Schweiz

«Wir haben immer gesagt, dass es möglich ist»

Interview: Simone Matthieu. Aktualisiert am 07.10.2009

Radio-Chef Dani Büchi spricht im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet über den Etappensieg für Energy Züri. Und sagt, was es sonst noch braucht, um den Sender zu retten.

Dani Büchi, Chef von Radio Energy Zürich, gibt die Hoffnung auf ein Rettungs-Zenario seines Senders nicht auf.

Energy Zürich

Das sind die Neuigkeiten im Radio-Streit

Am Freitag trafen sich die verschiedenen Radio-Akteure des Grossraums Zürich zu einem technischen Gespräch mit dem Bakom, wie persönlich.com berichtet. Den Radiomachern wurde ein Plan präsentiert, wie der konzessionslose Sender Energy Zürich zu einer Übergangsfrequenz kommen könnte. Technisch sei dies möglich. Das Bakom gab bekannt, dass die UKW-Frequenz 94,2 Megahertz vergeben werden könne, sofern DRS 2 auf 99,6 ausweichen würde.

Die ursprüngliche Energy-Frequenz 100,9, mit der Energy Zürich heute vom Üetliberg sendet, soll laut Vorschlag vom Bakom an Giuseppe Scagliones Radio RMC gehen.

Herr Büchi, am Freitag trafen sich die Zürcher Radioakteure mit dem Bakom. Was wurde an diesem Meeting genau besprochen?
Den Radios im Grossraum Zürich wurde mitgeteilt, welcher Sender mit welchen Frequenzen von welchem Standort aus senden wird. Details dazu kann Ihnen das Bakom sagen.

Das Bakom hat auch eine Lösung für Energy Zürich vorgestellt.
Genau. Es wurde offiziell vom Bakom bestätigt, was wir schon immer gesagt haben: Dass es technisch möglich ist, eine Übergangsfrequenz für Energy Zürich zu installieren. Das Bakom informierte zudem, dass dafür bereits eine Frequenz reserviert ist.

Das heisst, es gibt offene Frequenzen, die nicht genutzt werden.
Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Bakom hatte schon im Frühjahr festgestellt, dass Möglichkeiten für zusätzliche Frequenzen bestehen. Diese wurde nun – im Rahmen der Neuzuteilung der Frequenzen aufgrund der gefallenen Konzessionsentscheide – konkret ermittelt.

Dann dürfte Aufschnaufen bei den Mitarbeitern von Energy Zürich angesagt sein.
Das ist nur ein Etappensieg für uns. Denn es ist jetzt lediglich klar, dass eine Übergangsfrequenz technisch möglich ist. Das heisst aber noch nicht, dass wir weiter senden können.

Wie also weiter?
Nun ist zusätzlich ein politischer Entscheid nötig, damit es für Energy weitergeht. Dafür bleiben uns noch 85 Tage Zeit – also bis Ende Jahr.

Politischer Entscheid heisst im Klartext: Ihre Konkurrenten im Grossraum Zürich müssten einer Übergangsfrequenz für Radio Energy Zürich zustimmen. Ist das realistisch?
Wir werden sehen.

Giuseppe Scagliones Radio RMC soll die bisherige Frequenz von Energy Zürich, 100,9, bekommen. Ist das nicht ein Vorteil gegenüber den anderen? Alle, die 100,9 bei sich gespeichert haben, kämen so unweigerlich direkt auf Radio RMC.
Der Entscheid ist Sache des Bakom. Wir haben das zur Kenntnis genommen. Wir denken aber, dass das Bakom damit eine gute Lösung gefunden hat. Herr Scaglione startet erst im nächsten Frühling, die anderen bereits jetzt oder spätestens anfangs Jahr. Das heisst, unsere Frequenz ruht für mehrere Monate. So wird keiner bevorzugt und alle starten unter ähnlichen Voraussetzungen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.10.2009, 14:20 Uhr

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