Schweiz
Wie gross ist das Loch bei den Pensionskassen?
Von Markus Brotschi, Bern. Aktualisiert am 17.02.2010 62 Kommentare
In der 2. Säule häuft jeder sein Alterskapital für sich selbst an. Das Prinzip heisst Kapitaldeckungsverfahren. Im Zeitpunkt der Pensionierung wird das Kapital mittels Umwandlungssatz zur lebenslang geltenden Rente. Zurzeit beträgt der Satz 7,0 Prozent für Männer und 6,95 Prozent für Frauen. Für 100'000 Franken Alterskapital ergibt das eine Jahresrente von 7000 beziehungsweise 6950 Franken.
Bis 2014 sinkt der Satz gemäss geltendem Gesetz der beruflichen Vorsorge (BVG) auf 6,8 Prozent für beide Geschlechter. Die Abstimmungsvorlage vom 7. März reduziert den Satz bis 2016 auf 6,4 Prozent.
Umverteilung nicht vorgesehen
Anders als die 2. Säule funktioniert die 1. Säule, die AHV, nach dem Umlageverfahren: Die Erwerbstätigen finanzieren mit ihren Lohnabzügen die laufenden Renten der Pensionierten. Allerdings findet auch in der 2. Säule eine solche Umverteilung statt. Dies führen die Befürworter der Abstimmungsvorlage ins Feld. Der Grund liege im zu hohen Umwandlungssatz, der nicht mehr der heutigen Lebenserwartung und den Kapitalrenditen entspreche. Mehrere Pensionskassenexperten und Versicherungsmathematiker beziffern die Umverteilung von Erwerbstätigen zu Rentnern auf jährlich 600 Millionen Franken.
600 oder nur 300 Millionen?
Dieser Betrag basiert auf folgenden Annahmen: Das durchschnittliche Alterskapital eines Neurentners beträgt heute 200'000 Franken. Um alle Rentenansprüche gemäss geltendem Gesetz zu garantieren wären aber 220'000 Franken nötig. Jährlich beziehen 30'000 Pensionierte neu eine Rente, was die stolze Finanzierungslücke von 600 Millionen ergibt. Auf diese Zahl stützen sich das Bundesamt für Sozialversicherungen und das Befürworterkomitee.
Der Zürcher Pensionskassenexperte Jürg Jost hält die Senkung des Umwandlungssatzes jedoch für unnötig. Er kritisiert, dass der Umwandlungssatz nur bei der Hälfte der Neupensionierten effektiv zur Anwendung komme. Der Grund sei, dass viele eine Pensionskasse mit Leistungsprimat hätten. Diese Kassen garantieren den Versicherten eine bestimmte Rente, auch wenn sie das nötige Alterskapital nicht erreicht haben. Folglich beträgt laut Jost die Lücke nur 300 statt 600 Millionen. Dies sei weniger als 0,5 Prozent des gesamten Pensionskassenvermögens. «Eine Gefährdung der 2. Säule kann da niemand glaubwürdig behaupten.»
Zudem werde nur die Verzinsung des Alterskapitals der Rentner berücksichtigt. Richtigerweise müsse auch das Kapital der Erwerbstätigen einbezogen werden. Auch dieses werfe eine Rendite ab. «Die Befürworter gehen von einer reinen Rentnerkasse aus. Eine solche gibt es in der Realität nicht», sagt Jost.
Die Lebenserwartung steigt
Für Pensionskassenexperte Olivier Deprez sind die Argumente seines Berufskollegen Jost nicht stichhaltig. «Auch bei Kassen im Leistungsprimat sind die zunehmende Lebenserwartung und die tiefen Zinsen ein Problem.» Entweder müssten die Beiträge erhöht oder die Leistungen gesenkt werden. «Dies sollte auch bei öffentlichen Kassen gelten, wenn der Staat der Garant der Leistungen ist.» Und die Renditen der Vermögen von Erwerbstätigen dürfen laut Deprez nicht zur Finanzierung von Renten der Pensionierten einbezogen werden. «Das ist nichts anderes als eine Umverteilung, und das ist im BVG nicht vorgesehen.» Das gelte auch für die Quersubventionierung der obligatorischen Renten aus dem Pensionskassenvermögen von Gutverdienenden. Dies passiert heute häufig in Pensionskassen, die mehr als nur den laut Gesetz maximal rentenbildenden Jahreslohn von 82'080 Franken versichern.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.02.2010, 10:29 Uhr
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62 Kommentare
Im Durchschnitt betragen die reinen Verwaltungskosten der Pensionskassen 300 Fr. pro Jahr und pro Versicherten. Gut geführte öffentliche Kassen (Kt. ZH, LU) kommen mit weniger als 100 Fr. aus, Lebensversicherungen benötigen dagegen 200-900 Fr. Auch bei den Anlagerenditen gibt es grosse Unterschiede. Fazit: keine Leistungskürzungen, bevor die Pensionskassen ihre Hausaufgaben gemacht haben! Antworten
2. Dazu ein Auszug aus dem K-Tipp vom 27.1.210 "Bei der Volksabstimmung vom 7.März 2010 ... Zu beantworten ist eine rein rechnerische Frage: Reicht der bereits auf 6.8% reduzierte Umwandlungssatz für die lebenslängliche Auszahlung der Renten? Der K-Tipp hat nachgerechnet. Resultat: Aufgrund der heutigen Lebenserwartung sowie der heutigen und der langfristigen Erträge reicht er aus." Antworten
ich kann nur wiederholen was ich schon immer sagte : das problem ist nicht der umrechnungssatz und .. und .. - sondern, dass die pensionskassen, wie auch die krankenkassen in kassen und kässeli von einer bürgerlichen lobby verwaltet werden. da wird ein grossteil des volksvermögens privatisiert und verschwindet in boni und den managerlöhnen. es ist zeit für eine genossenschaftl. einheitskasse. Antworten
der neidreflex funktioniert schon wieder: linke und gewerkschaften werfen mit unbelegten zahlen um sich und schon folgen ihnen die massen! klar, man hat ja schliesslich gute erfahrungen mit den versprechungen von links, denn seit kk-obligatorium sind KK-prämien ja nur noch runter, genauso alle mieten seit der anti-eigentum-abstimmung 2005! nur die dümmsten kälber wählen ihre metzger selber (links) Antworten
Ich werde nicht abstimmen, da ich es nicht nachvollziehen kann. Es hängt von der Sterbetafel ab und hier hab ich etwa 6 verschiedene vorliegen, je nach Interessengruppe. Welche stimmt? Sicher ist aber, dass die Gebühren der PK's zu hoch sind. Leider haben wir eine Abstimmung in der die beiden Komponenten vermischt sind. Gebühren runter, Umwandlungsatz bleibt steht leider nicht zu Auswahl. Antworten
Als Verwalter einer Pensionskasse möchte ich mich auch mal zu Wort melden. Unser System krank daran, dass der Arbeitnehmer die PK nicht frei wählen kann und dass einige Versicherer das System missbrauchen um billiges Geld zu erhalten und anderswo attraktiver anzulegen. Unsere Kasse würde auch mit einem höheren Umwandlungsatz hervorragend leben und nicht in eine Unterdeckung laufen. Antworten
Einfache Lösung: Ab 2012 wird die 2. Säule in die AHV integriert. Ausgleichszahlungen für bestehnde Rentner. Die ganze Infrastruktuer besteht ja schon. Ob nun einige Direktoren ihr gut bezahltes Pöstchen verlieren oder nicht, ist nicht sooo tragisch. In den bestehen Seilschaften finden sie schnell wieder eine Arbeit. Antworten
Ich sehe die hohen Management gebühren, viele externe inanz Berater welche sich an unserem Geld bereichern. Sollten die die hohen management Gebühren erst einmal senken. Ferner in passive Anlagen gehen, keine Hedgefonds mehr kaufen. Da diese im Verlustfall nicht mal mehr einen Buchwert haben. Die PK die sich so verhalten haben bis anhin nebenbei keine Probleme. Deswegen NEIN. Antworten
Die Linke WILL die PK auflaufen lassen, das schreibt sie in ihren internen Publikationen selber. Dann haben wir die Volkspension und werfen ein ausgewogenes System über Bord, um das uns das Ausland beneidet. Naja, die Linke will ja alles Schlechte aus dem Ausland übernehmen... Antworten
die teuersten pensionäre sind bundesräte,regierungsräte,hohe beamte ( auch SP) generäle und nicht der einzelne bürger,der jahrelange geschuftet hat und nicht nach 4 jahren regierungen,fürs leben lange,eine superpension beziehen kannn,die werden auch alt,vergisst man gerne,von den nebenjobs will ich gar nicht schreiben,weil mir die galle hochkommt Antworten
Fakt ist, dass von der jungen Generation nur noch ein kleiner Teil überhaupt eine 3. Säule einbezahlen kann. Anders als bei denen, die jetzt schon pensioniert sind, oder kurz davor stehen, sind wir abhängig von der PK, auch werden nicht mehr so viele Arbeiter Eigenheime leisten können und die Mieten sind um 100% gestiegen innerhalb von 20 Jahren. Ich bin für höhere Abgaben durch die Wirtschaft! Antworten
Hört endlich auf mit den Obligatorien. Alle Sozialversicherungen sind nichts anderes als Schneeballprinzip. Es funktioniert nur, wenn es MEHR Einzahler als Bezüger gibt. Für den privaten Bürger ist es verboten ein solches System zu Gründen. Zu Recht! Die Politiker tun es trotzdem, sie erhöhen einfach die Steuern und Abgaben. Es ist egal wie abgestimmt wird, Die Sozialversicherungen kollabieren. Antworten
Unsere hohe Lebenserwartung ist mit viel Geldausgaben im Gesundheitssektor erkauft. Ausserdem ist absehbar, dass die Lebenserwartung wieder sinkt, wenn wir das Rentenalter erhöhen. Höhere Belastung des Körpers bedeutet weniger alt werden. Warum wird nicht bei den Verwaltungskosten einmal angesetzt? Die machen bis zu 15% der bezahlten Beiträge aus. Die AHV gibt nur 1% aus für Verwaltung. Antworten
Der umwandlungssatz könnte ein problem werden. Sicher ist aber, dass der umwandlungssatz der pensionierten ein problem ist, der war zu hoch ! Nicht rentner sollen für renter aufkommen. Bei der PK darf das nicht sein ! Dafür hat man die AHV - umschichtung ! Einen tieferen umwandlungssatz wäre aktzeptable wenn dies auch tiefere renten für heutige renter zur folge hätte, ab einer min. rente natürlich Antworten
Was mich bei der ganzen Diskussion wundert ist, dass manche glauben, mit der Beibehaltung des (zu) hohen Umwandlungssatzes den bösen Versicherungen und Banken eins ans Bein geben zu können. Da ändert sich absolut nichts, wenn nicht auch die Gesetze entsprechend geändert werden. Das wäre die eigentliche Aufgabe der Parlamente und nicht populistische Schlagworte wie "Rentenklau". Antworten
UNSER GELD. Am dringendsten WÄRE; 1. die Löhne des OBERSTEN KADERS linear um 30% zu kürzen, 2.denselben sind die Boni+Gratifikationen zu streichen, 3. ist der Verwaltungsapparat um 40% zu redimensionieren ,4. sind die Anlagestrategien von Fachleuten zu überwachen." Dann können wir wieder über die Senkung des >> UMWANDLUNGSSATZ reden << bitte erst Pflicht, dann die Kür, das Volk wird es danken. Antworten
@ Heinz Butz: Gerade verkehrt rum! Die heutigen Rentner sollten eben «JA» stimmen, damit ihre aus heutiger Sicht "überteuerten" Renten auch in Zukunft finanzierbar sind! Nur wenn die Umwandlungssätze der jungen Generation tiefer sind, ist eine Finanzierung für alle Generationen auch in Zukunft noch möglich! Wenn die Pensions-KASSE leer wird, wird sie für alle leer, garantierter Satz hin oder her! Antworten
Die Fakten sprechen ganz klar für ein JA am 7. März! Eigentlich ist es ganz einfach: Wir leben immer länger und die Anlagerenditen sind nicht mehr gleich hoch wie früher. Das heisst wir müssen die einzelnen Rentenstücke den tatsächlichen Gegebenheiten anpassen, also den Umwandlungssatz senken. Die Mär vom Rentenklau ist billiger Populismus zu Gunsten der linken Ideologie! Deshalb am 7. März JA! Antworten
@Beat Burki: richtig man darf nicht Geld verteilen das man nicht hat: Aber kommen die Staatsschulden nicht auch von der Infrastruktur welche von der heutigen anspruchsvollen Jugend von den "Alten" verlangt wird ? Ueberlegen und erst dann reklamieren ! Antworten
Das PK Obligatorium 1985 hat auch die Zersiedlung der Schweiz eingeläutet. Stiftungen investieren das angehäufte PK Kapital entweder am Kapitalmarkt oder in neue Überbauungen und Otto Normalverbraucher kann dank PK Vorberzug sein Eigenheim finanzieren. Also : Umwandlungssatz ganz abschaffen und stattdessen Kapital auszahlen. Zinsen/Umwandlungsätze dienen nur Finanzjongleuren und Investoren !! Antworten
@beat bürki: Mir kommen die Tränen, wenn ich Ihr Gejammer lese. Wir haben ein ganzes Arbeitsleben einbezahlt. Viele, die vor uns fast nichts einbezahlt haben, haben davon profitiert. Zudem wurden uns, weil es keine Freizügigkeit gab, bei jedem Stellenwechsel die halben Beiträge gestohlen. Wir waren noch solidarisch, seien Sie es auch. Dass heute zudem viel mehr verdient wird, blendet man aus. Antworten
@Schorsch Baschi: Die heutigen Rentner haben gearbeitet und ihr Kapital einbezahlt, von welchem ihnen heute eine Rente zusteht. Bevor ich reklamiere würde ich zuerst einmal arbeiten und ein gewisses Kapital anhäufen um dann nach der Pension die Rente beziehen zu können. Aber eben eine Eifersucht ist auch eine Gabe ! Antworten
Der Sinn einer Pensionskasse ist nicht, alle paar Nasen lang (es ist ja nicht das erste Mal, dass man das beabsichtig!) die Umrechungssätze zu kürzen. Sondern dann halt mehr zu zahlen. Da streikt aber die Wirtschaft. Einmal mehr dürfen wir die Wirtschaft "unterstützen". Die kriegens ja vom Bürger von hinten und von vorn nachgeworfen. Nein, dieses Mal entschieden ohne mich! Antworten
Die Gewinne aus den guten Jahren sackten die Versicherungen und Manager ein. Und wenn's nicht so läuft, sollen die Versicherten bluten. Kommt dazu, dass die Versicherungen verschiedene Statistiken zur Lebenserwartung beiziehen. Je nachdem ob es ihr hilft, mehr Kohle zu scheffeln! Und unsere "Volksvertreter" sorgen sich in erster Linie um ihre Copains in der Wirtschaft sowie um ihre Dividenden. Antworten
Auf die Gefahr hin von den "Finanzexperten" beschimpft zu werden; ich rate jedem um die 50 und knapp darüber, sich seine PK auszahlen zu lassen und auszuwandern. Wer's halbwegs geschickt anstellt, lebt z.B. in Paraguay einen vernünftigen Lebensstandart, in einem schönen Häuschen und hat immer noch genug, um in CH Ferien zu machen. Ist die Rente in 10 Jahren noch genügend? In CH glaub ich es nicht Antworten
@Urs Huggentobler: Mehr als 2% Zins über der Teuerung kann man langfristig nicht erwarten (als der PK-Zins noch bei 4% lag wurden einfach 2% von der Teuerung weg gefressen). Nur wenn man mit einem Ja zu 6.4% den Umwandlungssatz der höheren Lebenserwartung anpasst, dann sind die Renten für spätere Rentner-Generationen gesichert. Antworten
Umrechnungsfaktor herabsetzen ist eines, aber warum versucht man nicht die Verwaltungsaufwände zu reduzieren ? Bei der AHV geht das auch günstiger, aber eben, bei der PK hat man ja das Geld. Legt Klein-PK's zusammen und verwaltet sie besser, aber ohne die Abzocher-Berater ! Antworten
@ E. Roduner: Es wird keine "saubere" Rechnung geben (zu viele Variablen wie Rendite- und Altersentwicklung). Wichtig ist der Trend, und der geht eindeutig zu tieferen Renditen und - glücklicherweise - längerer Lebensdauer. - @ R. Greber: +11% im 2009 sind o.k. Bei durchschn. -12.7% im 2008 ergibt das 97%. Wo aber sind die benötigten 5 % p.a? Es bleibt ein MINUS von 13% in nur 2 Jahren!! Antworten
@Peter Berger: Obdachlose, Armenküche, schauen Sie mal die Supermacht USA an, in 20 Jahren wird es das bei uns auch geben, wenn wir auf Pump und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Deshalb stimme ich Ja zu 6.4%, damit bei uns die Rechnung langfristig aufgeht. Antworten
Das letzte Mal wurde 2003 am Umwandlungssatz geschraubt und nun schon wieder. Ich verlange dass jetzt erst die Verwaltungskosten runtergebracht werden und Transparenz geschaffen wird. Eine freie PK Wahl wurde die Konkurrenz beleben und die vielen Kleinstkassen eliminieren. Man muss immer daran denken das viele unsere Parlamentarier von den Versicherungen gekauft sind und deren Interessen vertreten Antworten
@beat bürki: Sie scheinen ein jüngerer Bürger zu sein, oder? Leider haben Sie aber nicht begriffen, dass wir Alten unsere Renten bis an unser Lebensende zu den bisherigen und damit höheren Umwandlungssätzen ausbezahlt bekommen, während die Abstimmung ihre Rente betrifft. Hoffentlich sind bei dieser Abstimmung die Alten mit den Jungen loyal und stimmen Nein, sonst haben Sie das Problem, gell. Antworten
@ U. Huggentobler: Sie gehören jetzt schon zu den Leid tragenden Aktiven. Die Differenz zwischen Mindestzins und effektiver Rendite (3 - 3,5%) wird für die Finanzierung der laufenden Renten verwendet...ist also kein Gewinn für Ihre PK. @Remo Wille: Es gibt auch Leute die länger Leben als die durchschnittliche Lebenserwartung und PK-Renten beziehen. Antworten
Es ist und bleibt eine Schande welches Schindluder sowohl mit den Pensionskassen als auch mit den AHV Geldern getrieben wird. Erarbeiten die Pensionskassen gute Erträge, werden diese schamlos unter den Angestellten in Form von Bonis aufgeteilt. Jedesmal wenn sich eine politische bürgerliche Partei hervortun will, hebt man das Damoskles Schwert der nicht mehr Finanzierbarkeit der Renten. Antworten
@Flavio Ciglia: Das ist kein Wunschdenken sondern Realität. Das Geld liegt ganz normal bei der Post und der MigrosBank. Ist eben alles Verhandlungssache, auch bei kleineren Beträgen. Habe gerade erst meinen Jahreszinsausweis erhalten und lache mich, wohlgemerkt als Laie, schlapp über die Unfähigkeit der PK-Manager, die zuerst ihre eigenen Taschen füllen und das von unserem Rentengeld. Antworten
Ich spürevon allen Seiten diese gierigen Hände in meinen Taschen. In guten Zeiten haben wir nichts bekommen und jetzt sollten wir uns nach der ecke strecken, damit es diesen Gierhälsen noch besser geht. In wessen Tasche fliessen denn all die Mutationsgewinne, wenn jemand das einbezahlte Geld nicht vollständig beziehen kann, weil er früher stirbt? Das sind auch grosse Summen, die verschwinden. Antworten
Bei 6,8 % Umwandlung beträgt der Verbrauch 14,7 Jahre; dabei ist eine Verzinsung noch nicht eingerechnet. In einer Zeitung (BAZ) war eine Renditenzahl von über 11 % bei den Pensionskassen zu lesen. Irgendjemand macht da ein Mordsgeschäft, dann wird auf hohem Niveau gejammert, einige Parlamentarier lobieren und ein getreuer Bundesrat, und schon sind keine Renten mehr gesichert. Selber rechnen! Antworten
Wo sind die riesigen Gewinne der letzten zwanzig Jahren hingeflossen, hat ein einziger Rentner nur einen Franken davon gesehen ? Geschweige denn nur einen Franken dem Alterskapital zugeschlagen ? Wenn die jüngeren Arbeitnehmer nicht ganz blöd sind, u.davon ist auszugehen, steht das Resultat der Abstimmung jetzt schon fest : Nein ! Antworten
Mit der Verwaltung von PK-Geldern hat man eine goldene Kuh geschaffen die man melken kann. Bei Renditen von 15% mussten nur 3% an die Versicherten abgegeben werden, die Differenz haben die "Spezialisten" bis zur Unterdeckung eingesteckt. Jetzt wo der Charren an die Wand gefahren ist sollen die Anderen die Rechnung begleichen. Konservativ ausgelegten PK geht es nähmlich hervorragend Antworten
@beat bürki die jetzt alten haben ihr ganzes Leben lang gearbeitet (bis zu 50h die Woche) und haben den jetzigen materiellen Wohlstand der Schweiz aufgebaut (der jetzt von den Bankern verzockt wird). Dazu gehört auch das ausgezeichnete Ausbildungssystem, von dem vermutlich auch Sie profitiert haben. Alt gegen Jung auszuspielen, gehört zur Strategie gewisser wirtschaftsnaher Kreise. Antworten
@Urs Huggentobler; mich würde interessieren, wo im heutigen Zinsniveau am Kapitalmarkt mit Sparkonti und risikolosen Obligationen 3 % verdient werden können. Diese Rendite tönt eher nach Wunschdenken denn nach Realität! Das zeigt gerade das Dilemma. Alle wollen eine hohe Rendite und blenden dabei das Risiko aus. Und passiert dann doch das Unerwartete und Schuld sind immer Andere! Antworten
Ja senken wir doch den Umwandlungssatz! Die Allgemeinheit wird dann schon die Ergänzungsleistungen der Rentner bezahlen. Aber nur wenn die Gemeinden dann noch Steuereinnahmen haben und nicht schon alles in Steuersenkungen für Besserverdienende vergeben haben. Für den Otto Normalbürger bleibt dann ein Zukunftsmodell, Armenküche und schlafen auf dem U-Bahnschacht. Antworten
@Ronald Rüegg: Für das plädiere ich schon lange. Dann kann jeder Arbeitnehmer die PK aussuchen, die eine Anlagestrategie in seinem Sinne macht. Mittlerweile habe ich die bessere Performance auf meinen 3a-Konti. Da kann ich bestimmen, wie das Geld angelegt... Antworten
Nachdem das Geld verzockt wurde, hat die Luzerner PK ihren Mitgliedern soeben mitgeteilt, dass sie insg. 1% mehr zahlen müssen, rückwirkend ab Januar. Zudem kann man freiwillig weitere 2% monatl. abgeben. Offenbar um mehr Spielgeld zu haben. Zudem wird das Guthaben nur noch mit 1.8% verzinst. Meine Sparkonten und risikolosen Obligationen bringen bis zu 3%. Was machen diese "Fachleute" eigentlich? Antworten
die jungen sind es leid, den alten alles zu bezahlen. die haben milliarden staatsschulden angehäuft, bekommen von den jungen die ahv bezahlt und auch noch 2. säule. damit muss schluss sein. wenn man immer älter wird, muss man auf geld verzichten oder länger arbeiten. ist doch klar und logisch. man darf nicht geld verteilen, dass man nicht hat. Antworten
Welchen Experten sollen wir noch Glauben schenken? Und -die Rechnung mit der erhöhten Lebenserwartung wird von den Versicherungen einfach Linear gemacht -eine Milchbüchleinrechnung. Die Interessen der grossen Sammelstiftungen sind doch diesselbe wie bei den Grossbanken -soviel wie möglich für die eigene Tasche einzusacken -sprich auch abzuzocken. Antworten
Die Schweinerei ist neben dem, dass die Kassen zu teuer sind, die jetzigen Pensionierten wie die Maden im Speck leben und uns Arbeitende übers Ohr hauen. Man müsste diesen Gewinnlern nach deren Ableben die zu viel bezogene Rente vom verbleibenenden Vermögen abziehen und in die Kassen zurückzahlen, das wäre nichts als gerecht. Antworten
Zur Erinnerung: Das PK System war früher ebenfalls nach dem Umlageverfahren organisiert und das hat man auf Druck der Politiker und der "Wirtschaftseliten" geändert. Rund um die Pensionskassen tummeln sich zudem eine Schar von Vermögensverwaltern und Beratern, die mehr als 0.5% des Geldes abkassieren. Dazu kommt, dass Rentenanstalt und Co. sich ihre Paläste und Boni finanzieren müssen. Antworten
Pensionskassen sind für die Finanzindustrie eine riesige Milchkuh. Die "Anlageausschüsse" sind fest in den Händen der Banker mit ihren entsprechenden "Fähigkeiten". Da werden gewaltige versteckte Kommissionen und Gebühren abgezockt. Kein Pensionskassenverwalter wurde je aufgrund mangelnder Performance entlassen. Inskünftig soll jeder selber entscheiden können wo und wie sein PK-Geld angelegt wird! Antworten
Die Lücke von 300 Millionen sei ja nur 0.5% des Pensionskassen-Vermögens, sagt "Experte" Jost. Aber Jahr für Jahr 300 Millionen! Wenn jeder Neurentner-Jahrgang eine 0.5%-Lücke verursacht, dann ist die Lücke insgesamt nach 20 Jahren auf 10% des Pensionskassen-Vermögens gestiegen. Bei einer jährlichen 1% Lücke (600 Millionen) ist die aufsummierte 10%-Lücke schon in 10 Jahren da! Antworten
Ich möchte endlich einmal eine saubere Rechnung dafür sehen, wie sich die Altersentwicklung auf den Umwandlungssatz auswirkt. Zudem möchte ich wissen, welcher Anteil der Einlagen plus Anlageertrag bei Banken und Pensionskassen für die Verwaltung verrechnet werden. Antworten
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Yiqun Gu
Die Welt bewundert die Schweiz wegen des 3-Säulen-Systems und nimmt es als Vorbild für die Altersvorsorge. Clever konzipiert, ausgewogen in Solidarität und Eigenverantwortung. Die Zunahme der Lebenserwartung und Renditeabnahme sind doch nicht wegzudiskutieren, darum ein Korrektur - "JA!" zur Senkung des Umwandlungssatzs, um die finanzielle Sicherheit und Stabilität der 2. Säule nicht zu gefährden Antworten