Schweiz
«Wie vor 718 Jahren...»
Im 719. Jahr stehe der Schweiz eine arglistige Zeit bevor. Es gebe eine Weltwirtschaftskrise, viele Leute fürchteten um ihren Arbeitsplatz und die grossen Länder um die Schweiz wollten ihr gespartes Geld, sagte der SVP-Stratege in einer auf seiner Homepage veröffentlichten Rede.
Die USA verlangten die vom Schweizer Recht geschützten Konto-Daten, die EU eine Anpassung der Schweizer Steuergesetze. «Dem sagt man Wirtschaftskrieg», sagte Blocher. Wenn es so weitergehe, werde es gefährlich. Wie man sich dann zu verhalten habe, könne man in der Geburtsstunde der Schweiz lernen. Auch damals habe man sich anpassen oder Widerstand leisten können. Und wie damals im Schwur müsse auch heute entschieden klargestellt werden: «Wir wollen unabhängig sein». Der frühere Bundesrat fügte an: «Es braucht Kraft, selbständig zu sein, aber es ist ein Erfolgsprinzip».
Das Ziel ist Respekt
Der heutige Bundesrat beachtet dieses Prinzip im Urteil von Blocher nicht. «Wie der Bundesrat und die Schweiz heute den Herausforderungen auf dem Finanzplatz entgegentreten, das ist Kleinmut», sagte Blocher in der 100. Sendung vom Internetfernsehen «Teleblocher». Der Bundesrat wolle immer geliebt werden, was gar nicht nötig und als kleiner und reicher Staat nicht mal möglich sei. Das Ziel müsse vielmehr sein, respektiert zu werden, und dass es den Leuten im Land wohl sei. (bru/ap)
Erstellt: 01.08.2009, 11:05 Uhr
Schweiz
Familie, Beruf und Studium
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