? Und wer hat diese Entscheidung getroffen? Höchstwahrscheinlich Politiker mit zu viel Nähe zur Pharmaindustrie. Antworten
Es ist schon erstaunlich mit welcher Penetranz diese selbsternannten Experten und sogenannten Fachleute die Bevoelkerung zum Narren halten und die Angst schueren. Die Pandemie ist im Gange, falls die das noch nicht bemerkt haben sollten , ein Impfen zum jetzigen Zeitpunkt ist zu spaet. Antworten
Impfstoffe Schweiz: 1.Focetria mit Adjuvans MF59 Hersteller Novartis-Vaccines & Diagnostics S.r.l. Siena - Italia gezüchtet in Hühnereier USA keine Zulassung. 2. Celtura mit Adjuvans MF59 Hersteller Novartis-Behring-Vaccines GmbH & Co D-Marburg gezüchtet in Hundezellen USA keine Zulassung. 3. Pandemix mit Adjuvans MF59 Hersteller GlaxoSmithKline England gezüchtet in Hühnereier USA keine Zulassung. Antworten
Es sterben an jeder Grippe Menschen. Die Schweinegrippe ist nicht gefährlicher als andere Grippen. Sollte ich die Schweinegrippe bekommen werde ich sie ohne Impfung bestens überleben und dabei natürliche Resistenzen aufbauen können. Risikogruppen sollten aber in jedem Fall Vorsichtsmassnahmen treffen, auch bei 'normalen' Grippen. Antworten




martha beck
Die Impfstoffe Celtura von Novartis und Pandemrix von GSK enthalten sowohl den Zusatzstoff Squalen wie auch Thiomersal. Thiomersal ist ein toxisches und krebserregendes Konservierungsmittel, das zu 49.6% aus Quecksilber besteht. Quecksilber ist hoch toxisch und schädlich für alle menschlichen Gewebe. Squalen kann Autoimmunität induzieren. Autoimmunkrankheiten von Organen sind unheilbar. Antworten