Wird Merz heute Abend Qadhafi treffen?
Qadhafi in New York
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Es verspricht, ein gediegener Abend zu werden. Häppchen, Champagner, die Gäste im Smoking oder im Abendkleid. Die Soirée, die Barack Obama nach der Sitzung der Uno-Vollversammlung im New Yorker Metropolitan Museum of Art geben wird, ist der ideale Rahmen für ein Gespräch unter vier Augen. Das denkt sich auch Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin» schreibt. Seine inoffizielle Mission lautet: Unter den Dutzenden hohen Gästen den libyschen Diktator Moammar al-Qadhafi aufspüren und die Libyenkrise endgültig lösen, also die zwei Schweizer Geschäftsleute freibekommen.
Offiziell reist Merz nach New York, um morgen eine Rede vor der Uno-Generalversammlung zu halten. Auf Anfrage von «Le Matin» heisst es im Departement des Äusseren einzig, dass Merz’ Reise von einer gewissen «Improvisation» begleitet werde. Ein Zeichen, dass heute Abend vieles möglich ist. Unklar bleibt, ob Qadhafi Merz zuhören würde – und ob er überhaupt im Metropolitan Museum of Art anwesend sein wird. Eigentlich ist er zum Anlass nicht eingeladen, ausgeschlossen hat er sein Kommen aber auch nicht.
Merz bleibt in New York nur diese Chance
Sollte Qadhafi in seiner Gala-Uniform erscheinen, stellen sich weitere Fragen: Wenn der Diktator die Schweiz zuvor in seiner Rede im Uno-Hauptsitz beleidigen sollte, kann Merz sich dann einfach locker an ihn wenden? Für «Le Matin» ist die Antwort klar: «Diese Soirée ist die beste Karte, die Hans-Rudolf Merz spielen kann.» Sonst werde ein Treffen schwierig, da man sich im Labyrinth der Uno-Gebäude bestens aus dem Weg gehen könne. (cha)
Erstellt: 23.09.2009, 15:11 Uhr





