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Widmer-Schlumpf: Rücktritt von Hildebrand wäre gravierend

Aktualisiert am 07.01.2012 220 Kommentare

Die Bundespräsidentin hat sich erstmals zur Affäre Hildebrand geäussert. Dabei stellt sie sich hinter den Nationalbankpräsidenten. Gleichzeitig verlangt Widmer-Schlumpf aber eine «knallharte Untersuchung».

«Hildebrand hat einen moralischen Fehler begangen»: Eveline Widmer-Schlumpf.

«Hildebrand hat einen moralischen Fehler begangen»: Eveline Widmer-Schlumpf.
Bild: Keystone

Fordert eine Untersuchung: Bundesrätin Widmer-Schlumpf in der «Arena». (Bild: Screenshot SRF)

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Die Chronologie der Affäre Hildebrand

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Der Fall Hildebrand: Wie es dazu kam – und welche Personen darin verwickelt sind.

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Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf stellt sich hinter Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand. Solange keine «vorwerfbare rechtliche Verfehlung» vorliege, sei es für die Schweiz ein Vorteil, wenn Hildbrand im Amt bleibe, sagte Widmer-Schlumpf.

Die Konsequenzen eines Rücktritts Hildebrands wären in der jetzigen Situation gravierend, sagte Widmer-Schlumpf in der «Arena» des Schweizer Fernsehens SF. «Wir würden einen Präsidenten verlieren, der unbestritten einen hervorragenden Job gemacht hat, der ein gutes Netz hat und der der Schweiz auch sehr viel nützen kann.»

«Knallharte Untersuchung»

Hildebrand habe zwar einen «moralischen Fehler» begannen. Dieser sei aber entschuldbar, «wenn jemand einsieht, dass man das nicht machen darf und dass man das Reglement entsprechend ändern muss».

Anders sähe es aus, wenn er eine «rechtlich vorwerfbare und nicht «nur» eine moralische Verfehlung» begannen hätte, sagte Widmer- Schlumpf. «Dann wäre es völlig diskussionslos, dass wir alle Konsequenzen in Kauf nehmen müssten.»

Widmer-Schlumpf verlangte ausserdem eine «knallharte Untersuchung» der Umstände, die zur Veröffentlichung von Hildebrands Bankdaten geführt haben. Man müsse herausfinden, was genau passiert sei und wer die Drahtzieher seien. «Sonst werden wir immer wieder mit solchen Fällen konfrontiert», sagte Widmer-Schlumpf. (kpn/sda)

Erstellt: 07.01.2012, 08:41 Uhr

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220 Kommentare

Ueli Hoch

07.01.2012, 08:52 Uhr
Melden 215 Empfehlung

Schizophren ist, dass ausgerechnet diejenigen Kreise, die eine 1:12 Initiative und Erbschaftssteuer unterstützen und für schärfere Bankenregulierungen sind, es unproblematisch finden, wenn ein SNB-Präsident, der den Wechselkurs direkt beeinflussen kann und beste Beziehungen zu anderen Notenbankchefs pflegt, über ein Konto das auf seinen Namen lautet, Devisengeschäfte tätigt. Antworten


Frank Zuffnik

07.01.2012, 09:26 Uhr
Melden 209 Empfehlung

Ausgerechnete jene mit einem ueberfuehrten Wahlfaelscher und Luegner im Parteivorstand, Erbschleichern als Bundesratskandidaten, Bankgeheimnisverletzern in den eigenen Reihen, etc. ausgerechnet jene schwingen nun die Moralkeule und schwafeln etwas von Anstand und tun fuerchterlich empoert. Also solch sebsdisqualifiziernde, echte Schweizer, die kann ich nun definitiv nicht mehr ernstnehmen. Antworten



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