Schweiz
Wer wem wie viel bezahlt
Von David Schaffner. Aktualisiert am 12.05.2010 61 Kommentare
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Wenn Firmen innerhalb der Innerschweiz ihren Standort wechselten, war in der Vergangenheit die Richtung der Abwanderung meist klar: Weg von der damaligen Steuerhölle Luzern in eines der nahen Steuerparadiese in Zug, Schwyz oder Nidwalden. Seit die Luzerner die Gewinnsteuern für Firmen stark gesenkt haben, haben sich die Vorzeichen im Spiel der gegenseitigen Abwerbungen indes geändert: In den letzten Monaten konnte Luzern die Ansiedlung mehrerer Firmen melden. Wascosa beispielsweise entschied sich, den Standort mit 25 Mitarbeitern von Zug nach Luzern zu verlagern und auszubauen.
Im reichen Kanton Zug sorgt diese Entwicklung für rote Köpfe: Schliesslich stammt ein Teil des Geldes, mit dem die Luzerner ihre Steuern senken konnten, aus Zug. Möglich macht dies der interkantonale Finanzausgleich NFA. Er sorgt dafür, dass Kantone mit starken Ressourcen die ärmeren mit jährlichen Zahlungen unterstützen. Arme Stände wie Obwalden oder Luzern haben die Gelder gezielt dazu eingesetzt, ihre Steuern zu senken, zahlungskräftige Firmen und Privatpersonen anzulocken und so mittelfristig zu den starken Kantonen aufzusteigen.
Schwyz ist solidarisch
Endgültig vorbei mit dem Spass ist es für die Zuger, wenn die aufstrebenden Kantone die eigenen Sätze unterbieten. Luzern ist daran, die Gewinnsteuer in den nächsten zwei Jahren auf den teilweise schweizweit tiefsten Satz zu senken. In Gemeinden wie Meggen werden dann noch rund 11,2 Prozent anfallen, wie der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann erklärt. Im Hauptort Zug lag die Belastung 2009 bei 15,8 Prozent. Heute bieten Appenzell Ausserrhoden und Obwalden den tiefsten Satz von 12,7 Prozent an, gefolgt von Innerrhoden, Schwyz, Nidwalden und Zug. Luzern liegt auf dem elften Platz.
Weil Zug aber bald einmal vom grossen Nachbarn Luzern unterboten wird, fordert der Kanton, dass der Bund die NFA-Spielregeln für alle Kantone ändert, wie die «Neue Luzerner Zeitung» berichtete. Demnach sollen Nehmerkantone, die ihre Steuern unter den Durchschnitt der Geberkantone senken, weniger Mittel erhalten. Überdies soll der Bund eine Grenze bei den Zahlungen einführen. Die Beträge pro Kopf sollen nicht mehr höher als 2000 Franken liegen dürfen. Zug zahlt dieses Jahr pro Einwohner bereits 2042 Franken ein. Zürich liegt mit 428 Franken deutlicher tiefer. Luzern oder Bern erhalten im Gegenzug 873 beziehungsweise 817 Franken.
Kein Verständnis
Obwohl die Belastung für die Zuger hoch ist, erhalten sie kaum Unterstützung aus anderen Kantonen. Selbst Schwyz sieht keinen Handlungsbedarf: «Ein wichtiges Ziel des NFA ist, dass die schwachen Kantone ihre Position verbessern können. Viele Kantone wie Uri oder Obwalden können dies nur erreichen, indem sie die Steuersätze von führenden Kantonen wie Zug oder Schwyz unterbieten», sagt der Schwyzer Finanzdirektor Georg Hess. «Der Kanton Schwyz muss auch immer mehr bezahlen, wir fühlen uns jedoch der Schweizer Solidarität verpflichtet.» Unschön sei allerdings, dass Luzern mit einem Brief an die Firmen in den Nachbarkantonen eine sehr «aggressive und verpönte Weise» des Standortmarketings betrieben habe.
Kein Verständnis für die Zuger zeigt auch Gabi Huber, Nationalrätin und Fraktionschefin der Schweizer FDP, obwohl die Forderungen auf eine Petition der Zuger FDP zurückgeht. «Eine Begrenzung der Steuersätze lehne ich ab, da dies einer Harmonisierung der kantonalen Steuern nahekäme.» Überdies sei es stets Ziel des NFA gewesen, dass auch schwache Kantone ihre Steuern senken könnten. Ähnlicher Meinung ist der Sekretär der SVP, Martin Baltisser: «Die SVP warnt davor, Ungleichgewichte im NFA über eine Einschränkung des Wettbewerbs zu lösen.»
Luzern: «Inkonsequente Zuger»
Der Luzerner Finanzdirektor Schwerzmann dürfte sich über diese Voten freuen. Er glaubt, dass die Zuger bloss ihre eigene Position unter den Spitzenkantonen absichern wollen: «Es ist inkonsequent, wenn man jahrzehntelang den Steuerwettbewerb aktiv mitgestaltet und dann einschränken will, sobald andere Kantone nach vorne rücken.»
Sein Zuger Kollege Peter Hegglin indes winkt ab: «Wir sind bei den Gewinnsteuern schon lange nicht mehr in der Poleposition», sagt er. Man sei bei der Konstruktion des NFA von der Annahme ausgegangen, dass die finanzstarken Kantone eine tiefere Steuerbelastung hätten als die finanzschwachen. «Neuere Untersuchen zeigen, dass diese Annahme falsch ist», sagt Hegglin. «In der Tendenz sinkt die Steuerbelastung in den finanzschwachen Kantonen mehr.» Es dürfe nicht sein, dass die Geberkantone diese aggressiven und schädlichen Auswüchse des Steuerwettbewerbs finanzieren müssten.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 11.05.2010, 23:29 Uhr
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61 Kommentare
Es kann nun wirklich nicht sein, dass man sich in diesem kleinen Land auch noch gegenseitig konkurrenziert. Mir ist nicht klar, wann der Föderalismus seit 1871 je noch eine Berechtigung gehabt haben sollte, aber es ist an der Zeit, dass auch die Schweiz den Sprung in die Moderne schafft: Einheitliche Steuern im ganzen Land und den Ständerat abschaffen. Es ist an der Zeit dafür! Antworten
langsam aber sicher habe ich die nase voll, dauernd muss ich mich als zürcher vom rest der schweiz beschimpfen und als arrogant betiteln lassen und darf mit meinen steuern auch noch sämtliche randgruppen finanzieren es ist langsam an der zeit wieder auf eigenen füssen zu stehen liebe finanzausgleichsbezüger !! Antworten
Warum sollen Kantone, die gut geführt sind, eine solide Finanzpolitik betreiben, andern Kantonen, die von Finanzdisciplin nichts halten, die nur ihre rotgrüne Klientel bei Laune halten, überhaupt etwas bezahlen? Es sind doch genau die Nehmerkantone, resp deren Regierungen, die sich überhaupt nicht reinreden lassen und die auf ihre Souverinität pochen. Also FA abschaffen und solid arbeiten.... Antworten
Toll was nicht Zuger alles wissen, oder dies wenigstens glauben zu wissen. Denn wenn nur die letzten Jahre in die Betrachtung einfliesst, dann sind die Kommentare sehr gut verständlich. Zur Erinnerung; der Kt. Zug war vor 60 Jahren noch ein Agrar-Kanton mit 2 Webereien und der L&G. Wirtschftlich gerade mal hinter Glarus. Der Erfolg kam und blieb weil nicht mehr ausgegeben als eingenommen wurde. Antworten
Solange Gemeinden und Kantone Schulden machen dürfen, wird auch der Steuerwettbewer nicht funktionieren. Anstatt die Steuern zu erhöhen, wird ein Kredit aufgenommen. Klassischer als einer Gemeindeversammlung geht es nicht. Praktisch jeder Kredit (zu Lasten künftiger Generationen natürlich!) wird durchgewunken. Steuererhöhungen werden abgelehnt. Wo ist da Wettbewerb? Antworten
Gerechtigkeit und Solidaritaet sind emotionale Worthuelsen, die die vereinigten Linken immer dann einsetzen, wenn es an sachlichen Argumenten fehlt. Der Kanton Zug machte seine fiskalpolitischen Hausaufgaben nach dem zweiten Weltkrieg auf nachhaltige Weise und steht heute gut da. Andere Kantone lassen ihre Traegheit und Ausgabelust lieber von den Fleissigen bezahlen. Nehmer-Solidaritaet halt. Antworten
Finanzausgleich, soll die Steuerbelastung berücksichtigen. Milliarden an Staatsgeldern für den Flugplatz Kloten, die Infrastruktur, die Swissair , die Banken usw. zB. an Kt. Zürich auch Zug sind anzurechnen. Einzelne Kt. dürfen nicht in Konkurs gehen, Banken oder Beamtenstädte ohne wertschöpfende Industrie wie Bern auch nicht. Die Geographie bestimmt auch Wertschöpfung, nebst unfähigen Politikern Antworten
Zug jammert auf hohem Niveau :-) Mein Kollege aus Zug, der in etwa dieselben Abzüge tätigen dürfte, verdient etwa das Doppelte und zahlt nicht einmal zwei Drittel so viel Steuern, wie ich. PS: mein Kollege wuchs in LU auf, genoss dort seine Ausbildung und war angetan von der Zuger Steuerfüssen... Antworten
Ist irgendwie schon spannend wie sich der Zug jetzt über das Gebaren der anderen Kanton aufregt, was er selber über Jahre praktizierte. Aber der Kanton Zug geht heute noch weiter, so plante er tatsächlich sozialen Wohnungsbau in den Nachbarkantonen zu finanzieren. Damit hätte ZG seine Sozialempfänger mit den grossen Soziallasten und tiefen Steuern den Nachbarkantonen aufgebürdet. Toll ! Antworten
B. Ramseier: "Der NFA ist eine finanzpolitische Perversion und hat weder mit Solidaritaet noch mit Gerechtigkeit zu tun." Richtig, unter dem Aspekt einer gesamtschweizerischen Steuerharmonisierung kann dieses Votum unterstützt werden. Falsch ist, wenn die wirtschaftsliberale Kräfte nun nach "Gerechtigkeit" schreien und jahrzehntelang vom nahen Zürich und dessen 1-a Infrastruktur profitiert haben.. Antworten
zu Bettina Ramseier 'Randregionen sind Randregionen und brauchen keine Erschliessung wie die Wirtschaftszentren'! Jetzt habe ich immer gedacht,dass man die Randregionen immer besser erschliesst,so dass die Städter mit ihrer S-Klasse zu ihrem Ferienhaus fahren können ohne die Füsse dreckig zu machen. Zahlen dort fast keine Steuern, verursachen aber riesige Infrastrukturkosten.Soviel zur Solidarität Antworten
Der NFA ist eine finanzpolitische Perversion und hat weder mit Solidaritaet noch mit Gerechtigkeit zu tun. Randregionen sind Randregionen und brauchen keine Erschliessung wie die Wirtschaftszentren, das ist Unsinn und populistische Verblendung. Die Politik hat noch nie nachhaltig tragende finanz- und steuerpolitische Entscheide getroffen, sie kann und will das gar nicht. Das ist eben Politik. Antworten
Gäbe es für die "armen" Kantone gar keine Chance mehr aus den Schulden zu kommen. Und allgemein zu behaupten diese Kantone hätten schlecht gewirtschaftet ist auch sehr kurzsichtig! Und bitte daran denken, dass die Steuern von den St.-Paradiesen nur immer weiter gesenkt werden können, wenn sich die Kantone gegenseitig gute Steuerz. abwerben. Dem Kleinen nützt es nichts, es kostet nur! Antworten
@ Schenk - jedes Land ist ein Rosinenpicker. Glauben Sie tatäschlich irgend ein Land kümmert sich um das andere ? Oberflächlich, ja, aber wenns drauf ankommt schaut jeder zu sich selbst. Die Russen sind ein Paradebeispiel. Ueberall die gleichen Steuern - ja - aber dann muss der Kantönligeist weg ! Antworten
Den letzten Satz finde ich Amüsant. "Es dürfe nicht sein, dass die Geberkantone diese aggressiven und schädlichen Auswüchse des Steuerwettbewerbs finanzieren müssten". Wer hat den mit dem "schädlichen" Steuerwettberwerb angefangen und jahrelang Firmen aus Zürich und Luzern angelockt und gleichzeitig gratis von der Infrastruktur in Luzern und Zürich profitiert??? Antworten
Überall die gleichen Steuern. Punkt. Der Rest ist völliger Blödsinn. Ich bin gerade in Moskau, wo man die ganze mickrig kleine Schweiz reinpacken kann. Aus der Sicht von hier klingt das hier nach Schweizer Selbstbeschäftigung mit sich selbst. Kein Wunder, sieht man Schweizer im Ausland immer mehr als Rosinenpicker. Sie tuns ja sogar im eigenen Land! Antworten
Die NFA Kosten sind auch für den Kanton Zug zu hoch. es kann doch nicht sein das 4 Geberkantone die ganze Schweiz unterhalten. Luzern macht es richtig und doch wieder falsch. Kaum bekommen sie Geld beginnt schon das Wunschkonzert zum ausgeben: KKL, Tiefbahnhof; PHZ, Luzerner Uni etc. Neues Modulares Konzertsaal etc. Wie soll da ein Kanton für die Zukunft fit bleiben Antworten
Bitte einmal aufhören auf den Randregionen rumzuhacken, denn diese haben NIE und NIMMER eine Chance wegen dem Standortnachteil wirtschaftlich konkurrenzfähig zu werden. Somit braucht es diesen NFA - über die Berechnung dieser kann man hingegen immer noch streiten... Antworten
@ Schneider - schauen Sie sich doch einmal den Kt. Bern an ? Abgesehen von Std Bern und Agglomeration Biel haben Sie den grössten Teil mit landwirtschaftlichen Gegenden zu tun. Die können sich nicht selbst finanzieren. Immer wird der NFA mit ZG und ZH verglichen. Diese Kantone bestehen fast nur aus Stadt - klar geht es denen gut. ZG ist nicht nur erfolgreich, ZG ist auch sehr klein. Antworten
Ich finde den NFA grundsätzlich richtig wie er ist. Ich habe aber auch ein gewisses Verständnis für die Position von ZG. Warum soll bestraft werden, wer erfolgreich ist. Und wenn ein Kanton wie Bern - der ausserdem mit sich selbst durchaus grosszügig ist (siehe z.B. Spitalnetz) - fast 800 Mio. bezieht, wirft schon einige Fragen auf. Antworten
Wenn der NFA dazu führt, dass es sich gewisse Kantone leisten können, ihre Randzonenagglomerationen so zu erschliessen, dass die nötige Infrastruktur werthaltiger ist, als die erschlossenen Immobilien, dann läuft was falsch. Zuerst über die Verhältnisse leben und dann Ausgleichszahlungen erwarten, das erinnert mich doch stark an ein Land im Südosten Europas... Antworten
@Ruedi Lais: Nein, Stolz ist man nicht, aber indirekt profitieren auch Sie davon, sofern Sie's in der Zwischenzeit nicht schon selber bemerkt haben. Ich nehme mal an, dass Sie im Kt. Zürich oder Kt. Schwyz leben. Ansonsten müssten Sie schauen, dass Sie für das Geld aus dem eigenen Geldbeutel gerade stehen, dass Ihr Kanton durch den NFA für Sie (pro Kopf) erhält. Antworten
NFA und Solidarität ist gut. Ich bin dafür ohne wenn und aber. Wenn aber wie der Kanton Wallis 50 % des Saatseinkommen aus dem NFA kommt, oder Bern als grösster Kanton der CH 300 Millionen erhält dann stimmt das System nicht bist zum letzen Komma. Da darf man und muss man ganz konkrete Fragen stellen. Antworten
Viele der Schreiber leben in SILBERTÜRMEN, von der Ralität abgehoben, nur auf IHREN Profit abzielend in einer Traumwelt. Da stören komplizierte Begriffe wie: Externe Kosten / Nutzen/ Sicherheit/Staat=Defizit(Marktversagen) wehement das Bilderbuch. Wacht auf, IHR seid NICHT allein. Angst haben muss man nicht, denn NATÜRLICHE AUSGLEICHSMECHANISMEN stellen sich von alleine ein. Gott sei dank. Antworten
@Marty:Der Finanzausgleich ist ein wichtiges SOLIDARISCHES Instrument schlecht hin.Genau dieser Ausgleich fehlt der EU->Deutschland macht SOZIALDUMPING auf Kosten der ärmeren Regionen.Nicht anders ist das Aushölen des Steuersubstrates auf Kosten der Nachbarkantone!Wer also gegen den Lastenausgleich ist, ist GEGEN die moderne SCHWEIZ.Politische Kreise haben sich ja aufs Rosinenpicken spezialisiert. Antworten
ob einzelpersonen, gemeinden, kantone oder länder, das prinzip MUSS immer das gleiche sein--der tüchtige soll sein erwirtschaftetes mit den den schwachen (nicht zu verwechseln mit faul, denn faul ist niemand) teilen, denn nur teilen ist wahrer genuss--sie sind ja nur schwach weil ihnen die gesellschaft keine andere chance lässt, und das darf nicht auch noch bestraft werden Antworten
Der NFA ist ein typisches Produkt unserer Politiker: Unter dem Titel "Solidaritaet" wurde ein weiterer sogenannter Ausgleichsmechanismus inszeniert, welcher fuer finanzielle "Gerechtigkeit" quer durch die Schweiz stehen sollte. Es ist aber ein perverses Instrument, das Misswirtschaft, Opportunismus und Korruption foerdert und einen gesunden Wettbewerb hindert. Bald haben wir griechische Zustaende. Antworten
Unser förderalistisches Steuersystem wird der heutigen Zeit nicht mehr gerecht. Einige Kantone und Gemeinden mit kurzfristiger Denken können so ungestraft zum eigenen Profit die "Mutterkuh" schlachten. Wenn schon ein Ausgleich, dann nur mit fairen Partnern und mit gleichen Bedinungen für alle. Antworten
@ Grassi - aber so funktionierts. Ein grosser Nehmerkanton muss doch, jetzt wo er genug Geld hat, die Steuern senken damit auch er für Firmen und Steuerzahler attraktiv wird. Wenn er das dann ist, ist er auch nicht mehr so ein grosser Nehmerkanton. Ansonsten bleibt das Verhältniss in der Schweiz immer gleich und Zug/Zürich sind immer gleich grosse Nettozahler. Antworten
NFA einerseits, kantonale Steuerhoheit (somit interkantonales konkurrieren) andererseits: Diese Kombination ist ein in-den-Schwanz-Beisser aus dem Lehrbuch. Durch den aktuell äusserst ausgeprägten Verdrängungs- und Optimierungswahn stehen zu diesem Thema noch einige Konflikte bevor. Antworten
Zug ist der Kanton, in dem die weltweite Rohstoff-Ausbeutung und -Spekulation eines ihrer Zentren hat. Milliardenwerte werden den 3.-Welt-Völkern entzogen und in Zug unter den Oligarchen dieser Welt verteilt. Auf diese Art von "Wertschöpfung" sollten Bevölkerung und Behörden von Zug nicht besonders stolz sein. Antworten
Man sollte endlich einheitliche Steuersätze für die ganze Schweiz einführen. Gleiche Voraussetzungen für alle, keine Diskussionen mehr. Ich wohne im Kt. Zug und würde lieber etwas mehr Steuern zahlen, wenn dafür die Lebenskosten erträglicher wären. Normalverdienende Profitieren hier kaum! Aber dass sich die Politiker nicht mehr für die Anliegen des "Pöbels" interessieren ist ja nichts Neues... Antworten
Aufhören mit diesem unnötigen Förderalismus unseres Zwergenstaates. Es ist Zeit für eine gleichmässige, einkommensabhängige Besteuerung aller Schweizer und Schweizerinnen in allen Kantonen. Es kann nicht sein, dass jemand nicht nach LU oder BE umziehen kann, nur weil da die Besteuerung um ein Xfaches höher ist, als in ZG, SZ oder NW/OW. Das ist unnötiger Wettbewerb von einem Kleinstaat. Antworten
Quersubventionierungen für Strukturen, die ohne Hilfe nicht zu halten sind, müssen grundsätzlich in Frage gestellt werden. Wenn man dann auch noch mit Gelder aus dem Finanzausgleich die eigenen Steuern senkt, dann ist das nur noch ein Pseudo Wettbewerb. Firmen gehen dorthin, wo die Standortvorteile gut sind (die Steuern sind dabei nur ein Kriterium). Die Schweiz und freie Märkte - ein Fiasko... Antworten
Der NFA hat noch einen grossen Haken. Es fehlt die Berücksichtigung des durch die Bundesangestellten generierten Steuersubstrats. Würden die durch Kanton und Gemeinden eingeforderten Steuern bei der Berechnung einfliessen, würde der sinnfrei bevorzugte Kanton Bern endlich deutlich weniger Mittel erhalten, die eingespart oder besser verwendet werden könnten. Antworten
NFA: Was einmal gut gemeint war endet in der sozialistischen Perversion. Man nimmt dem Tüchtigen undgibt es dem Untüchtigen. Was einmal auch als Hilfe für Bergkantone gedacht war, ist jetzt ein Steuersenkungsmechanismus. Die Zuger haben recht. Und die Bauern, die heute ihre SChattenhänge zu Wucherpreisen verkaufen können, sollten entsprechend besteuert werden und weniger Ausgleich erhalten.. Antworten
@ Bretscher - dann schlage ich vor, dass ab sofort das Entlebuch zum Kanton Zug gehört. Mal schauen ob man dann dort immer noch so eine grosse Glocke schwingt. Luzern wäre ohne seine nicht rentablen Agglomerationen auch besser dran. Jedoch ist es nun mal so, dass einige Gebiet nicht rentable sein können. Muss auch nicht so sein. Antworten
Der NFA ist an sich eine gute Sache, aber man hat versäumt, gewisse Grenzen & Limiten einzubauen. Somit steuert der NFA in eine ähnliche Richtung wie gewisse Verträge in der EU. Griechenland hat auch von den tiefen Zinsen im Zusammenhang mit dem Euro profitiert, ohne aber seine eigene Schuldenwirtschaft und seine völlig überrissen Bürokratie abzubauen. Das Resultat sehen wir jetzt überdeutlich. Antworten
Erinnert mich persönlich stark an die EU-Währungsunion. Eine Minderheit die alles bezahlt und ein Grossteil der nur kassiert. Jetzt wissen wir wo in der Schweiz Griechenland, Spanien, Portugal usw. zu finden sind. Aber eigentlich gehe ich mit Florian Hanselmann einig. Antworten
Solche Diskussionen lösen doch das Grundproblem nicht ! Gemäss unserer Verfassung sollen alle gleich behandelt werden. Und was macht unser veraltetes Steuersystem ? Jede Gemeinde hat andere Steuersätze mit unhaltbaren Differenzen für die Steuerzahler. Die einzig gültige Lösung heisst doch "Flattaxrate". So bezahlen endlich alle nach einem einheitlichen System ! Nur das wäre doch Gleichheit ! Antworten
Eigentlich gibt es nur eine Lösung für dieses Problem. Löst endlich diese Kantone auf! 3 kantone auf die Schweiz genügt vollauf, alles andere behindert uns auf allen ebenen. (Polizei, Schule, Steuern, Gesundheitswesen usw.) Das Mittelalter sollte ja nun definitiv vorbei sein. Antworten
Was hier im kleinen zwischen den Kantonen passiert passiert im Grossen auch mit der Schweiz und dem Rest der Welt. Unter dem Deckmantel des Steuerwettbewerbs ziehen die Frimen von einer Steueroase zur nächsten. Das die Frimen dabei die eine Oase gegen die andere ausspielen merken sie nicht. Antworten
Es darf doch nicht sein, dass finanzielle Anreize sich auf den heute wissendlichen schlechten Wettbewerb auswirken darf. Wenn schon Überschüsse, dann müsst er so eingesetzt werden, dass diesr im eigenen Kanton für stabilisierende Anreize einzusetzen sei. Stützung des Arbeitsmarkt, Bildung würde hier massgebend gefördert werden können. Aber eben, wo bleibt das Wachstum? Antworten
Es ist ein Unterschied, ob ein Kanton aus eigener Wirtschaftskraft seinen Steuerzahlern tiefere Steuern abverlangt oder ob ein NAF-Empfänger-Kanton dies schlussendlich auf dem Buckel anderer tut! Die Argumentation von Luzern, Obwalden etc. ist absolut scheinheilig. Es ist offensichtlich immer noch in, wie selbstverständlich sog. Solidarität im Übermass einzufordern.... die anderen zahlen ja Antworten
@steve walker: die gleiche Frage kann ich für den Arc Lémanique stellen (welcher übrigens noch grösser ist als die Region Basel). Wir warten nicht auf eine Schnellbahn, wir warten hier auf ein 3. Gleis damit wir einen viertelstunden Takt zwischen der 2. und 4. grössten schweizer Stadt haben. Zu viel verlangt bei fast CHF 400 Mio Geberbeitrag? Antworten
Gegenfrage: was würde denn der Kanton Zug mit dem vielen Geld machen, wenn er nicht einen Teil an die ressourcenschwächeren Kantone abgeben müsste? Für jeden Briefkasten-Multimillionär und Holding-Sitzgesellschaft eine goldene Zufahrt zur (sporadisch gebrauchten) Luxusvilla. Es ist diskussionslos, dass finanzstarke Gegenden - nicht nur Kantone - in der Schweiz die ärmeren unterstützen müssen. Antworten
Die Karte zeigt einmal mehr deutlich, in welchen drei Regionen der CH das Geld verdient wird (mal abgesehen von den Steuerhinterzieher-Kantonen, wo man nicht von verdienen sprechen kann). Die Zahler-Region Basel leistet ca. 1/3 des CH-Exports. Weshalb wird diese Region konsequent benachteiligt? Weshalb soll eine Schnellbahn ZH mit BE verbinden und nicht mit BS? Weshalb kein Wisenbergunnel? Antworten
Nur so als Denkanstoss, wir sind in erster Linie immer noch alle Schweizer und sitzen allesamt im gleichen Boot.. Statt uns die ganze Zeit mit Neid & Gier zu übertreffen sollten wir uns vielleicht wieder mal in Solidarität & Zusammenhalt üben. Das beginnt bei Managerlöhnen und hört beim kantonalen Steuerausgleich auf. Antworten
Man sollte die Belastung der Geberkantone sogar noch erhöhen, dann könnten die umliegenden Kantone des Kanton Zug wiederum deren Steuern nochmals massiv redurzieren. Das würde vielleicht den Druck auf die Mieten im Kanton Zug wegnehmen und für die untere Mittelschicht eine Entlastung geben. Ebenfalls würde ich begrüssen, das Pauschalsteuerabkommen sofort aufzuheben. Antworten
Persönlich finde ich es völlig in Ordnung, dass der Kanton Zug zahlen muss. Wir leben in Luzern eigentlich ganz gut auf Kosten unserer Nachbaren (NFA, freiwillige Beiträge an KKL, Verkehrshaus, Hochschule Luzern, Verkehrsverbund und überhöhte Beiträge an die Polizeischule Hitzkirch). Aber wir brauchen noch mehr Geld aus Zug, um noch viele tolle Häuser zu bauen! Wir haben die besseren Politiker! Antworten
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Heinrich Schmitt
Die Zuger sollten sich durchsetzen und dafür sorgen, dass der NFA wieder abgeschafft wird, er hat sich nicht bewährt. Es ist ein Skandal, wenn einzelne Kantone die Gelder aus dem NFA statt für ihre Infrastruktur für Steuersenkungen verwenden. Das entspricht nicht dem Geist dieser Sache und ganz einfach Betrug an den Mitbürgern. Antworten